Einweihung am Gemeinschaftshaus Drei Glocken für Scharnhorst

Verden-Scharnhorst. Fast 13 Jahre lang haben die Scharnhorster für ihn gekämpft, Anträge gestellt und Spenden gesammelt. Gestern konnte er endlich eingeweiht werden: der neue Glockenturm auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses.
05.09.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Julia Vogel

Verden-Scharnhorst. Fast 13 Jahre lang haben die Scharnhorster für ihn gekämpft, Anträge gestellt und Spenden gesammelt. Gestern konnte er endlich eingeweiht werden: der neue Glockenturm auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses.

Den Wunsch nach einem eigenen Glockenturm habe die Ortschaft aber schon viel länger gehabt, sagt der Scharnhorster Bürgermeister Rolf Urbanski, der seit 25 Jahren im Ortsrat tätig ist. "Seitdem kam die Idee immer mal wieder ins Gespräch, aber niemand hat etwas Konkretes unternommen", erinnert er sich. Erst 1998 ging Edeltraud Klaus zusammen mit der freien Wählergemeinschaft den ersten Schritt und stellte einen Antrag zur Errichtung des Glockenturms, der von den Ortsratmitgliedern einstimmig unterstützt wurde.

Auch die übrigen Scharnhorster schienen von der Idee begeistert, so dass eine Befragung unter den Bürgern einen 95-prozentigen Zuspruch ergab. So wurde 2003 eine Arbeitsgruppe gegründet, die für den Bau einen Zuschuss durch die Stadt Verden beantragte. "Leider wurde er nicht befürwortet", erzählt Urbanski. Zwei Jahre später sei ein neuer Versuch gestartet worden, woraufhin die Stadt der Arbeitsgruppe einen Etat von 10000 Euro gewährt habe.

Doch das meiste Geld kam durch Spenden zusammen. "Insgesamt kostet der Turm 45000 Euro", erklärt Urbanski. Vor fünf Jahren konnten die ersten beiden Glocken gekauft werden, und im Mai diesen Jahres hatte man genug Geld zusammen, um die dritte und letzte Glocke gießen zu lassen. "Wir konnten dabei zusehen, als sie gegossen wurde", sagt Frank Reinhardt, Vorsitzender des Scharnhorster Dorfvereins. "Immer, wenn wir die Glocken jetzt läuten hören, denken wir an dieses Erlebnis zurück."

Per Knopfdruck werden die Scharnhorster Glocken nun jeden Sonnabend um 18 Uhr zum Klingen gebracht, um das Wochenende einzuläuten. "Sie funktionieren mechanisch, man muss nicht an einem Seil ziehen", sagt Rolf Urbanski. Zu spät habe man bei der ersten Glocke gemerkt, dass sie nur für den Handbetrieb gemacht sei. Daraufhin ließ man sie einschmelzen und daraus eine neue erste Glocke für den Turm machen.

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