Theaterstück wird in der Lebenshilfe Verden aufgeführt / Thema ist die Schuld aus der Vergangenheit Die Reise nach Jerusalem

Verden. „Das Stück ist für uns eine Herzensangelegenheit und etwas ganz Besonderes, weil es in einer sensationellen Atmosphäre aufgeführt wird“, schwärmt Schauspielerin Birgit Scheibe. Unter der Regie von Hans König wird am Sonnabend, 22.
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Die Reise nach Jerusalem
Von Andreas Becker

Verden. „Das Stück ist für uns eine Herzensangelegenheit und etwas ganz Besonderes, weil es in einer sensationellen Atmosphäre aufgeführt wird“, schwärmt Schauspielerin Birgit Scheibe. Unter der Regie von Hans König wird am Sonnabend, 22. Oktober, ab 19.30 Uhr das Theaterstück „Die Reise nach Jerusalem“ einmal im Aller-Atelier der Lebenshilfe Verden, Am Allerufer 6, aufgeführt.

Birgit Scheibe, Julia Nehus und Christoph Plünneke sind derzeit auf Tournee mit dem Stück, das im vergangenen Sommer im Innenhof des Domherrenhaus uraufgeführt wurde. Im Oktober gastieren sie in der Shakespeare Company, und auch Hamburg wird im nächsten Jahr ein Spielort sein. Das Stück sei keine leichte Kost zur Unterhaltung, sondern ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur, sind sich die beiden Akteure einig. Das Stück handelt von drei Geschwistern, die sich nach langer Zeit anlässlich der Testamentseröffnung ihres Großvaters im Jahr 2015 wiedersehen. Ihnen wird eröffnet, dass der Antritt des Erbes an Bedingungen geknüpft ist. Den Grund hierfür gibt ein Koffer preis, dessen Inhalt mit Briefen und Tagebucheinträgen schonungslos das wahre Ausmaß der Verstrickungen ihres Großvaters in den Nationalsozialismus offenbart. Das Erbe, welches sie antreten sollen, setzt eine intensive Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte der Vergangenheit bis hinein in die Gegenwart und damit unweigerlich auch mit sich selbst in Gang, an deren Ende vielleicht eine gemeinsame Reise nach Jerusalem steht.

„Wir sind sehr gespannt, was die Thematik mit dem Publikum macht und auch mit uns als Akteuren. Was haben der zweite Weltkrieg und der Nationalsozialismus noch heute mit uns zu tun? Das Bühnenbild ist minimalistisch, dadurch kommen die Charakteren besonders zum Tragen, und auch für uns sind die Rollen sehr emotional, aus denen man nicht mal so eben rausschlüpfen kann,“ erklärt Julia Nehus. Atelier-Leiterin Antje Wehland-Radszuweit lädt nach der Aufführung alle anwesenden Gäste bei Snacks und Getränken ein, mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen und die Impulse und Anregungen in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Die Karten sind im Vorverkauf für 15 Euro unter 0 42 31/ 96 56 67 zu erwerben oder an der Abendkasse für 18 Euro.

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