Blühwiesen in Achim

Blühwiesen werden weiter wachsen

Im März 2019 hatte die Achimer Verwaltung damit begonnen, einige ehemalige Spielplatzflächen zu Blühwiesen umzugestalten. Nun sollen noch weitere Flächen folgen, denn für die Stadt ist das Projekt ein Erfolg.
07.09.2020, 15:37
Lesedauer: 2 Min
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Blühwiesen werden weiter wachsen
Von Elina Hoepken
Blühwiesen werden weiter wachsen

Auch die ehemalige Spielplatzfläche an der Fasanenstraße und an der Straße Meßterfeld wurde zu einer Blühwiese umgestaltet.

Stadt Achim

Achim blüht mehr und mehr auf – zumindest wenn es um die Flächen geht, auf denen die Verwaltung seit Frühjahr 2019 vermehrt Wildblumen aussäht, um für Insekten insbesondere im innerstädtischen Bereich wieder mehr Lebensräume und Nahrungsquellen zu schaffen. Bereits Ende 2018 hatte sich der Verwaltungsausschuss der Stadt, wie berichtet, dafür ausgesprochen, stadteigene ungenutzte Spielplatzflächen zu mehrjährigen Blumenwiesen umzugestalten. Und bereits wenige Monate später folgten diesem Beschluss auch Taten.

So hat der Bauhof im Auftrag der Verwaltung im Jahr 2019 an insgesamt acht verschiedenen Stellen in der Stadt Wildblumenwiesen entstehen lassen. „Auf den ehemaligen Spielplatzflächen wurde komplett oder in Teilbereichen das Saatgut (Wildblumenmischung vom Landkreis Verden) oder Kiepenkerl (Bienenfutterpflanze mehrjährig) im Mai 2019 ausgebracht“, teilt die Verwaltung in einer Vorlage für die kommende Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am 15. September mit. Zu den Flächen gehören beispielsweise das ehemalige Spielplatzgelände an der Fasanenstraße oder an der Straße Meßterfeld.

Verwaltung ist zufrieden

Und mit dem Ergebnis des Projektes ist die Verwaltung sehr zufrieden. „Das Zwischenfazit zur Schaffung von Blühwiesen fällt sowohl in Bezug auf den Erfolg für die Umwelt wie auch in Bezug auf den Pflegeaufwand des Bauhofes dafür, im Vergleich zur ,normalen' Pflege positiv aus“, heißt es von der Stadt. Auf den entsprechenden Flächen wurden jetzt sogar Arten erfasst, die gar nicht in der Saatmischung vorhanden waren. „Dass sich Wildkräuter und –blumen etabliert haben, die nicht ausgesät wurden, zeigt, dass die extensive Pflege Entwicklungen durch von außen eingetragene Samen zulässt, was durch mehrere Mahdtermine bei intensiv gepflegten Flächen unterbunden wird“, erklärt die Verwaltung. Die Wildblumenwiesen müssen demnach grundsätzlich nur gemäht werden, wenn eine Dominanz von Gräsern festgestellt wird und die Wildblumen dadurch verdrängt werden könnten.

Aufgrund der bisher positiven Erfahrung mit den Blühwiesen sollen in Achim weitere solcher Flächen entstehen. Geplant ist demnach noch in diesem September auf dem Dorfplatz in Badenermoor eine Wildblumenwiese einzusäen. Darüber hinaus wird auf der Apfelwiese (Am Schmiedeberg) im Rahmen der Umgestaltung ebenfalls eine Blühwiesenmischung ausgebracht. Auf dem Friedhof Baden, dem Parkfriedhof und Friedhof Bierden wurden in extensiv gepflegten Bereichen oder als Übergangsnutzung ebenfalls Blühwiesen angelegt. „Als weitere Möglichkeit auf öffentlichen Flächen Blühwiesen anzulegen, werden Straßenseitenstreifen angesehen.“

Flächen werden gesucht

Aus Sicht der Verwaltung sollte auf eine Ausbringung von Blühwiesenmischungen an viel befahrenen Straßen aber verzichtet werden. „Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens hier ,Todesfallen' für Insekten und andere Tiere, wie zum Beispiel Vögel, die durch die Bepflanzung angezogen werden.“ An landwirtschaftlich genutzten Wegen oder in verkehrsberuhigten Straßen hingegen sei die Situation anders zu bewerten – vorausgesetzt eine Breite von mindestens drei Metern steht zur Verfügung. „Entsprechend geeignete Flächen werden derzeit von der Verwaltung gesucht. Erste Flächen sollen dann in der nächsten Saatperiode, im März/April, eingesät werden“, kündigt die Stadt an.

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