Rund 10.000 Haushalte sollen vom Breitbandausbau profitieren Weyhe auf der Überholspur

Mit 22 Kilometern Glasfaserkabel plant die Telekom einen groß angelegten Breitbandausbau für Weyhe. Ende nächsten Jahres sollen über 95 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet ausgestattet sein.
12.12.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Friebel

Mit 22 Kilometern Glasfaserkabel und 33 neuen Netzverteilern plant die Telekom einen groß angelegten Breitbandausbau für Weyhe. Ende nächsten Jahres sollen über 95 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet ausgestattet sein.

Alle Weyher mit der Vorwahl 0 42 03 können sich in naher Zukunft über schnelles Internet freuen. Rund 10.000 Haushalte sollen ab dem vierten Quartal kommenden Jahres von einem Ausbau der Telekom profitieren.

„Wir haben nicht schlecht gestaunt über die Pläne der Telekom“, erzählt Bürgermeister Andreas Bovenschulte und fügt hinzu: „Die Wartezeiten werden erheblich verkürzt. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung kann nach dem Ausbau bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download erreichen. Uploads können sogar vier Mal schneller getätigt werden.“

Damit das möglich wird, verlegen die Mitarbeiter der Telekom Glasfaserkabel von der Vermittlungsstelle bis zu den typischen grauen Verteilerkästen. Von dort aus bis zu den einzelnen Haushalten bleiben die Kupferleitungen bestehen. Die höheren Geschwindigkeiten im Netz werden durch den Einsatz der sogenannten Vectoring-Technik möglich.

Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer führt vom Multifunktionsgehäuse – dem großen grauen Kasten am Straßenrand – in die Haushalte.

Diese Kästen sind mit der neuesten Technik bestückt. Damit kann sich die Geschwindigkeit beim Herauf- und Herunterladen maßgeblich erhöhen. „Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz“, erläutert Hartmut Bode, Teamleiter Montage und Betrieb Linientechnik bei der Telekom. Er ergänzt: „Von dem Breitbandausbau können übrigens auch die Kunden anderer Anbieter profitieren, wenn dieser entsprechende Kapazitäten bei der Telekom einkauft.“

Mit dem Vectoring wollen Hartmut Bode, Manfred Rücker, Vertriebsbeauftragter Infrastrukturbetrieb für den Breitbandausbau in der Region Nord bei der Telekom, und ihr Team alle Weyher erreichen. „Das ist eine richtig gute Nachricht für Bürger und Unternehmen“, betont Andreas Bovenschulte. Er fügt hinzu: „Ein großer Vorteil ist, dass die Gemeinde Weyhe keine Fördergelder oder eigene Mittel investieren muss.“ Die Kosten trägt die Telekom.

Rücker und Bode planen, so früh wie möglich mit den Arbeiten anzufangen. „Im Moment sieht es gut aus“, sagt Manfred Rücker mit einem Blick auf die Witterungsverhältnisse. „Ich denke auch, dass alles nach Plan funktionieren wird“, so Hartmut Bode. Von der Wegesicherung sei jetzt ebenfalls grünes Licht signalisiert worden.

Nach Abschluss der Arbeiten werden über 95 Prozent mit der Vorwahl 0 42 03 mit schnellem Internet ausgestattet sein, versprechen die beiden Telekom-Mitarbeiter. „Wir kommen hier mit der neuesten Technik. Damit wird so mancher Städter überholt“, weiß Bode aus Erfahrung. „Weyhe ist einer der ersten Orte, die wir in Angriff nehmen“, ergänzt Manfred Rücker.

Grund dafür sei der starke Wettbewerb der drei Hauptanbieter Kabel Deutschland, EWE und der Telekom im Norden Deutschlands. „Die Telekom plant in den nächsten drei Jahren rund zwölf Milliarden Euro in die eigenen Netze zu investieren“, berichtet Rücker.

„In Weyhe werden rund 22 Kilometer Glasfaser neu verlegt und 33 neue Netzverteiler aufgebaut oder ausgetauscht. Dabei werden sich die Einschränkungen für die Bürger in Grenzen halten. Wir gehen immer in überschaubaren Abschnitten voran“, sagt Manfred Rücker. Sind die Arbeiten abgeschlossen, läuft es für die Weyher in Zukunft in Sachen Internet deutlich schneller

„Wer eine CD mit seinen schönsten Urlaubsfotos mit Freunden und Verwandten über das Internet teilen möchte, der muss bei einem DSL-Anschluss mit einem Megabit pro Sekunde über eineinhalb Stunden warten. Mit einem Vectoring-Anschluss ist die Übertragung in etwas mehr als zwei Minuten erledigt. Das Gleiche gilt natürlich auch für ein Architektenbüro, das Baupläne oder eine Spedition, die Geschäftsunterlagen verschicken möchte“, erläutern Bode und Rücker.

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