Zahlen für den Kreis Verden Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab

Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Mai herausgegeben und erklärt, dass die Arbeitslosenquote im Kreis Verden bei 3,6 Prozent liegt. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,4 Prozent.
01.06.2021, 13:31
Lesedauer: 2 Min
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Arbeitslosigkeit nimmt weiter ab
Von Kai Purschke

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Verden ist zurückgegangen. So waren nach Angaben der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden im Landkreis Verden im Mai exakt 2713 Personen arbeitslos, 127 Männer und Frauen weniger als noch im April. Im Vorjahr wurden im Kreis Verden 539 (16,6 Prozent) mehr Erwerbslose gezählt. Die Arbeitslosenquote im Kreis liegt aktuell bei 3,6 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im April dieses Jahres und sogar 0,8 Prozentpunkte weniger als im Mai 2020, als sie noch bei 4,4 Prozent lag. "Die Arbeitskräftenachfrage im Kreis Verden ist weiterhin hoch: Im Mai wurden 485 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, 71 mehr als im April. Im Vorjahr konnten im Mai nur 197 neue Stellenmeldungen verzeichnet werden", heißt es von der Agentur für Arbeit.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit sei erneut gesunken. Nach 16 neuen Anzeigen im April sank die Zahl zum Stichtag im Mai (26. Mai) auf zehn neue Anzeigen. Von diesen neuen Anzeigen könnten bis zu 29 Personen betroffen sein – die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Nachfrage nach Kurzarbeit nimmt ab

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, also bei der Arbeitsagentur Verden, sind die Arbeitslosenzahlen ebenfalls erneut gesunken. Im Mai waren hier 1364 Personen arbeitslos gemeldet, 107 weniger als im Monat April. Dass sich das Pandemiegeschehen geringer auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgewirkt habe, werde bei der Betrachtung der Vorjahreswerte deutlich: Im Mai vergangenen Jahres waren 22,9 Prozent oder 406 Männer und Frauen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter hingegen fiel der Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Berichtsmonat geringer aus. Im Mai waren 1349 Personen beim Jobcenter arbeitslos gemeldet, 20 weniger als im April. Im Vorjahr waren 133 Personen mehr erwerbslos.

Was den Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden angeht, zu dem die Landkreise Verden, Diepholz und Nienburg gehören, auch dort setzte sich der Trend sinkender Arbeitslosenzahlen im Mai fort. Nachdem bereits im Vormonat die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen um 1,9 Prozent gesunken war, hält diese Entwicklung weiter an: Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur erneut um 430 Personen oder 3,6 Prozent auf nun 11.613 Personen gesunken. "Gemessen an den Werten aus dem vergangenen Jahr ist hier ein Rückgang um 9,5 Prozent zu erkennen", betont die Agentur. 

Pandemie wirkt sich nur gering aus

Verglichen mit den Werten aus dem Vorjahr bestimme das Pandemiegeschehen den Arbeitsmarkt nur noch gering, erklärte dazu Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung wird dies durch den deutlichen Rückgang der Erwerbslosenzahlen im Vorjahresvergleich sichtbar“, fügt er hinzu. Die Zahlen derer, die bei der Arbeitsagentur als erwerbslos gemeldet sind, ist im Vergleich zum Mai des vergangenen Jahres um 19 Prozent oder 1151 Männer und Frauen auf nun 4900 Personen gesunken. Der Rückgang im SGB-II-Bereich (Hartz 4) falle geringer aus: Im Vormonatsvergleich waren 114 Personen weniger arbeitslos, im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 1,1 Prozent gesunken.

Die aktuelle Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt bei 4,4 Prozent, 0,1 Prozentpunkte geringer als im April. Im vergangenen Jahr lag die Quote im Arbeitsagenturbezirk noch bei 4,9 Prozent.

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