Verdener Ortsteile Burgberg und Borstel sind besonders beliebt

Während der Ortsteil Borstel bei den Bauwilligen ganz oben auf der Wunschliste steht, wird die Ortschaft Walle vor allem von Pendlern und Einheimischen favorisiert. Dort entsteht ein neues Baugebiet.
07.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Burgberg und Borstel sind besonders beliebt
Von Andreas D. Becker

Während der Ortsteil Borstel bei den Bauwilligen ganz oben auf der Wunschliste steht, wird die Ortschaft Walle vor allem von Pendlern und Einheimischen favorisiert. Dort entsteht ein neues Baugebiet.

Die beliebteste Wohngegend in der Stadt Verden ist nach wie vor das Burgbergviertel mit Blick auf die Aller – für diejenigen, die es sich leisten können. Freie Flächen sind dort jedoch mehr als rar, und Immobilien gehen meist unter der Hand weg. Bei den Ortschaften liegt Borstel ganz klar in der Beliebtheit vorne, darin sind sich Stadtplaner Norbert Schaffeld und Ralf Bostelmann, Immobilienexperte der Kreissparkasse Verden, einig.

„Das liegt an dem dörflichen Charme und der stadtnahen Lage“, begründet Schaffeld die Beliebtheit der Ortschaft. Auch die Nähe zur Autobahn sei ein Vorzug Borstels. Allerdings sei auch hier die Nachfrage deutlich größer als das Angebot an freien Flächen. „Da ist fast alles ausgereizt“, so der Stadtplaner. Auch Ralf Bostelmann setzt die Ortschaft auf den zweiten Platz und bestätigt das knappe Angebot. Auf dem dritten Platz landet die Ortschaft Eitze. „Die meisten wollen in der Innenstadt bauen mit Blick auf die Aller. Aber da der Platz dafür nicht ausreicht und viele sich das nicht leisten können, landen sie in Eitze“, sagt Schaffeld. Etwas weiter unten auf der Beliebtheitsskala liegen laut Schaffeld und Bostelmann Dauelsen sowie die Gebiete der Kernstadt östlich der Bahn und die Neubaugebiete Neumühlen und Ziegeleiweg.

Beschluss für Richtweg II

Ein Sonderfall sei die Ortschaft Walle, die hauptsächlich von Pendlern bevorzugt wird, die schnell auf die Autobahn müssen, und von Bauwilligen, die bereits in Walle wohnen. Nachdem das Gebiet Richtweg I bereits seit dem Ende der 1990er-Jahre komplett vergeben ist und seither kein städtisches Grundstück in der Ortschaft zur Verfügung steht, wird der Stadtrat voraussichtlich im Februar den Beschluss für den Bebauungsplan Richtweg II fassen.

„Da es sonst kein Angebot mehr gibt, ist dieses Gebiet hauptsächlich für die Eigenentwicklung der Ortschaft und die Stärkung des Infrastrukturstandorts gedacht“, betont Schaffeld. Das Gebiet liegt oberhalb der Waller Heerstraße und ist knapp 6900 Quadratmeter groß. „Die Erweiterung reicht für elf bis zwölf Baugrundstücke“, erzählt Schaffeld. Vorgesehen sind ausschließlich Einzel- und Doppelhäuser. „Eine Wohnbauentwicklung ist hier besonders sinnvoll, da das Plangebiet in einem Siedlungszusammenhang steht und an drei Seiten von bebauten Flächen umgeben ist, heißt es sinngemäß im Bebauungsplan.

Zudem werde die vorhandene Erschließung und Infrastruktur erweitert und fortgesetzt. So kann der bereits vorhandene Spielplatz in der Hinrich-Gerken-Straße für das gesamte Wohngebiet mitgenutzt werden. Mit der Beschränkung auf Einzel- und Doppelhäuser solle der Umgebung in Walle entsprochen werden, die sich durch eine lockere Bebauung und größere Grundstücke mit früheren landwirtschaftlichen Gehöften auszeichne.

Nach den Beratungen im Ortsrat Walle, im Ausschuss für Stadtentwicklungen und im Stadtrat werden die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Dann steht laut Ralf Bostelmann im Mai die Erschließung des Gebiets auf dem Programm. „Wenn alles wie geplant verläuft, kann es im Herbst mit dem Bau der Häuser losgehen“, hofft Bostelmann. Die Nachfrage sei bereits „erfreulich“, obwohl die Vermarktung der Grundstücke noch gar nicht begonnen habe. „Wir haben noch nicht mal berechnet, welche Preise wir für die Flächen aufrufen“, sagt der Projektentwickler. Er rechnet damit, dass der Verkauf im April beginnen wird. Laut Schaffeld sei die Nachfrage nicht zuletzt wegen der niedrigen Zinsen groß.

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