Der Sudweyher Autor Marten Steppat bringt zweiten Teil seiner Kumono-Saga heraus – und denkt schon weiter

Wo Feen durch die Luft surren wie Drohnen

Weyhe-Sudweyhe. Freudestrahlend streckt Marten Steppat seinen rechten Arm aus, sein neuestes Buch in der Hand: Aus der Raupe, die noch den Titel seines Erstlingswerks „Die Schaltkreise der Gnome“ zierte, ist auf dem Cover des Nachfolgers „Das Netzwerk der Feen“ ein Schmetterling geworden. „Das symbolisiert quasi die Entwicklung der Geschichte“, erklärt der Sudweyher Autor.
16.01.2016, 00:00
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Wo Feen durch die Luft surren wie Drohnen
Von Sebastian Kelm
Wo Feen durch die Luft surren wie Drohnen

Stolzer Schriftsteller: „Das Netzwerk der Feen“ heißt das zweite Buch der Kumono-Saga, das der Sudweyher Marten Steppat geschrieben hat. Insgesamt soll die Reihe drei Teile umfassen.

Udo Meissner

Freudestrahlend streckt Marten Steppat seinen rechten Arm aus, sein neuestes Buch in der Hand: Aus der Raupe, die noch den Titel seines Erstlingswerks „Die Schaltkreise der Gnome“ zierte, ist auf dem Cover des Nachfolgers „Das Netzwerk der Feen“ ein Schmetterling geworden. „Das symbolisiert quasi die Entwicklung der Geschichte“, erklärt der Sudweyher Autor. Schließlich war es das Insekt, das durch das Erwecken besagter Gnome – bei Steppat technische Helfer fast vergessener Tage – die Handlung seiner Saga in der utopischen Welt Kumono auslöste. Und im zweiten Teil hat sich nach dem Verpuppen eine Verwandlung vollzogen.

Die Gnome treten diesmal in den Hintergrund, sie werden abgelöst von den jetzt Titel gebenden Feen. Der 39-Jährige über deren Funktion in seiner fiktiven Gesellschaft: „Die kleinen Maschinen kümmern sich um die Kommunikation, funktionieren im Prinzip wie Drohnen.“ Und was ändert sich sonst gegenüber dem Vorgänger? Steppat: „Im ersten Buch wurde eine Idylle gezeichnet, die jetzt ins Wanken kommt. Unter den Füßen der Charaktere tun sich viele Fragen auf, die Gegenwart erweist sich als bedrohlicher als gedacht.“ Die Grundstimmung beschreibt er wie folgt: „Als wäre da eine Nadel, die eine Seifenblase platzen zu lassen droht.“

Anfang Dezember hatte Marten Steppat zunächst die zweite Auflage von „Die Schaltkreise der Gnome“ herausgebracht. Den Roman hatte er zuvor bei einer Lesung in der Sudweyher Wassermühle mit etwa 30 Teilnehmern vorgestellt. „Erst hatte ich einen riesen Bammel davor, aber es gab wirklich ausschließlich positive Kritiken“, erzählt er. Mittlerweile habe er sich eine kleine, aber feine Fangemeinde aufgebaut. Die verlangte dann nicht nur nach einer Aktualisierung des Auftakts der Reihe vor allem in gestalterischer Hinsicht – Steppat selbst war das Titelbild auch zu düster geraten –, sie dürstete nach der Fortsetzung, die er letztlich in vier Monaten schrieb.

Apropos düster: Auf die Frage, wie sich die Handlung im noch zu verfassenden Abschluss seiner Trilogie weiter entwickelt, sagt er: „Im dritten Teil wird es nicht unbedingt finsterer zugehen, kontrastreicher vielleicht.“ Aber eines kann Steppat versprechen: „Es geht richtig zur Sache.“ Wie alles ausgeht, erfahren seine Leser allerdings erst nach der Veröffentlichung frühestens im Sommer.

Wie schon „Das Netzwerk der Feen“, das kürzlich erschienen ist, wird der finale Band nicht mehr nur im Internet, sondern bundesweit im Buchhandel erhältlich sein, wie er stolz vermelden kann. In diesen will er auch jenes reine Fantasy-Buch bekommen, das er nach eigenen Angaben schon fertig hat – im Kopf zumindest. „Ich bin ganz gut im Ausdenken“, gibt er schmunzelnd zu Protokoll. Ist die Geschichte erst einmal zu Papier gebracht, werde die bestimmt mehr als 100 000 Seiten füllen, meint er. Mehr als sonst jedenfalls bei Steppat, der sich auch als Autor von Hypnose-Fachbüchern betätigt. Wie das Buch heißen wird, will er indes noch nicht verraten. Eine Idee wird er aber – wie man Marten Steppat kennt – schon im Kopf haben.

Gleiches gilt für Teil drei seiner Kumono-Saga. Obwohl er sich da noch nicht hundertprozentig sicher sei. Ein Geheimnis macht er auch daraus, was nach der Raupe auf den Schmetterling folgen und damit den Titel zieren wird. Nur so viel: „Engel werden dabei vorkommen.“

Weitere Informationen gibt es online auf

planetkumono.wordpress.com.

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