„Keiner ist allein“: Verein unterstützt Bürgertreff am Hoppenkamp

Ab heute eine Kleiderstube

Verden. Seit sechs Jahren unterstützt der Verein Kista den Bürgertreff am Hoppenkamp bei der Kinder- und Jugendarbeit. Die Mitglieder bieten über die finanzielle Hilfe hinaus aber auch ein offenes Ohr für die Alltagssorgen der Stadtteilbewohner.
03.09.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Maren Brandstätter
Ab heute eine Kleiderstube

Michael Röhren (links) und Wilhelm Meincke.

Maren Brandstätter

Verden. Seit sechs Jahren unterstützt der Verein Kista den Bürgertreff am Hoppenkamp bei der Kinder- und Jugendarbeit. Die Mitglieder bieten über die finanzielle Hilfe hinaus aber auch ein offenes Ohr für die Alltagssorgen der Stadtteilbewohner.

Kista ist die Abkürzung von "Keiner ist allein" – unter diesem Leitsatz hat sich der Verein im Stadtteil am Schwarzen Berg gegründet. Untergebracht ist er in den Räumlichkeiten des Bürgertreffs, und auch inhaltlich überschneiden sich die beiden Einrichtungen in vielen Bereichen. "Das Alltagsgeschäft liegt beim Bürgertreff", betont Kista-Vorsitzender Michael Röhren. "Wir suchen vorrangig nach Möglichkeiten, um Spenden zu sammeln, die dann gezielt für die Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden können." Solche Möglichkeiten böte beispielsweise das jährliche Stadtteilfest, auf dem Kista Anfang August mit einem Bingo- und einem Dosenwurf-Stand vertreten war.

Neben der finanziellen Unterstützung möchten die 16 Mitglieder von Kista im Stadtteil auch als Ansprechpartner wahrgenommen werden. "Die Leute kennen uns und können uns ansprechen, egal wann und egal wo", erklärt der gelernte Heilpädagoge Röhren.

Erhöhter Gesprächs- und Hilfsbedarf herrsche in der Regel im Umgang mit Behördenschreiben und bei Mietangelegenheiten. Aber auch die kleinen Sorgen und Nöte des Alltags bekommen in den Gesprächen Raum, ergänzt Wilhelm Meincke, 2. Vorsitzender bei Kista.

Neben seinem regelmäßigen Seniorencafé bietet Kista ab heute eine Kleiderstube im Bürgertreffbüro an. Hier werden gebrauchte, gut erhaltene Kleidungsstücke für wenig Geld an Bedürftige verkauft. Verstärkung bekommt der Verein für dieses Projekt von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, die über die Freiwilligenagentur Zeitspende zur Kleiderstube gestoßen ist. Verkaufstage sind Montag und Donnerstag jeweils von 14 bis 17 Uhr. Wer gebrauchte Garderobe abgeben möchte, kann dies dienstags ebenfalls in der Zeit von 14 bis 17 Uhr im Büro des Bürgertreffs, Schwarzer Berg 2, tun.

"Der Verein unterstützt uns sehr bei unserer Arbeit", erzählt Bürgertreff-Leiterin Christel Kijewski. Sowohl Zuschüsse für Ausflüge als auch Unterstützung bei Anschaffungen seien in der pädagogischen Arbeit immer hochwillkommen. "Als städtische Einrichtung haben wir nur selten die Möglichkeit, an Fördergelder zu kommen", erzählt die Sozialpädagogin. In der Regel sei finanzielle Unterstützung den Vereinen vorbehalten – daher rührte vor sechs Jahren die Idee, einen Förderverein zu gründen.

Neben der Kleiderstube soll sich noch ein weiteres Angebot von Kista im Stadtteil etablieren. Im Flur des Bürgertreffs dient eine Magnetwand künftig als Kontaktbörse für Anliegen aller Art. Ob Gesuche, Hilfsangebote oder Verkäufe – die Pinnwand soll zu einem Segment werden, über das sich die Stadtteilbewohner miteinander vernetzen können.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+