Etwa jeder sechste Achimer wird wohl vor dem 11. September sein Kreuz machen Flexibles Wählen

Achim. Der Wahlsonntag ist für einige Menschen etwas ganz Besonderes. Einige machen sich sogar eigens chic, bevor sie das Haus verlassen, um wählen zu gehen.
11.08.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Tina Hayessen

Achim. Der Wahlsonntag ist für einige Menschen etwas ganz Besonderes. Einige machen sich sogar eigens chic, bevor sie das Haus verlassen, um wählen zu gehen. Das wird wohl auch am 11. September so sein, wenn neu über den Achimer Stadtrat abgestimmt wird. Andere lassen es lässiger und vor allem flexibler angehen. Die Briefwahl mausert sich zum Dauertrend. Schon bald bekommen die Achimer ihre Wahlbenachrichtigungskarten und können loslegen.

„Gestern Nachmittag haben wir die Stimmzettel bekommen“, erklärt Claudia von Kiedrowski, die für die Verwaltung zusammen mit Holger Vasmer die Wahl in Achim betreut. Immer wieder gebe es beunruhigte Nachfragen, ob und wann denn endlich eine Briefwahl möglich ist. Man versuche, das immer schnellstmöglich zu erledigen, doch bis vor Kurzem war nicht einmal abschließend klar, wer am 11. September gewählt werden darf. „Alle Bemühung nützt nichts, wenn wir keine Stimmzettel haben“, unterstreicht von Kiedrowksi. Nun sind sie aber da, bis zum 19. August soll auch der letzte Achimer Wahlberechtigte seine Benachrichtigungskarte haben.

Sobald sie im Briefkasten liegt, kann es schon losgehen – wenn man denn per Briefwahl über seine politischen Vertreter abstimmen möchte. Und das wollen immer mehr, haben die beiden Rathausmitarbeiter beobachtet. „Die Zahl ist von Jahr zu Jahr gestiegen“, berichtet von Kiedrowksi und Vasmer ergänzt: „Wir rechnen diesmal mit etwa 4000 Briefwählern.“

„Inzwischen braucht man keinen Grund mehr, um Briefwahl zu beantragen“, liefert von Kiedrowksi eine mögliche Erklärung dafür, dass immer mehr Achimer lieber ihr heimisches Wohnzimmer oder die Küche zum Wahllokal erklären. Wer zu Hause abstimmen möchte, kann das persönlich im Rathaus, per Internet oder schriftlich beantragen. Telefonisch ist das nicht möglich, betont Vasmer, das habe rechtliche Gründe. Im Internet unter www.achim.de ist der passende Link zum Antrag zu finden. Letztlich bekommt man die Unterlagen zugeschickt, füllt sie aus und schickt sie – portofrei – an die angegebene Adresse.

Wer allerdings lieber auswärts wählt oder die Hilfe im Wahlbüro schätzt, kann das in Raum 150 im ersten Obergeschoss des Rathauses tun. Die Öffnungszeiten sind wie beim Bürgerbüro: Montag und Mittwoch, 8 bis 15 Uhr; Dienstag und Donnerstag, 8 bis 18 Uhr; Freitag, 8 bis 13 Uhr; Sonnabend 9 bis 12 Uhr. Wer die Unterlagen bereits zu Hause ausfülle, betont von Kiedrowksi, erspare sich und den anderen Wählern Wartezeit. Gerade in den nächsten zwei bis drei Wochen rechnet sie mit einem richtigen Lauf auf das Wahlbüro. Briefwähler seien erfahrungsgemäß früh dran.

Wer sich etwas mehr Zeit lässt und letztlich ein wenig spät dran sein sollte, solle aber nicht mit den ausgefüllten Briefwahlunterlagen ins zuständige Wahllokal kommen, betonen die Stadtmitarbeiter. Denn einmal beantragt, könne man nicht mehr von der Briefwahl zur normalen Wahl wechseln. Stattdessen sollten sie den Umschlag im Rathaus abgeben. Um 18 Uhr, wenn offiziell die Auszählung beginnt, würde man eigens noch einmal den Briefkasten des Hauses leeren – für den Fall, dass ein Nachzügler noch kurz vor Schluss den Umschlag eingeworfen hat.

Bleibt jemand – ohne nachvollziehen zu können, warum – bis zum 19. August ohne Benachrichtigungskarte, kann er das Wählerverzeichnis zwischen 22. und 26. August im Bürgerbüro einsehen und schauen, ob er darin vermerkt ist. Dass das jemand nutzt, hält von Kiedrowksi aber für unwahrscheinlich: „Ich wüsste nicht, dass das schon mal jemand gemacht hat in meiner Zeit hier.“

Die Mehrheit wählt allerdings noch ganz klassisch im Wahllokal. Von Kiedrowksi erinnert noch einmal daran, dass sich für Wähler aus Embsen und Badenermoor etwas ändert. Im Wahlbezirk 27 geht es am 11. September nicht mehr ins Dorfgemeinschaftshaus, sondern in das Haus des Schützenvereins. Der Wahlbezirk 34 wählt nicht mehr in der Roedenbeckklause, sondern im Wachtelkönig.

Damit die Wahl problemlos klappt, sucht die Stadt noch immer nach Wahlhelfern. Wer Interesse hat, im Sinne der Demokratie dieses Ehrenamt zu übernehmen, meldet sich per E-Mail unter wahlen@stadt.achim.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0 42 02 / 9 16 01 81.

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