Geflügelpest Teile des Landkreises Verden nun Überwachungszone

Zwar ist der Landkreis Verden nicht direkt betroffen, dennoch gilt oberste Vorsicht. Wegen der Geflügelpest sind Teile des Landkreises Verden nun zur Schutz- und Überwachungszone erklärt worden.
12.11.2021, 17:03
Lesedauer: 2 Min
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Teile des Landkreises Verden nun Überwachungszone
Von Onno Kutscher

In der Gemeinde Hilgermissen im Landkreis Nienburg ist am Freitag in einem Putenmastbetrieb mit 9900 Puten der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Das hat der Landkreis Verden mitgeteilt und nun reagiert: Durch die geografische Nähe des Ausbruchsbetriebes zum Gebiet des Landkreises Verden hat der hiesige Veterinärdienst zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest auch für sein Gebiet Restriktionsgebiete festgelegt. Rund um den Betrieb wurden eine Schutz- und eine Überwachungszone ausgewiesen. Eine entsprechende Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung wurde vom Landkreis Verden am 12. November erlassen und tritt am Sonnabend, 13. November, in Kraft.

Die Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb umfasst neben der Ortschaft Barme auch den südwestlichen Zipfel der Ortschaft Dörverden. Der genaue Grenzverlauf der Schutzzone ist der Allgemeinverfügung zu entnehmen. Diese ist auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-verden.de abrufbar.

Die Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb erstreckt sich über fast die gesamte Gemeinde Dörverden sowie in nördlicher Richtung entlang einer Linie von Einste über Blender bis Hönisch, am südlichen Stadtrand von Verden vorbei bis östlich der Aller entlang der Ortschaften Luttum, Hohenaverbergen und Otersen.

In der Schutz- und Überwachungszone liegen im Landkreis Verden rund 186 Geflügelhaltungen mit einem Gesamtbestand von rund 63.000 Tieren. Sie alle unterliegen der amtlichen Beobachtung. Für die Betriebe gelten eine strenge Aufstallungs- und Abschirmungspflicht des gehaltenen Geflügels. Darüber hinaus sind die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu zählen insbesondere eine strikte Trennung von Straßen- und Stallkleidung und die Hände- und Schuhdesinfektion.

Geflügeltransporte in diesem Bereich sind verboten. Auffällige Tierverluste und Krankheitsfälle beim Geflügel sind dem Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden unter der Telefonnummer 0 42 31 / 1 57 70 oder per E-Mail an veterinaerdienst@landkreis-verden.de zu melden.

Die Veterinärbehörde weist zudem darauf hin, dass sämtliche Geflügelhaltungen der zuständigen Behörde angezeigt werden müssen. Wer dies bisher noch nicht gemacht hat und über keine Registriernummer für seinen Geflügelbestand verfügt, sollte die Anzeige über das Veterinäramt unverzüglich nachholen.

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