Handball-Oberliga

Achim/Baden: Es wird allmählich Zeit

Die SG Achim/Baden sollte die ersten Punkte holen, damit der Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen nicht abreißt. Die nächste Chance auf den ersten Sieg hat das Team am Sonnabend gegen den VfL Fredenbeck.
31.10.2019, 14:47
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Achim/Baden: Es wird allmählich Zeit
Von Florian Cordes
Achim/Baden: Es wird allmählich Zeit

Joost Windßus und die SG Achim/Baden empfangen den VfL Fredenbeck.

Björn Hake

Baron Münchhausen hat sich und sein Pferd selbst am Schopf aus dem Sumpf gezogen. Diese Geschichte ist berühmt, aber ebenso unwahr. Sie kann aber auch sinnbildlich für eine schwierige Situation stehen, aus der sich selbst befreit werden muss. So schwierig sie auch sein mag. Und eben in solch einer Situation steckt momentan die SG Achim/Baden. Nach sechs Spieltagen steht das Team auf dem letzten Tabellenplatz der Handball-Oberliga Nordsee – mit 0:12 Punkten. Sich aus dieser Lage zu befreien, wird für die SG keine einfache Aufgabe. Zumal der kommende Gegner einen großen Namen trägt und die Achimer erneut in einer Außenseiterrolle stecken: Am Sonnabend (Anpfiff um 19 Uhr) trifft das Oberliga-Schlusslicht in der Achimer Gymnasiumhalle auf den ehemaligen Bundesligisten VfL Fredenbeck.

Um bei Münchhausen zu bleiben: Der Baron steckte in seiner Erzählung bis zum Hals im Morast. So schlimm ist es bei der SG Achim/Baden nicht – noch nicht. Die Kontrahenten in der unteren Region des Tableaus sind dem Team von SG-Trainer Tobias Naumann noch nicht enteilt. Es ist unter anderem dieser Aspekt, der dem Coach Mut macht und nicht zu schwarz sehen lässt. Aber bereits nach der Niederlage vom vergangenen Wochenende bei der SG VTB/Altjührden sagte Tobias Naumann, dass dieser Aspekt alles andere als beruhigend sei. Sein Team müsse nun allmählich Punkte sammeln, denn irgendwann würde die Konkurrenz dann doch enteilen.

An dieser Einstellung hat sich bei Naumann vor dem Heimspiel gegen den Traditionsklub aus Fredenbeck nichts verändert. Ein Sieg würde der SG aber nicht nur wegen der Tabellensituation guttun, sondern auch, um mal wieder das Gefühl des Gewinnens zu spüren. „Dieser Tag wird auch kommen und ist nicht allzu weit entfernt“, sagt Naumann vor dem Duell mit dem VfL, für den er einst als Handballer aktiv war. Ob es am Sonnabend soweit ist, müsse laut Tobias Naumann keineswegs bezweifelt werden. „Wobei Fredenbeck der Favorit ist. Es ist für uns aber auch das vorerst letzte Spiel, in dem wir klarer Außenseiter sind.“

Der Coach der SG Achim/Baden spielt damit auf die drei weiteren Partien im November. Denn nach der Partie gegen Fredenbeck heißen die Aufgaben SV Beckdorf, Elsflether TB und HSG Barnstorf/Diepholz. Dieses Trio gehört zu den Mannschaften, die der Spielgemeinschaft noch nicht enteilt sind.

Der Fokus liegt aktuell allerdings nur auf dem VfL Fredenbeck. Naumann ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Bei uns muss wirklich alles passen. Wir müssen einen Sahnetag erwischen und Fredenbeck schwächeln.“ Mutlos geht der Coach aber nicht in die Partie. „Auch in Varel haben wir das Handballspielen nicht komplett eingestellt. Hätten ein paar Sachen besser funktioniert, sind wir da nahe am Punktgewinn dran. Leider fehlen uns diese Dinge momentan aber.“ Trotz des völlig misslungenen Saisonstarts müsse es seiner Sieben gelingen, mit Selbstvertrauen gegen den VfL Fredenbeck aufzulaufen. „Es ist nicht einfach, aus unserer Situation Selbstvertrauen zu ziehen. Aber die Jungs müssen optimistisch sein und an sich glauben. Wir dürfen nicht den Kopf verlieren. Unsere jüngsten Ergebnisse sprechen dafür, dass wir schon bald ein Erfolgserlebnis einfahren“, findet Naumann. Deutlich verloren die Achimer in der Tat nur die beiden Auftaktspiele gegen die TSG Hatten-Sandkrug und den ATSV Habenhausen.

Mut macht Naumann darüber hinaus, dass in der Oberliga Nordsee immer wieder Überraschungen zu beobachten sind. So auch am vergangenen Spieltag, als Barnstorf den Titelkandidaten aus Habenhausen mit 30:21 besiegt hat. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, das ist keine Phrase“, sagt Tobias Naumann.

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