Am 9. und 10. Oktober Theaterstücke über Leben und Wirken der Frauenrechtlerin Anita Augspurg auf der Bühne

Die Schauspielerin Birgit Scheibe verkörpert in zwei Theaterstücken die in Verden geborene Feministin Anita Augspurg.
27.09.2012, 05:00
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Die Schauspielerin Birgit Scheibe verkörpert in zwei Theaterstücken die in Verden geborene Feministin Anita Augspurg.

Gleich zweimal ist im Oktober Anita Augspurg in Verden als Bühnen-Gestalt zu sehen. Am Dienstag, 9. Oktober, steht das szenische Portrait "Mach das Buch zu – heirate mich. Anita Augspurg – ein Lebensmonolog" auf dem Programm. Einen Tag später, am Mittwoch, 10. Oktober, wird das Stück "Anilid – Anita Augspurg im Exil" aufgeführt. Beide Theaterstücke kommen im Deutschen Pferdemuseum im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsbeauftragten "Mit 17 hat man noch Träume. Frauengenerationen im Dialog" zur Aufführung. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Schauspielerin Birgit Scheibe verkörpert die in Verden geborene Augspurg auf der Bühne. Anita Augspurg, Frauenrechtlerin, Pazifistin, Publizistin, Fotografin und Landfrau, zählte zu den bekanntesten Frauen ihrer Zeit. Sie war führend im radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Frauen das Wahlrecht erhielten. Sie war die erste promovierte Juristin in Deutschland, eine beeindruckende Rednerin und streitbare Feministin.

Das Bühnenstück "Mach das Buch zu – heirate mich. Anita Augspurg – ein Lebensmonolog" zeichnet ein prägnantes Portrait der jungen Feministin. Basierend auf ihren Manuskripten lassen die einzelnen Szenen ihr Eintreten für das Frauenwahlrecht und die Geschlechtergerechtigkeit deutlich werden. "Die Originaltexte der historischen Anita Augspurg wirken auch heute noch ungeheuer aktuell", betont Veranstalterin Christine Borchers, Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Verden.

Ins Exil verbannt

In dem zweiten Stück "Anilid – Anita Augspurg im Exil" blickt die alte Anita Augspurg kurz vor ihrem Tod im Schweizer Exil auf ihr Leben zurück. Im Rückblick wird deutlich, was Anita Augspurg angetrieben hat in ihrem Engagement für eine gerechtere Welt trotz der politischen Ohnmacht im Exil, in das die Nationalsozialisten sie verbannt hatten. "Anilid" zeigt die Pazifistin, die unerbittliche Gegnerin des Nationalsozialismus und beharrliche Vorkämpferin für den Frieden auch in jenen Zeiten von Krieg und Gewalt. Zugleich ist es auch ein Stück über das Alter.

Beide Werke stammen von der Autorin Christiane Henke. Die künstlerische Leitung hat Gabriele Benner. An der Harfe begleitet Assia Cunego die Abende.

Die Aufführungen werden von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Verden in Kooperation mit dem Deutschen Pferdemuseum (DPM) veranstaltet. Beginn der Aufführungen ist jeweils um 19.30 Uhr im DPM, Holzmarkt 9 in Verden. Karten gibt es im Deutschen Pferdemuseum, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Der Eintritt, inklusive einem Getränk, kostet jeweils 12 Euro. Weitere Informationen gibt Christine Borchers, die beim Landkreis Verden unter der Telefonnummer 04231/ 15477 erreichbar ist.

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