Acht Schließungen geplant Bürgerprotest rettet Spielplatz Lilienweg

Das neue Spielplatzkonzept für den Flecken Langwedel sieht Schließungen vor. Durch ihren Protest schaffte es die Interessengemeinschaft Spielplatz Lilienweg, diesen zu erhalten.
31.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Bürgerprotest rettet Spielplatz Lilienweg
Von Mareike Meyer

Das neue Spielplatzkonzept für den Flecken Langwedel sieht die Schließung einiger Plätze vor. Durch ihren Protest und eine Unterschriftensammlung schaffte es die Interessengemeinschaft Spielplatz Lilienweg, diesen zu erhalten.

Das Kinderspielplatzkonzept des Fleckens Langwedel sieht nun nur noch die Schließung von acht, anstatt neun Spielplätzen vor. Der Spielplatz am Lilienweg wurde von der Streichliste genommen. Zu verdanken ist das dem Einsatz der Interessengemeinschaft Spielplatz Lilienweg (IGSL).

Mit einer Unterschriftenliste machte die IGSL auf ihren Unmut aufmerksam. „Der Bürgermeister hat einen Brief direkt an unsere Bürgerinitiative geschickt. So haben wir erfahren, dass beschlossen wurde, den Spielplatz am Lilienweg nicht abzureißen“, sagte Andreas Stampa von der Interessengemeinschaft. „Er hat uns einen kleinen Vorwurf gemacht, dass wir uns nicht früher zu Wort gemeldet haben, da das Spielplatzkonzept ja schon länger diskutiert wurde.“

Der Arbeitskreis für das neue Spielplatzkonzept hatte im Juni 2012 zum ersten Mal getagt. „Das Konzept wurde sechs Mal öffentlich beraten, ehe man an uns herantrat“, sagte Bürgermeister Andrea Brandt. Dennoch sei er froh, dass nun ein Dialog entstehen könne. „Ich finde es toll, dass jemand den Mut hatte und das Gespräch mit mir gesucht hat. Wir haben den Platz am Lilienweg von der Streichliste genommen und werden jetzt noch einmal ins Gespräch gehen“, so Brandt.

Ergebnisoffenes Gespräch

Der Bürgermeister des Fleckens Langwedel betonte, dass nie geplant gewesen sei, den Spielplatz sofort abzureißen. „Es ist ja für jeden offensichtlich, dass man abwartet und die Spielgeräte erst abbaut, wenn sie kaputtgehen.“ Nach Aussage von Brandt geht der Flecken davon aus, dass die Spielgeräte noch mehrere Jahre halten werden.

Der Spielplatz bleibt also vorerst bestehen. Ebenso, wie die Interessengemeinschaft bestehen bleibt, so Stampa. „Das weitere Vorgehen wird erst geplant, wenn die Geräte wirklich kaputt sind. Aber ein paar sind schon etwas marode. Wir würden uns dann natürlich für eine Sanierung einsetzen wollen“, erklärte Stampa.

Die Gemeinde konzentriert sich nun vorerst auf einen anderen Platz. „Wir geben jetzt Vollgas beim Spielplatz ,Schwarzer Berg’“, sagte der Bürgermeister. Dieser soll in diesem Jahr für 100 000 Euro aufgerüstet werden. Er soll als Leuchtturmprojekt Kinder aus dem umliegenden Gebiet – vor allem aus den Neubaugebieten Neue Wiesen, Goldbachwiesen und Hollengraben – anlocken und als Treffpunkt dienen. Geplant sind beispielsweise zwei Trampoline, eine Kletterpyramide, Schaufelbagger im Sandkasten sowie ein neues Fußballfeld.

"Keine Diskussion in Daverden"

Wie sich der Spielplatz am Lilienweg verändern wird, wenn die Spielgeräte irgendwann nicht mehr nutzbar sind, steht noch nicht fest. „In Daverden gab es auch eine solche Diskussion, und am Ende stellte sich heraus, dass eine Sandkiste mit Sitzgelegenheiten für kleine Kinder ausreicht“, sagte Brandt.

Was den Spielplatz am Lilienweg betrifft, wolle er bewusst ergebnisoffen ins Gespräch mit der Interessengemeinschaft gehen und auch den Arbeitskreis für das Spielplatzkonzept mit ins Boot holen. „Vielleicht bekommen wir durch den Austausch auch ein paar neue Sichtweisen, die wir noch nicht kannten“, so Brandt.

Außerdem sollen folgende Spielplätze geschlossen und in Bauland umgewandelt werden: Neue Wiesen, Zollstraße, Urnenfeld, Königsberger Straße, Richtweg und Sachsenweg, sowie Zur Rampe und Im Wiedhoop. Allerdings soll auch der Spielplatz Im Wiedhoop so lange bestehen bleiben, bis die Spielgeräte zu marode sind, um benutzt zu werden. Die 19 übrigen Spielplätze bleiben erhalten oder werden ausgebessert.

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