Allerkultur

Die Kultur feiert ihr Comeback

Die kulturelle Corona-Zwangspause in Verden ist beendet. Mit einem Band-Festival und dem Auftritt der Flying Soul Toasters kehrt an diesem Wochenende die Unterhaltung zurück.
28.08.2020, 18:28
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Die Kultur feiert ihr Comeback
Von Jörn Dirk Zweibrock
Die Kultur feiert ihr Comeback

Messen noch einmal die Abstände zwischen den Stühlen nach: Silvia Voige (v.l.), Volkmar Koy und Andrea Päffgen.

Björn Hake

Sieben mal 6,60 Meter misst die riesige schwarze Bühne vor dem Verdener Dom. Fünf Meter ragt sie vor dem Gotteshaus in die Höhe. Nach dem Auftritt der Hamburger Soul-Größe Stefan Gwildis am Freitagabend zeigen dort an diesem Sonnabend gleich mehrere Künstler ihr Können. Der zweite Tag des Allerkultur-Festivals steht ganz im Zeichen lokaler und regionaler Bands und klingt abends mit dem Gastspiel der Flying Soul Toasters aus.

Der Aufbau des zweitägigen Festivals auf dem Domplatz ist für Max Arlt ein Heimspiel. Gemeinsam mit vier Kollegen hat der Verdener Veranstaltungstechniker das Areal vor dem Sakralbau binnen eines Vormittages in ein Festivalgelände verwandelt. Jeweils zwei Lautsprecher-Sets mit einem halben Dutzend Boxen prangen an der Bühne. Dieses technische Equipment genügt, um den gesamten Platz zu beschallen. 16 Led-Scheinwerfer, acht Moving Heads und viele weitere Scheinwerfer rücken das Spektakel vor dem Dom zu Verden an diesem langen Kultur-Wochenende in das richtige Licht. Für das besondere Ambiente auf dem Platz sorgen darüber hinaus 30 weitere Scheinwerfer.

Einige Meter von der Bühne entfernt sorgt derweil Verdens Stadthallenmanagerin Silvia Voige für die Bestuhlung. „307 sind es insgesamt“, rechnet sie vor. Mindestens anderthalb Meter trennen die Sitzgelegenheiten, angeordnet zu zweit, dritt oder viert, voneinander. „Es sind noch genügend freie Plätze vorhanden“, wirbt die Organisatorin des Allerkultur-Festivals um kurzentschlossene Besucher.

Hand in Hand mit dem Verdener Jazz- und Blues-Verein richtet sie das spontan ins Leben gerufene erste Event nach der kulturellen Corona-Zwangspause aus. Auch der Blick in die Wetter-App des Vorsitzenden Volkmar Koy beweist: „Ab jetzt fällt kein Tropfen Regen mehr vom Himmel.“ Das hoffen auch die beiden frisch vom Verein angestellten FSJlerinnen Elisabeth Schneider und Marie Purschwitz. Sie eilen durch die Stuhlreihen und schauen überall nach dem Rechten. Beim Allerkultur-Festival sammeln die jungen Damen unter anderem die Kontaktdaten der Besucher ein. Wer ein Festival unter den geltenden Corona-Vorschriften stemmen will, benötigt schließlich jede helfende Hand.

Auch die beiden Gastro-Zelte von Domschänken-Wirt Frank Stauga stehen bereits seit Freitagvormittag an ihrem Platz. An den beiden weißen Pavillons können sich die Festivalbesucher an allen Tagen mit kulinarischen Leckerbissen verwöhnen lassen.

Zwischen 10 und 16.30 Uhr stehen an diesem Sonnabend nacheinander Rolf Thieles Generation Blues Band (10.30 Uhr), Funk Diffusion (12.15 Uhr), Delorean (13.45 Uhr) und Opas Stube (15.15 Uhr) auf der Bühne. Ab 19 Uhr unterhalten dann die Flying Soul Toasters aus Bremen die Gäste aus Verden und umzu.

„Dieser wunderschöne Platz wird einfach zu wenig bespielt“, sind Lokalmatador Max Arlt und seine Kollegen überzeugt. Er besticht ihrer Meinung nach nicht nur durch die Architektur und das Grün davor, sondern vor allen Dingen auch durch seine besondere Akustik. „Dank der hohen Bäume gibt es hier nämlich nur wenig Rückschall“, zählt Arlt einen weiteren Vorteil dieser außergewöhnlichen Location unter freiem Himmel auf.

Die gute Nachricht: Karten für das Band-Festival vor der Kulisse des Verdener Doms sind am Sonnabend, 29. August, noch an der Tageskasse erhältlich.

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