Achimer Ehrenpreis

Kleiner Rahmen, große Ehre

Der Plan steht: Analog zum Wirtschaftsforum soll auch der Achimer Ehrenpreis in diesem Jahr bei Meyer-Bierden verliehen werden – mit Abstand und begrenzter Gästezahl.
09.10.2020, 16:07
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Kleiner Rahmen, große Ehre
Von Elina Hoepken
Kleiner Rahmen, große Ehre

Die feierliche Enthüllung der Tafel – wie hier im Jahr 2017 – ist eines der Dinge, auf die in diesem Jahr verzichtet werden muss.

Björn Hake

Am Donnerstagabend hatte sich die Jury das erste Mal getroffen, teils hitzig diskutiert und sich letztlich mehrheitlich entschieden. Und damit stehen sie fest, die Gewinner des diesjährigen Achimer Ehrenpreises. Verraten werden sie jetzt freilich noch nicht. Das geschieht erst bei der feierlichen Preisverleihung am 5. Dezember. So war es in den vergangenen Jahren und so soll es auch im Corona-Jahr sein. Nur so viel soll verraten werden: Es werden insgesamt acht Auszeichnungen verliehen: drei Einzelpreise für ehrenamtliches Engagement, zwei Einzelpreise für Hilfsbereitschaft, ein Einzelpreis für Zivilcourage und zwei Gruppenpreise.

In einigen Aspekten muss und wird sich der Ablauf der Preisverleihung in diesem Jahr dann aber doch von seinen Vorgängern unterscheiden. Das fängt schon beim Veranstaltungsort an. Statt des Achimer Ratssaals werden die Auszeichnungen dieses Mal im Saal bei Meyer-Bierden vergeben. „Analog zum Achimer Wirtschaftsforum, das dort am 16. November stattfindet, wird es nur eine begrenzte Zahl von Gästen geben können, die am Eingang alle einen festen Platz zugewiesen bekommen“, erklärt Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Außer auf den Plätzen muss immer ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. „Die Gäste kommen über den Haupteingang rein und verlassen den Saal über den Seiteneingang“, beschreibt Ditzfeld. Und anders als in den Jahren zuvor wird es im Anschluss an die Verleihung kein gemeinsames Beisammensein und keine Enthüllung der Tafel im Rathausfoyer mehr geben können.

Verleihung vormittags

Abgesehen davon klingen die Pläne für die Veranstaltung – die dieses Mal, wie berichtet, bereits vormittags um 11 Uhr beginnt – allerdings sehr ähnlich zu denen der vergangenen Jahre. „Es wird zu Beginn eine Begrüßung durch den Bürgermeister und anschließend einen Festvortrag des Ratsvorsitzenden geben“, zählt Ditzfeld auf. Auch Laudationen zu den einzelnen Preisträgern und ein musikalisches Rahmenprogramm sind geplant. Letzteres soll von Regine Popp am E-Piano und Falk Rosenthal am Saxofon gestaltet werden.

„Bei der Anzahl der Gäste müssen wir uns in diesem Jahr natürlich beschränken“, sagt Ditzfeld. Dennoch werde man die großen Vereine alle einladen. Es wird allerdings jeweils nur eine Einladung für eine Person geben. Und kleinere Vereine konnten nicht berücksichtigt werden. „Aufgrund der Vielzahl von Vereinen, die wir in Achim haben, können wir leider nicht alle einladen“, erklärt Svenja Meyer von der Freiwilligenagentur. „Unser Ziel ist es aber, eine möglichst große Bandbreite abzubilden.“ Die Einladungen werden sowohl für die Vereine als auch für die übrigen Gäste personalisiert sein. „Das heißt, die Einladungen dürfen nicht weitergegeben werden und die Gäste müssen sich vorab mit ihren Kontaktdaten anmelden“, sagt Ditzfeld.

Corona-Lage bleibt im Blick

Mit all diesen Vorgaben und dem dahinter stehenden Hygienekonzept habe die Verwaltung ihrer Ansicht nach nun alles unternommen, um die Veranstaltung trotz der Pandemie stattfinden zu lassen. Doch dem Bürgermeister ist durchaus bewusst, dass all das jederzeit auch wieder umgestoßen werden kann. „Die Corona-Lage kann sich bis dahin auch bei uns noch ändern“, sagt er mit Blick auf die steigenden Fallzahlen in Bremen. Wenn das passiert und eine Durchführung der Preisverleihung in der nun mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Form nicht möglich sein wird, gibt es für Ditzfeld nur eine Alternative: die Absage.

„Sollte dieser Fall eintreten, wird es in diesem Jahr gar keine Preisverleihung geben“, sagt er. „Zu einer solchen Ehrung gehört ein vernünftiger Rahmen und den wollen wir den Preisträgern auch bieten.“ Hausbesuche mit Ehrungen an der Tür oder Ähnliches könnten das nicht leisten. „Zur Not gibt es dann einfach 2021 zwei Ehrungen – eine im Frühjahr und eine im Winter.“ Aktuell setzt Rainer Ditzfeld aber darauf, dass alles wie geplant stattfinden kann. „Wir haben ja kurz vorher bereits das Wirtschaftsforum, das unter denselben Bedingungen in der gleichen Location stattfindet“, sagt er. „Wir können also schauen, wie dort alles funktioniert hat, und für den Ehrenpreis eventuell noch nachjustieren.“

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