Sternsinger bringen wieder Gottes Segen zu den Menschen – mit einem Kreidezeichen an der Haustür

20*C+M+B*13

Gestern sind wieder die Sternsinger ausgeschwärmt. Ihre Aufgabe: Als Heilige Drei Könige Gottes Segen zu Menschen zu bringen und Geld für Kinder in Not zu sammeln.
04.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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20*C+M+B*13
Von Anke Landwehr
20*C+M+B*13

Gestern sind wieder die Sternsinger ausgeschwärmt. Ihre Aufgabe: Als Heilige Drei Könige Gottes Segen zu Menschen zu bringen und Geld für Kinder in Not zu sammeln.

Verden. Ida Reiners und Franziska Gerstmayr (beide 11) und Miriam Leim (9) waren gestern die Heiligen Drei Könige. Mit Gesa von Ahsen (11) als Sternträgerin besuchten sie die Rathäuser in Verden, Kirchlinteln und Langwedel, nachdem sie vorher bereits im katholischen Kindergarten St. Josef vorbeigeschaut hatten. Später tourten sie noch durch Altenheime. Überall malten die Sternsingerinnen mit Kreide das Zeichen "20*C+M+B+13" an die Haustüren:

Die Zahlen 20 und 13 markieren das Jahr 2013, der Stern symbolisiert den Stern von Bethlehem, die Kreuze stehen für den Dreifaltigen Gott (Vater, Sohn und Heiliger Geist), die Buchstaben C, M und B sind die Abkürzung für "Christus mansionem benedicat" (Gott segne dieses Haus).

Außer Ida, Franziska, Miriam und Gesa schwärmten gestern weitere fünf Sternsinger-Gruppen aus. Am Wochenende werden sie erneut unterwegs sein, dann zu Familien überall im Landkreis, die um ihren Besuch gebeten haben. Jede Gruppe hat einen Pappkarton dabei, der mit einem Schlitz versehen ist: Da hinein kommt das Geld, das die Kinder für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung in Tansania sammeln. "So um die 2000 Euro kommen pro Gruppe zusammen", sagt Eberhard Walther, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Er begleitet die Mädchen.

Sie haben vorher einen Film gesehen und wissen nun, dass es Kindern in Tansania ungleich schlechter geht als ihnen, wenn sie krank werden. "Die Wege zu Krankenhäusern sind dort sehr weit", berichtet Ida Reiners. Die Aktion "Sternsinger", 1959 ins Leben gerufen, wird vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen. Aus den Erlösen werden jährlich rund 2200 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

In Verden hätten in diesem Jahr besonders viele Kinder Sternsinger sein wollen, sagt Walter. Sechs Wochen lang haben sie jeden Freitag Lieder und Texte eingeübt, dann die Gewänder anprobiert und außerdem den Film angeschaut. Walter: "Die Kinder sollen wissen, warum sie als Sternsinger unterwegs sind."

Franziska kam über ihren Vater zu der Gruppe. "Er hat mit uns die Lieder geübt. Die finde ich dieses Jahr richtig schön." Am Sonntag, wenn die Aktion mit einem Familiengottesdienst beendet wird, werden sie die Lieder noch einmal singen. Und dann werden auch die Spendenkartons geleert. Auf das Ergebnis sind die Mädchen schon sehr gespannt. Gesa: "Geld für andere Kinder zu sammeln, finde ich gut."

Im Verdener Rathaus versenkte stellvertretender Bürgermeister Thomas Gern Münze um Münze in den Karton – der städtische Beitrag für Kinder in Not. Nachdem die Mädchen Lied und Text vorgetragen hatten, ging’s nach draußen vor die Tür, wo Franziska die "12" in dem noch vom vergangenen Jahr vorhandenen Zeichen wegwischte und durch eine "13" ersetzte.

20*C+M+B*13

Sternsinger bringen wieder Gottes Segen zu den Menschen – mit einem Kreidezeichen an der Haustür

Zitat:

"Geld für andere

Kinder zu sammeln,

finde ich gut."

Gesa (11)

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