Feuerwehrhaus

Es wird wieder gearbeitet

Nach langer Pause haben die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt der Schwerpunktfeuerwehr Verden in der Lindhooper Straße wieder begonnen. Auch andere Großprojekte machen Fortschritte.
20.04.2021, 17:00
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Es wird wieder gearbeitet
Von Andreas Becker
Es wird wieder gearbeitet

Der zweite Bauabschnitt der Schwerpunktfeuerwehr Verden ist in Arbeit. Dabei entsteht eine Werkstatt- und Waschhalle.

Björn Hake

Die lange Pause ist zuende. Etwa ein Jahr ruhten die Arbeiten am Neubau der Schwerpunktfeuerwehr in der Lindhooper Straße, seit Anfang April wird dort der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen. „Dort wird gerade das Erdgeschoss betoniert“, sagt Wolfgang Tobias, Leiter Hochbau im Rathaus Verden. Andere größere Bauprojekte in der Stadt Verden machen wie geplant Fortschritte - der Corona-Pandemie zum Trotz.

Wie berichtet, gab es beim Neubau der Schwerpunktfeuerwehr einige Verzögerungen, die sich laut Tobias auf etwa ein Jahr Stillstand summieren. „Dieser Stillstand lag an mehreren Dingen. Wir mussten dem Rohbau-Unternehmen kündigen, weil die Firma sechs Monate Verzögerung verursacht hat“, sagt Tobias. Das folgende juristische Scharmützel und die Erstellung der Schlussrechnung habe entsprechend lange gedauert. „Wir mussten das ja auch bei den Kosten auf die Reihe kriegen“, sagt er. Das gekündigte Unternehmen habe den ersten Bauabschnitt der Schwerpunkt-Feuerwehr nicht fertiggestellt. „Zielsetzung war März, was aber nicht eingehalten wurde. Also mussten wir die Restarbeiten von einer anderen Firma abschließen lassen“, erzählt der Hochbau-Leiter.

Die Auswahl des ersten Bauunternehmens sei im Nachhinein ärgerlich, aber nicht vermeidbar gewesen. „Wir sind durch das Vergaberecht gebunden und müssen bei Projekten der öffentlichen Hand den günstigsten Anbieter nehmen“, schildert Tobias die Hintergründe. Wegen der schlechten Erfahrungen habe die Stadt bei einem anderen Bauvorhaben juristisch verhindern können, dass die Firma wieder zum Zuge gekommen sei. Die verlorenen sechs Monate seien jedenfalls nicht mehr aufholbar. „Durch den Wechsel des Unternehmens hat die Verwaltung außerdem mehr Arbeit gehabt“, erzählt er.

Baufortschritt bei der Feuerwehr in Verden

Der erste Abschnitt mit der Fahrzeughalle ist seit 2019 fertig.

Foto: Björn Hake

Mittlerweile hat ein Verdener Bauunternehmen den zweiten Bauabschnitt übernommen. Mit deren Arbeit sei die Stadt sehr zufrieden, so Tobias. Zumal es zurzeit schwierig sei, überhaupt ein Bauunternehmen zu finden, das größere Aufträge annehmen könne. Im Zuge des zweiten Abschnitts wird je eine Werkstatt- und Waschhalle errichtet, insgesamt etwa 700 Quadratmeter. Außerdem sollen auf dem Gelände drei zusätzliche Stellplätze entstehen. Der Hochbau-Leiter geht zurzeit davon aus, dass der Termin für die Fertigstellung im kommenden Dezember gehalten werden kann. „Das ist der Plan, und wenn nichts passiert, klappt das“, betont Wolfgang Tobias. Damit soll das Großprojekt abgeschlossen sein. „2017 haben wir mit den Arbeiten angefangen, 2019 war der erste Bauabschnitt fertig“, erinnert sich Tobias. Aktuell wird der Kostenrahmen für den Neubau nach seinen Angaben eingehalten, er ist auf acht Millionen Euro gedeckelt.

Ein Ende ist auch bei der Sanierung des Gebäudes Allerufer 8 abzusehen. Dort soll, wie berichtet, die Staatsanwaltschaft Verden einziehen. „Der Umbau verläuft nach Plan. Im Dezember, spätestens im Januar 2022 ist alles fertig“, kündigt Wolfgang Tobias an. Die inneren Gründungsarbeiten im ehemaligen Meyer-Verden-Gebäude sind laut Verwaltung abgeschlossen, auch der Hochwasserschutz an dem Bau ist fertig.

„Auf der Zielgeraden“ ist auch die gemeinsame Erweiterung von Grundschule und Kita in Walle, wie Tobias sagt. Mittlerweile ist der Holzrahmenbau für den ersten Teilbereich fertiggestellt. Der Holzrahmenbau für den zweiten Bauabschnitt wurde gerichtet. „Der Innenausbau im Schultrakt hat gerade begonnen, der Ausbau in der Kita ist schon weiter gediehen. Wir liegen im Plan“, erzählt Tobias. Dort sind Estrich und Fußbodenheizung bereits fertig. Fertig wird der Erweiterungsbau nach den aktuellen Planungen rechtzeitig zum Schuljahr 2021/22. Sofern es keine Verzögerungen gibt, rechnet die Stadt zum 2. August mit dem Abschluss der Bauarbeiten und dem Einzug. Letzte Arbeiten in den Außenanlagen dürften bis Mitte Oktober andauern.

Eine Mensa, die auch Platz für Veranstaltungen bieten soll, zwei zusätzliche Klassenräume sowie ein zusätzlicher Krippenraum sollen auf dieser Fläche Platz finden, so die Planung. Im Mensa- und Mehrzweckbereich entsteht zudem eine Ausgabeküche, die neben der Grundschule im Ganztagsbetrieb auch die benachbarte Kindertagesstätte versorgt. Das Essen wird nicht selbst gekocht, sondern angeliefert. Platz soll für etwa 80 Mädchen und Jungen sein, die in zwei Schichten essen können. Neben einer Schülerküche hält der Neubau auch weitere notwendige Funktionsräume bereit. Sowohl die Schul- als auch die Kita-Kinder können sich zudem auf neu gestaltete Außenflächen mit diversen Spielmöglichkeiten freuen. Die Gesamtinvestitionen liegen bei 4,15 Millionen Euro.

Die Schul- und Kita-Erweiterung wird in diesem Jahr fertig, das heißt aber nicht, dass die Stadt in Walle nicht mehr baut. Mit dem neuen Feuerwehrhaus soll möglichst noch in diesem Jahr begonnen werden. „Der Stadtrat soll den Baubeschluss im Mai fassen. Wenn alles glatt geht, können wir noch im Herbst starten“, hofft Tobias. Wie er sagt, ist der neue Vorentwurf der Architekten abgeschlossen. Zurzeit wird die Planung weiter vorangetrieben, um den Bauantrag zügig einreichen zu können.

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