Rollstuhlbasketball

Achim Lions erklimmen die Tabellenspitze

Die Achim Lions haben am zweiten Spieltag den amtierenden Meister, die Kieler Wheeler, und das Team Germany-Osnabrück geschlagen und damit die Tabellenspitze in der Regionalliga Nord erklommen.
16.10.2019, 12:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Achimer Kurier
Achim Lions erklimmen die Tabellenspitze

Die Achim Lions um Nicolas Röger (re.) haben einen erfolgreichen zweiten Spieltag hinter sich. Durch die Erfolge gegen die Kieler Wheeler und das Team Germany-Osnabrück sind die Rollstuhlbasketballer nun Spitzenreiter.

Björn Hake

Vier Siege aus vier Spielen und somit Tabellenführer der Regionalliga Nord – so lautet die überaus positive Bilanz der Achimer Rollstuhlbasketballer aus den ersten Saisonbegegnungen. Doch ähnlich wie am ersten Spieltag mussten sich die Korbjäger wieder durch zwei enge Partien kämpfen. Besonders der Gastgeber und amtierende Meister Kieler Wheeler hatte die Lions nach einer deutlichen Halbzeitführung am Rande einer Niederlage. Durch eine Energieleistung im zweiten Durchgang drehten die Lions die Partie noch in einen 43:40-Sieg. Direkt zuvor gab es – ebenfalls nach anfänglichem Rückstand – einen 52:43-Erfolg gegen die Damen des Team Germany-Osnabrück.

„Das war wieder ein ähnlicher Krimi wie vor zwei Wochen gegen Rostock/Stralsund. Anscheinend müssen wir immer erst deutlich zurückliegen, bevor wir den Kampf annehmen. Gegen Kiel haben wir uns zudem durch äußerst fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter völlig aus dem Konzept bringen lassen, das darf uns so nicht passieren“, war Spielertrainer Nico Röger nach dem Abpfiff erleichtert. „Unterm Strich haben wir bisher das Optimum an Punkten mitgenommen, das war vorher nicht unbedingt zu erwarten. Begeistert bin ich wirklich auch wieder von der Unterstützung unserer Bank sowie unseren mitgereisten Anhängern, die haben uns pausenlos angefeuert und zum Sieg gepusht.“

Dabei ging es gegen den Gastgeber richtig gut los. Nach sechs Minuten führten die Weserstädter mit 12:4 und hatten die Partie im Griff. Dem ersatzgeschwächten Kontrahenten hingegen fehlte unter anderem ihr absoluter Topscorer, was den Lions in die Karten spielte. Was nun aber folgte, war eigentlich unerklärlich. Kiel kam wieder heran und die Achimer Rollis kämpften mehr mit dem Schiedsrichtergespann und deren offensichtlichen Fehlentscheidungen als gegen den Gegner. Die Wheeler nutzten dies geschickt aus, legten bis zur 14. Minute einen 21:2-Lauf hin und bauten diesen zu einer 27:18-Halbzeitführung aus. In der Pause gelang es den Lions, sich zu sammeln und den Fokus wieder auf das eigentliche Spiel zu legen. Durch ein hochkonzentriertes drittes Viertel mit starker Defense (14:5) wurde der Rückstand wettgemacht. Mit 32:32 ging es in den finalen Abschnitt, in dem sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Auf den Kieler 40:39-Vorsprung in der 38. Minute antwortete Achim mit zwei erfolgreichen Würfen und fuhr so den letztendlich nicht unverdienten 43:40-Sieg ein.

In ihrer ersten Partie des Tages trafen die Achim Lions zuvor auf das Team Germany-Osnabrück, eine norddeutsche Auswahl aus aktuellen und möglicherweise kommenden Nationalspielerinnen, die zu Trainingszwecken und außerhalb der Wertung am Spielbetrieb teilnimmt. Für die Lions war das eine gute Möglichkeit, viel durchzuwechseln und neue Formationen auszuprobieren. Wie schon gewohnt, gaben die Achimer das erste Viertel ab (8:15). Erst in der 19. Minute gelang die erstmalige Führung, mit 29:25 ging es dann in die Halbzeit. 38:31 hieß es zu Beginn des letzten Viertels, in dem die stark auftretenden Damen, die auch schon das Kieler Team vor arge Probleme gestellt hatten, noch einmal bis auf einen Punkt herankamen. Durch eine erneute Rotation machten die Achimer aber den letztlich klaren 52:43-Erfolg perfekt.

Sechs Wochen können sich die Lions nun über die Tabellenführung in der Regionalliga Nord freuen, dann geht es Ende November nach Osnabrück. Dort wartet erneut das Team Germany-Osnabrück und mit den Emsland Rolli Baskets aus Meppen der nächste ganz dicke Brocken.

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