Harfenistin Assia Cunego gastiert bereits zum dritten Mal im Müllerhaus / Immer auf der Suche nach vergessenen Soloharfenstücken Die Klangfülle eines ganzen Orchesters

Kirchlinteln-Brunsbrock. Bereits zum dritten Mal hat am Freitag die in Italien geborene Harfenistin Assia Cunego ein Konzert im Müllerhaus gegeben. Sie bot anspruchsvollen Musikgenuss für Liebhaber der barocken und klassischen Musik. Viele Zuhörer freuten sich, dass sie nicht in die Konzertsäle einer Großstadt fahren müssen, wenn solche Konzerte im Müllerhaus geboten werden.
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Von Klaus Merkle

Kirchlinteln-Brunsbrock. Bereits zum dritten Mal hat am Freitag die in Italien geborene Harfenistin Assia Cunego ein Konzert im Müllerhaus gegeben. Sie bot anspruchsvollen Musikgenuss für Liebhaber der barocken und klassischen Musik. Viele Zuhörer freuten sich, dass sie nicht in die Konzertsäle einer Großstadt fahren müssen, wenn solche Konzerte im Müllerhaus geboten werden.

Dass mit einem Instrument die Klangfülle eines Orchesters nahezu nachgebildet werden kann, führte Cunego bei ihren lebhaften unterhaltsamen Erklärungen zwischen den einzelnen Stücken aus. Die besondere Konstruktion der Fußpedale macht es möglich, erlaubt das Spielen aller Tonarten und zaubert dadurch eine ungewöhnliche Klangfülle.

Mit 18 Jahren hatte Assia Cunego bereits ihre Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen. Seit 2005 gibt sie regelmäßig Meisterkurse für Harfenspieler in Holland und Deutschland. Dass sie ihr Musikinstrument meisterlich beherrscht, zeigte sie mit den Stücken der barocken und klassischen Musik. Es gab perlende Töne eines Glockenklanges, das Hämmern eines Pianos sowie leichtfüßige spanische und feurige mexikanische Gitarrenklänge.

Einen düsteren Klang mit harten, lauten Tönen gab es beim Stück von Hindemith, der diese Sonate 1939 komponierte und das Lebensgefühl dieser Zeit widerspiegelte. Wie Cunego an diesem Abend den Besuchern des Müllerhauses erklärte, ist sie verrückt danach, nach unbekannten Komponisten zu forschen, die für Harfen komponierten. Solche Soloharfenstücke gerieten sehr häufig in Vergessenheit.

Das Konzert am Freitag im Müllerhaus wird wahrscheinlich nicht das letzte gewesen sein, ist Marlies Meyer zuversichtlich. Die Frauenbeauftragte in Kirchlinteln pflegt die einen regen Kontakt mit der Künstlerin.

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