Neue Verfügung

Erst- und Zweitklässler können die Maske absetzen

Neue Allgemeinverfügung: Auch im Landkreis Verden gilt die Corona-Neubelegung in Kliniken als neuer Leitwert. Auch gibt es neue Regelungen für Gastronomie und Veranstaltungen.
22.09.2021, 14:26
Lesedauer: 3 Min
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Erst- und Zweitklässler können die Maske absetzen
Von Andreas Becker

Das Land Niedersachsen hat mit Wirkung zu diesem Mittwoch, 22. September, die bestehende Corona-Verordnung verlängert und in einzelnen Punkten angepasst. Das bedeutet für den Landkreis Verden: Die Corona-bedingten Neuaufnahme in sieben Tagen in allen niedersächsischen Krankenhäusern wird nun als sogenannte Hospitalisierungsrate als Leitindikator festgelegt. Diese wurde auf den derzeit nicht erreichten Wert von mehr als sechs festgelegt (aktuell 3,3), weshalb, so die Kreisverwaltung, auch für den Landkreis Verden die Warnstufe eins entfällt und die entsprechende Allgemeinverfügung vom 17. September mit sofortiger Wirkung aufgehoben wird.

Sollte die Hospitalisierungsrate überschritten werden, muss noch einer der bisherigen Indikatoren hinzukommen, bevor wieder eine Warnstufe in Kraft tritt: die als Inzidenz ablesbare Zahl der Neuinfizierten und die Belegung der Intensivbetten. Eine alleinige Kombination dieser beiden Indikatoren löst jedoch keine Warnstufe mehr aus. Die für ein „Frühwarnsystem“ immer noch wichtige Inzidenz beeinflusst jedoch weiter die Corona-bedingten Vorgaben, wenn sie wie derzeit im Landkreis Verden die Zahl 50 überschreitet. Unabhängig von den anderen Indikatoren gilt dann, dass nur geimpfte, genesene und getestete Menschen Zugang zu Veranstaltungen mit mehr als 25 Besuchern, zu Gastronomie, körpernahen Dienstleistungen und Sportstätten jeweils in geschlossenen Räumen (3G-Regel) haben.

Weitergehende Regelungen

Die geänderte Verordnung enthält nun auch weitergehende Regelungen hinsichtlich der Warnstufen zwei und drei. So gelten die 3G-Regelungen bei Warnstufe zwei und drei auch für Veranstaltungen, Sitzungen oder Zusammenkünfte unter freiem Himmel sowie für die Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel. Ab Warnstufe drei müssen Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, anstatt eines Schnelltests einen PCR-Test vorlegen.

Unabhängig vom Bestehen einer Warnstufe können Veranstalter, Betreiber einer Einrichtung sowie Gastronomen den Zutritt auf Besucher, einschließlich des Personals, beschränken, die geimpft oder genesen sind (2G-Regel). Hierbei gilt dann: Sobald die 2G-Regelung angewandt wird, brauchen die Gäste, Nutzer und Teilnehmer weder Masken tragen noch den Mindestabstand einhalten. Das Gleiche gilt für das Personal, sofern es geimpft oder genesen ist. Personal, das weder geimpft noch genesen ist, muss dann, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, mit einer FFP2-Maske arbeiten und sich täglich testen lassen.

Im Bereich der Gastronomie gilt nach Angaben des Landkreises ab Warnstufe eins, beziehungsweise bei einer andauernden Inzidenz über 50, dass der Zutritt zu den geschlossenen Räumen nur auf geimpfte, genesene und getestete Gäste und Personal beschränkt ist (3G). Bei Warnstufe zwei gilt für Innenräume bereits die Beschränkung auf geimpfte und genesene Gäste, einschließlich der dort arbeitenden Personen (2G), während im Außenbereich 3G anzuwenden ist. Bei Eintritt der Warnstufe drei gilt für den Innenbereich ebenfalls die 2G-Regelung und für den Außenbereich die 3G-Regelung – hier dann aber mit der Vorgabe, dass der Nachweis eines negativen Testergebnisses statt mit einem POC-Antigenschnelltest mit einem PCR-Test erfolgen muss.

Ausnahmen von 3G

Von den 3G-Regelungen ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Menschen, die ein ärztliches Attest vorlegen, dass sie sich aufgrund einer medizinischen Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen. Diese müssen dann jedoch ein negatives POC-Antigen-Schnelltestergebnis vorlegen. In Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars jedoch müssen unabhängig von einer Warnstufe auch Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, sofern sie überhaupt Zutritt haben, einen negativen Test vorlegen. Das gilt auch für alle Ungeimpften mit einem entsprechenden ärztlichen Attest. Hier ist dann ein POC-Antigen-Schnelltest ausreichend. Ab Warnstufe zwei ist in diesen Einrichtungen der Zutritt beschränkt auf Geimpfte und Genesene einschließlich des Personals (2G). Innerhalb der Warnstufe drei sind diese Einrichtungen geschlossen – nur im Außenbereich wäre ein Betrieb unter Anwendung der 2G-Regelung möglich.

Die Schülerinnen und Schüler in den ersten und zweiten Schuljahrgängen dürfen ab sofort in den Unterrichtsräumen die Maske abnehmen, wenn sie an ihrem Platz sitzen. Wiederkehrend wurde in der Verordnung mit aufgenommen, dass die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien an den ersten fünf Präsenz-Schultagen getestet werden. Die aktuelle Corona-Verordnung gilt bis zum 10. November.

Weitere Informationen zu den Regelungen der Verordnung sind auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-verden.de/coronaverordnungen abrufbar.

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