Erhöhung in Achim ist politisch gewollt

Abwassergebühren steigen ab 2019

Keine Einwände, keine Fragen: Der Betriebsausschuss hat einstimmig die neuen Satzungen für die Abwasserbeseitigung beschlossen, durch die die meisten Gebühren steigen. Das Okay des Rates gilt als Formsache.
28.11.2018, 17:27
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Abwassergebühren steigen ab 2019
Von Kai Purschke
Abwassergebühren steigen ab 2019

Symbolfoto.

Björn Hake

Die Abwassergebühren in Achim werden mit Beginn des neuen Jahres angehoben. Der dafür notwendige Satzungsbeschluss des Stadtrates soll zwar erst am 18. Dezember fallen, der Betriebsausschuss des städtischen Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung hat am Dienstagabend allerdings einstimmig die Erhöhung beschlossen. Da die Ausschussmitglieder zu der Gebührenkalkulation für die nächsten beiden Jahre – und rückwirkend für 2018 – keine einzige Frage hatten, gilt der Ratsbeschluss als sicher.

Wie berichtet, zahlen die Haushalte dann fürs Schmutzwasser 2,64 Euro statt wie bisher 2,40 Euro und auch die Gebühr für die Beseitigung von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen wird von 29,60 Euro auf 50,40 Euro je Kubikmeter erhöht sowie die Gebühr für die Beseitigung von Schmutzwasser aus abflusslosen Sammelgruben von 18,70 Euro auf 37,70 Euro pro Kubikmeter. Dagegen soll die Niederschlagswassergebühr von derzeit 85 Cent auf 58 Cent pro Quadratmeter Bemessungsfläche sinken. Laut Betriebsleiter Uwe Schmoecker erzeugt ein Achimer Bürger im Schnitt pro Jahr 45 Kubikmeter Schmutzwasser und zahlt dafür bisher rund 108 Euro. Nach der Erhöhung würde diese Jahresgebühr im Schnitt auf rund 119 Euro ansteigen.

Die Stadt Achim will künftig anders kalkulieren und zwar für drei Jahre. Bisher hatte sie das jeweils für ein Jahr gemacht und daher jahrelang fehlerhafte Bescheide verschickt. Wegen der neuen Satzung hatte ein Bürger bereits der Stadt Achim eine Klage im neuen Jahr angedroht (wir berichteten).

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