Strecke vom Bahnhof Achim bis Hasseler Straße Bahn beschneidet und fällt 650 Bäume

Um die Verkehrssicherheit an der Bahnstrecke in Achim weiter gewährleisten zu können, will die Deutsche Bahn 650 Bäume entlang der Strecke vom Bahnhof Achim bis zur Hasseler Straße beschneiden und fällen.
06.01.2022, 15:01
Lesedauer: 2 Min
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Bahn beschneidet und fällt 650 Bäume
Von Elina Hoepken

Wann immer in Achim ein oder sogar gleich mehrere städtische Bäume gefällt werden müssen, wird das von einigen Bewohnern in der Stadt mit Argusaugen beobachtet. Der Schutz der Bäume liegt vielen Menschen hier sehr am Herzen. Die Verwaltung weiß das und informiert – um Unmut zu vermeiden – deshalb mittlerweile regelmäßig, wann immer solche Arbeiten anstehen. Und genau das ist nun wieder der Fall. 650 Bäumen stehen dieses Mal auf der Agenda. Sie befinden sich im Bahnböschungsbereich entlang der Strecke vom Bahnhof Achim bis zur Höhe Hasseler Straße/Holzbrücke und müssen beschnitten und gefällt werden.

326 der insgesamt 650 Bäume fallen unter den Schutz der Baumschutzsatzung. Aus diesem Grund hatte die Deutsche Bahn (DB) bei der Stadt eine Befreiung von eben jener beantragt, um weiterhin die Verkehrssicherheit im Bahnverkehr gewährleisten zu können. "Die Bahn hat uns dargelegt, dass die entlang der Bahntrasse vorhandene Vegetation betriebsgefährdend sei, weil Bäume und Äste bereits die verbindlichen Schutzabstände zu elektrischen Anlagen im Eisenbahnverkehr unterschreiten", erklärt Heiko Haase vom Grundstücks- und Gebäudeservice der Stadt Achim. Diese hat nach einer Prüfung kurz vor Weihnachten die Ausnahmegenehmigung erteilt.

Arbeiten dauern bis zu vier Wochen

Die Arbeiten sollen nach Angaben der Deutschen Bahn frühestens am Montag, 17. Januar, beginnen und etwa drei bis vier Wochen dauern. Zunächst werden die Bäume auf der Seite der Straße An der Eisenbahn gefällt und geschnitten. Das habe zur Folge, dass die Straße teilweise für die Dauer der Arbeiten gesperrt werden muss. Im Oktober dieses Jahres sollen dann die Vegetationsarbeiten auf der anderen Seite der Schienen erfolgen, wofür die Bahnstrecke gesperrt werden muss.

Vor Beginn der Arbeiten sollen nach Zusage der Bahn noch etwaige Fledermaushöhlen kontrolliert werden. Darüber hinaus wolle man auch wegen der dort im Bereich nistenden Saatkrähen tätig werden. "Die Bahn wird insgesamt 30 Saatkrähennester umsiedeln, dafür liegt der DB eine Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreis Verden vor", weiß Heiko Haase. Ebenfalls wurde der Bahn nach eigenen Angaben eine Genehmigung zur späteren Umsiedlung von weiteren 32 Krähennestern in Aussicht gestellt, die sich auf der anderen Seite der Schienen befinden. Die gesamte Maßnahme wird durchgängig von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Verden und von der Stadt Achim begleitet.

Ausgleichspflanzungen geplant

Dazu gehören auch die Ausgleichspflanzungen, zu denen die Bahn verpflichtet ist. Wie Heiko Haase schildert, hat die Stadt angeordnet, dass 80 Obstbäume, 700 laufende Meter Weißdorn-Hecken und 3500 Sträucher diverser Gattung nachzupflanzen sind. Die jeweiligen Standorte der Ausgleichspflanzungen wurden in Zusammenarbeit mit der DB festgelegt und befinden sich im direkten Bereich der Vegetationsarbeiten und im unmittelbaren Umfeld entlang der Bahnstrecke.

Weitere kleinere Pflegemaßnahmen, mit denen die Verkehrssicherheit an der Bahnstrecke gewährleistet bleiben soll, wird es laut der Stadt zudem im Bereich des Bahnhofs Baden bis zum Gewerbepark Uesen/Zum Ueser Schafkoven und im Bereich Steubenallee/Solarpark geben.

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