Aktionsprogramm der Gemeinden im Weyher Theater auf den Weg gebracht Weyhe und Stuhr treiben Klimaschutz voran

Weyhe-Kirchweyhe. Mehr Flächen für Windenergie, Unterstützung des Agenda-Gedankens, Verhaltensänderung und Informationsangebote, Mitfahr-Börsen und Car Sharing, Fahrräder mit Dach, Stärkung der Bio-Läden oder Rote-Punkt-Aktionen - es gab auf Anhieb eine ganze Reihe von Vorschlägen, was in den Gemeinden Stuhr und Weyhe für den Klimaschutz getan werden kann.
06.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Bayer-Thiemig

Weyhe-Kirchweyhe. Mehr Flächen für Windenergie, Unterstützung des Agenda-Gedankens, Verhaltensänderung und Informationsangebote, Mitfahr-Börsen und Car Sharing, Fahrräder mit Dach, Stärkung der Bio-Läden oder Rote-Punkt-Aktionen - es gab auf Anhieb eine ganze Reihe von Vorschlägen, was in den Gemeinden Stuhr und Weyhe für den Klimaschutz getan werden kann.

Für ein gemeinsames Aktionsprogramm wurden jetzt bei der Auftaktveranstaltung Ideen zu den Themen Energieeffizienz in Wirtschaft, Handel und Handwerk, energieeffizientes Bauen und Modernisieren, erneuerbare Energien, klimaschonende Mobilität, Energieeffizienz im Alltag sowie Klimaschutz in Verwaltung und Politik gesammelt. Weyhes Bürgermeister Frank Lemmermann betonte, dass es Weyhe sehr ernst sei, seinen Teil zum Klimaschutz beizutragen: "Wir müssen Farbe bekennen zu Einsparungen und zur Gewinnung regenerativer Energien." Die Energiegewinnung auf Dächern sei gut, Biogas würde gut genutzt, ergänzte der Stuhrer Bürgermeister. "Was uns bleibt, sind Windräder, damit müssen wir uns beschäftigen", so Cord Bockhop.

Etwa 200 Gäste waren der Einladung ins Weyher Theater gefolgt, um das sogenannte Klimaschutz-Aktionsprogramm für Stuhr und Weyhe auf den Weg zu bringen. Mit einer gesunden Mischung aus informativen Themenblöcken wie einer Talkrunde mit Vertretern der Bürgerbusinitiative, Energieagentur, einem Kommunalreferenten der Eon-Avacon, Stuhr Fair, Hausbesitzer Holger Ochs und einer Energieberaterin sowie guter Unterhaltung gelang es den Verantwortlichen, ihre Gäste von der Zusammenarbeit zu überzeugen.

Umrahmt wurde die dreistündige Veranstaltung vom Improvisationstheater "instant impro" aus Bremerhaven, das mit Szenen aus seiner interaktiven Energieshow das Publikum ansteckte. Alexandra Göddert, Yana Gebhardt und Norman Böttger entführten ins Internet und ließen sich auf die Stichwörter Banane, Toaster und Regenmantel verlinken. Auch mit dem Thema Einradfahren, zum Teil in Fantasiesprache, sowie einem Ratespiel zu den Begriffen Samba, Stricken und Palme sorgten die Künstler schon frühzeitig für Begeisterung.

Beide Gemeinden werden mit der Klimaschutzagentur Region Hannover kooperieren. In den nächsten Wochen sollen sich dann laut Udo Scherer von der Klimaschutzagentur Arbeitsgruppen treffen und Konzepte abstimmen. Er will bis zum Jahresende einen Maßgaben-Katalog und eine Emissionsbilanz erstellen. Erste Termine stehen bereits fest, die Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben: 10. Mai: AG Vereine, Verbände und Organisationen Stuhr; 10. Mai: AG Unternehmen in Weyhe; 8. Juni: AG Vereine, Verbände und Organisationen Weyhe; 15. Juni: AG Unternehmen in Stuhr; 19. Mai: AG Bauen und Modernisieren in Weyhe; 28. Juni: AG Bauen und Modernisieren in Stuhr; 27. Juni: Themenkreis Mobilität. Übrigens: Einige der Besucher hatten sich schon am Montag aktiv für das Klima eingesetzt - und waren mit dem Fahrrad gekommen.

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