Maiklänge

Ein musikalischer Leckerbissen

Mit großen Schritten geht es auf die Maiklänge am Domgymnasium zu – das Organisatoren-Team des Kammermusikfest hat bereits viel Mühe in die Organisation gesteckt, damit alles am Maiklänge-Wochenende klappt.
02.04.2019, 16:51
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Von Lena Mysegades
Ein musikalischer Leckerbissen

Birgit Melsheimer (v.l.), Dorothea Blume, Iris Krüger, Kay Reinhardt, Renate Kracke und Dietrich Steincke freuen sich schon auf die Maiklänge.

Björn Hake

Verden. Wenn Musiker aus London auf Musiker aus Berlin treffen und wenn ein Violine-Talent aus Moskau einem Viola-Künstler aus München die Hände reicht, ist klar: Es ist wieder Zeit für die Maiklänge am Domgymnasium. Stattfinden wird das Kammermusikfest von Freitag, 24. Mai, bis Sonntag, 26. Mai. Bis dahin sind es zwar noch knapp zwei Monate, doch das Organisatoren-Team von der Schule ist bereits Feuer und Flamme. Einerseits, weil viele Karten für die Veranstaltung bereits verkauft sind, andererseits, weil in das Maiklänge-Wochenende extrem viel Gehirnschmalz und organisatorischer Aufwand investiert werden muss, wie das Team aus Musiklehrern verrät.

Glück gehabt also, dass keiner der sechs alleine da steht. Denn wie es in einer erfolgreichen Mannschaft immer der Fall ist, hat jeder der Lehrer ein ausgewiesenes Spezialgebiet. Kay Reinhardt ist nicht nur Schriftführer des Vereins Musik und Kultur, sondern ebenso für die Homepage des Musik-Festivals – maiklaenge.domgymnasium-verden.de – verantwortlich. Renate Kracke, die außer Musik noch Kunst unterrichtet, ist für die Öffentlichkeitsarbeit für die Maiklänge zuständig. Alle greifen sich unter die Arme. Iris Krüger, Musik- und Mathelehrerin, kennt sich mit der Logistik der Instrumente bei den Proben und den Konzerten aus. Die Position des Flügels müsse zum Beispiel beachtet werden und auch die Frage, ob ein extra Stuhl für den Noten-Blätterer da sein muss, sei wichtig, so Kracke. „Für dich als Mathematikerin ist diese Aufgabe doch ein Leckerbissen“, scherzen ihre Kollegen.

Dietrich Steinke, Vorsitzender des Vereins Musik und Kultur, sagt: „Das Alleinstellungsmerkmal der Maiklänge ist, dass trotz der hohen Professionalität der Konzerte eine so private Atmosphäre herrscht.“ Der bester Beweis dafür sei, dass in diesem dritten Jahr die Musiker mit „Kind und Kegel“ anreisen. Schließlich wollen es sich die Musiker auch „schön machen“ in der Allerstadt. Allesamt sind Bekannte und Freunde des Initiators des Kammermusikfestes, Nabil Shehata. Bei den Proben verstehen sie sich nach Angaben der Lehrkräfte „ohne Worte“. Daher sei es für die Schüler immer ein großes Privileg, die Musiker proben zu sehen. Ein weiteres Privileg seien zudem die Meisterkurse für Fortgeschrittene. Diese sind für Instrumentalisten konzipiert, die im Verhältnis zum Alter bereits ein hohes Niveau auf ihrem Instrument haben.

Einige der Musiker, die dieses Jahr an den Konzerten beteiligt sind, bieten am Donnerstag oder Freitag (23. oder 24. Mai) im Gymnasium einstündige Kurse an. Für jeden Teilnehmer steht ein zeitlicher Rahmen von 20 bis 30 Minuten zur Verfügung. Dabei stehen die folgenden Instrumente zur Auswahl. Natalia Lomeiko ist an der Violine, Hartmut Rode gibt Unterricht an der Bratsche und Tim Park am Violoncello, Nabil Shehata wiederum ist für die Kontrabass-Spieler da. Und auch Pianisten können mit einem vorbereiteten Stück zu José Gallardo kommen. Die Altersgrenze für Bewerber liegt bei 25 Jahren. Bewerbungsschluss ist der heutige 3. April.

Für das Eröffnungskonzert „Offene Zweierbeziehungen“ am Freitag, 24. Mai, mit Kompositionen von Mozart, Clara Schumann und Johannes Brahms sind die Karten ausverkauft. Am zweiten Veranstaltungstag wartet eine festliche Soirée auf die Konzertgänger. „Selige Sehnsucht“ betitelten die Organisatoren diese. Das Abschlusskonzert sowie eine Matinée findet dann am Sonntag, 26. Mai, statt. Es stehen dann ein Duett von Gioacchino Rossini, der Piccolo Valzer von Puccini, einem Klarinettentrio von Nino Rota, das Gran Quintetto des Komponisten Giovanni Bottesini sowie Hugo Wolfs Italienische Serenade auf dem Programm am Vormittag. Für den Sonnabend sowie den Sonntag sind noch Karten im Vorverkauf verfügbar. Diese sind bei der Tourist-Information, im Domgymnasium und auf der Website erhältlich.

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