Kirchlinteln-Brunsbrock Elfte Kunstausstellung der Schule am Lindhoop

Kirchlinteln-Brunsbrock. Alle Preise der elften Kunstausstellung des Kirchlintler Schulzentrums 'Schule am Lindhoop' wurden von den Schülerinnen eingeheimst. Nicht ein Junge hatte es mit seiner Arbeit geschafft, zu den Preisträgern zu gehören.
10.08.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Hermann Meyer

Kirchlinteln-Brunsbrock. Alle Preise der elften Kunstausstellung des Kirchlintler Schulzentrums 'Schule am Lindhoop' wurden von den Schülerinnen eingeheimst. Nicht ein Junge hatte es mit seiner Arbeit geschafft, zu den Preisträgern zu gehören. Gewonnen haben Marie-Luise Bartsch mit dem Bild 'Fabelwesen der Traumwelt', Natalia Janette Miesner ('Das Entenkorbschiff') und Jenny van Heyningen ('Noch Fragen!?').

Sie können sich über einen Geldpreis vom Schulförderverein von je 25 Euro freuen. Zum ersten Mal musste der Publikumspreis geteilt werden, so Michael Rudek, Fachleiter im Fachbereich Kunst. Die Besucher der Eröffnungsfeier gaben den Kunstarbeiten von Anneke Bäuerle ('Vogel im Urwald') und Daniela Matthiessen ('Winterabend') gleich viele Stimmen.

Insgesamt nahmen 51 Kinder an dieser schulinternen Ausstellung teil, 38 Mädchen und 13 Jungen, die zum Teil gemeinsam an einem Kunstwerk arbeiteten. 41 Kunstarbeiten von über 300 eingereichten wurden am vergangenen Sonntag im Müllerhaus an der Schmomühle der Öffentlichkeit präsentiert und können dort noch bis zum 29. August jeden Sonntag zwischen 14.30 und 17 Uhr besichtigt und auch erworben werden.

Neben vielen Eltern waren auch ein gutes Dutzend Lehrkräfte und Bürgermeister Wolfgang Rodewald unter den interessierten Besuchern. Sie sahen Kunstarbeiten, von denen im Vorfeld begeisterte Gäste sagten, "dass Schüler so was malen können". Ein großes Lob verteilte in ihrer Begrüßung Renate Bormann-Klenke vom Kulturverein Müllerhaus an die Schüler und auch an die Lehrer.

Gutes Selbstwertgefühl

Nach den Worten von Schulleiter Reinhard Ries gehöre die Schule zur Gemeinde, 'mit allem was da geschieht, nicht nur Mathe und Physik, sondern auch die vielfältige künstlerische Seite'. Michael Rudek sprach von Superarbeiten, von denen sich die Schüler zwar nichts kaufen könnten, die aber doch ein gutes Selbstwertgefühl geben würden, und allein 'das ist eine gute Sache'. 'Nur ganz wenig Bilder hängen im Müllerhaus, die in den 1000er-Bereich gehen', meinte Rudek schmunzelnd.

Was sicherlich nicht ganz ernst gemeint war, denn die Verkaufspreise reichten von acht bis achtzig Euro. Einige Kunstwerke wurden spontan von den Anwesenden erworben und erhielten darum einen roten Punkt aufgeklebt. Die in Zusammenarbeit zwischen Kindern der Lebenshilfe und einer sechsten Klasse des Schulzentrums entstandene Installation gegen Rechtsradikalismus 'gebe der Würde des Menschen einen neuen Stellenwert', so Renate Bormann-Klenke.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+