Dokumentarfilm und Gespräch 'Wolfskinder' im Kreismuseum

Von Carolin Keuling
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Von Carolin Keuling

Syke. Tausende Kinder verloren bei der Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Eltern. Heute wird das um 19.30 Uhr in der Diele des Syker Kreismuseums thematisiert. Und zwar in Form des Dokumentarfilms 'Wolfskinder', ein Film über fünf Geschwister aus Ostpreußen, die voneinander getrennt werden und nicht wissen, wo sie hin sollen. Im Dokumentarfilm von 2006, der während des Volkshochschul-Semesterschwerpunkts 'Heimat' gezeigt wird, geht es um das Schicksal von Kindern aus Ostpreußen zwischen sechs und 13 Jahren, die ihre Eltern verloren haben und nun überall auf Gefahren treffen.

Sieglinde Kenzler, die ein ähnliches Schicksal durchlitt, und ihr Mann Heinrich Kenzler sind inzwischen mehr als 70 Jahre alt und wohnen in Oranienburg. Sie kommen nach Syke, um zu berichten, wie sich ihr Leben nach der Flucht weiterentwickelte. Sieglinde Kenzlers Heimat Wehlau ist seit 37 Jahren durch eine Partnerschaft mit Syke verbunden. Kenzler versucht, die wirtschaftliche Lage der Kinderheime durch Hilfsgüter zu erleichtern. Stolz ist sie auf den Schüleraustausch Snamensk-Oranienburg und auf das Haus Samland in Tapiau, ein Zentrum der Begegnung für russische und russlanddeutsche Familien.

Die Teilnahme am VHS-Abend in Zusammenarbeit mit der Kreisgemeinschaft Wehlau kostet drei Euro und für Schüler einen Euro. Es moderiert Christiane Behrens vom Deutsch-Französischen Freundeskreis.

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