Inzidenzwert bleibt über 50 3G-Regel tritt im Landkreis Verden wieder in Kraft

Nach nichteinmal einer Woche ohne verpflichtende 3G-Regel muss der Landkreis Verden die alten Bestimmungen zur Corona-Eindämmung wieder einführen.
26.10.2021, 15:51
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3G-Regel tritt im Landkreis Verden wieder in Kraft
Von Marius Merle

Wie gewonnen, so zerronnen: Erst vergangenen Freitag, 22. Oktober, war die verpflichtende 3G-Regel im Landkreis Verden aufgehoben worden, nun kommt sie auch schon wieder zurück. Ab diesem Donnerstag, 28. Oktober, gilt kreisweit wieder die Einschränkung, dass der Zugang zu bestimmten Einrichtungen und Dienstleistungen in geschlossenen Räumen nur vollständig geimpften und genesenen Personen sowie denjenigen, die einen aktuellen negativen Testnachweis erbringen können, offensteht.

Knappe Überschreitung

Grund dafür ist die erneute stabile Grenzwertüberschreitung einer 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dieser Schwellenwert wurde im Landkreis seit dem 21. Oktober an fünf Werktagen in Folge überschritten – wenn auch meist nur äußerst knapp. Am Dienstag etwa lag der Wert bei 50,9. Doch die Konsequenz gemäß der Landes-Coronaverordnung ist trotzdem eindeutig: Der Landkreis muss per Allgemeinverfügung wieder die Regelungen verschärfen und 3G ausrufen. „Die 3G-Regel kam jetzt sogar noch schneller zurück als erwartet“, kommentiert Landrat Peter Bohlmann die aktuelle Lage.

Den Nachweis geimpft, genesen oder getestet zu sein, bedarf es ab Donnerstag wieder in der Innengastronomie und in der Hotellerie, in Sporthallen und bei den sogenannten körpernahen Dienstleistungen wie dem Friseurbesuch. Gleiches gilt für die Teilnahme an Zusammenkünften und Veranstaltungen mit mehr als 25 und bis zu 1000 Personen in geschlossenen Räumen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen bis zu 24 Stunden alten negativen Schnelltests oder einen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Auch Selbsttests sind laut Landkreis gestattet, wenn sie im Beisein des Dienstleisters oder Veranstalters durchgeführt werden.

Ausnahmen von der Regel

Befreit von der 3G-Pflicht sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. "Personen mit medizinischer Kontraindikation und Personen in klinischen Studien, die sich nicht impfen lassen dürfen, müssen einen negativen Testnachweis erbringen", heißt es weiter aus dem Kreishaus. Für diesen Personenkreis ist die Testung im Testzentrum weiterhin kostenfrei. Ausgenommen von der 3G-Regel sind beispielsweise religiöse Veranstaltungen, Sitzungen kommunaler Vertretungen oder Veranstaltungen im Bereich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Für eine flächendeckende Einführung einer 2G-Regel durch den Landkreis, wie aus Teilen der Gastronomie angeregt, sieht Landrat Bohlmann indes keine Möglichkeit. „Ohne dass mindestens die Warnstufen 2 oder 3 gemäß Coronaverordnung erreicht sind, ist eine derartige weitergehende Anordnung unverhältnismäßig." Maßnahmen, die der Landkreis treffe, müssten im Sinne des Gesundheitsschutzes erforderlich sein. In der Gastronomie gebe es aber genügend effektive Maßnahmen, um Ansteckungen zu vermeiden. Menschen deshalb ohne Not aktiv auszugrenzen, sei da nicht der richtige Weg.

Der Landkreis Verden hatte am Dienstag im Vergleich zum Vortag drei neue Corona-Fälle vermeldet. Damit gelten aktuell 106 Personen als nachweislich infiziert. Die meisten von ihnen leben in Achim (26), Verden (20) und Ottersberg (19).

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