Kai Moorschlatt liest am Freitag erstmals aus seinem Buch über die USA – an der KGS Leeste, seiner alten Schule Zurück zu den Wurzeln

Fahrten auf endlosen Highways, verrückte Weltrekorde mitten im Nirgendwo und die Begegnungen mit konservativen Farmern: Der Leester Autor Kai Moorschlatt hat während seiner Zeit in den USA viel erlebt. Genau davon will er am kommenden Freitag, 6. September, erzählen. Ab 19 Uhr liest er in der Gemeindebibliothek in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste aus seinem Buch „Der moderne Wilde Westen – Von der Prärie bis in die Rocky Mountains“ vor. Das hat er vorher noch nie gemacht.
04.09.2013, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Kai Moorschlatt und Onno Kutscher

Fahrten auf endlosen Highways, verrückte Weltrekorde mitten im Nirgendwo und die Begegnungen mit konservativen Farmern: Der Leester Autor Kai Moorschlatt hat während seiner Zeit in den USA viel erlebt. Genau davon will er am kommenden Freitag, 6. September, erzählen. Ab 19 Uhr liest er in der Gemeindebibliothek in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste aus seinem Buch „Der moderne Wilde Westen – Von der Prärie bis in die Rocky Mountains“ vor. Das hat er vorher noch nie gemacht.

Redet Kai Moorschlatt von den USA, dann gerät er ziemlich schnell ins Schwärmen. Und genau da liegt auch die Gefahr. „Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel frei rede, sondern mich an mein Buch halte“, sagte der Leester. Die Lesung am kommenden Freitag, 6. September, ist eine Premiere für ihn. Denn vor Publikum gelesen hat er noch nie. „Nervös bin ich noch nicht, aber ich denke, das wird sich einen Abend vorher ändern“, so Moorschlatt.

Für die Premiere begibt er sich zurück in seine Jugend. In seine Schulzeit, um genauer zu sein. An der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste hat er 1996 sein Abitur gemacht.

Jetzt kehrt er zurück – in anderer Rolle. „Aber es ist doch schon ein vertrautes Gefühl“, so Moorschlatt. „Vielleicht treffe ich ja auch noch den einen oder anderen Lehrer aus meiner Schulzeit. Das wird sicherlich spannend.“

Ganz neu ist für ihn der Besuch der KGS aber nicht. „Ich war in letzter Zeit immer mal da. Sei es bei Wahlen oder beim Besuch der Bibliothek“, verriet Moorschlatt. So sei auch der Kontakt und die Idee dazu entstanden, in der KGS eine Lesung zu halten. „Ich war in der Bibliothek und habe mir gedacht: ,Hier könnten doch auch meine Bücher stehen’. Ich habe der Bibliothek dann meine Bücher zur Verfügung gestellt, und dann kam der Stein ins rollen“, erzählte der Leester.

Während seines Studiums war er das erste Mal in den USA. Das war von 1999 bis 2001. Im Bundesstaat Wyoming hat er gelebt. Spannende und interessante Erlebnisse gab es zu genüge. Die hat Moorschlatt in bereits drei Büchern niedergeschrieben. In seinem vierten Buch, „Der moderne Wilde Westen“, hat er all diese Geschichten zusammengefasst. Es geht um Begegnungen mit Menschen, die Natur, Winter und Einblicke in die Cowboy-Kultur. „All das versuche ich humorvoll zu beschreiben“, sagte Moorschlatt.

So nimmt er sich auch dem Thema Waffengesetz an. Er erzählt in seinem Buch von einem Freund, der plötzlich einem Schwarzbären gegenüberstand. „Da war er natürlich froh, dass er eine Waffe dabei hatte. Auch wenn die Begegnung ohne Verletzte endete“, sagte der Leester.

Auch skurrile Weltrekorde hat Moorschlatt auf seiner Reise durch die USA entdeckt. Der Autor: „Je kleiner der Ort, desto kurioser sind die Sehenswürdigkeiten.“ Unter anderem hat er in einem kleinen Städtchen einen Golfball gefunden, der mit so vielen Briefmarken beklebt ist, dass er fast einen Durchmesser von 80 Zentimetern erreicht.

Was Moorschlatt vor allem an dem Land fasziniert, ist die Abwechslung. „Es gibt überall etwas zu entdecken. Und auch die Mentalität der Menschen gefällt mir. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle sehr offen sind“, so der Leester. Noch heute habe er viele gute Freunde in den Staaten.

Um 19 Uhr soll die Lesung am kommenden Freitag beginnen. Der Eintritt ist frei. „Ich freue mich sehr darauf. Für eine Premiere ist meine ehemalige Schule genau der richtige Platz“, so der Autor.

Zweimal hat er die Lesung bisher durchgespielt. Einmal will er sie seiner Frau noch vortragen und am Feinschliff arbeiten. „Ansonsten bin ich aber gut vorbereitet“, sagte Moorschlatt. Etwa 30 Minuten will er dem Publikum aus seinem Buch vortragen, danach soll genug Zeit sein, um Fragen zu beantworten.

Ob er danach regelmäßig auftritt, um aus seinem Buch vorzulesen, weiß er jetzt noch nicht. „Ich muss erst mal abwarten, wie es Freitag läuft. Dann sehe ich weiter. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, das auch öfter zu machen“, sagte der Leester. Eines plant er aber jetzt schon auf jeden Fall: seine nächste Reise in die USA.

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