St. Laurentius in Achim

Sonderpreis für den „Blickpunkt“

Eine Jury hat für einen Wettbewerb der Evangelischen-Lutherischen Kirche Hannovers Gemeindebriefe bewertet und der Achimer St. Laurentiuskirche einen Sonderpreis für ihren Corona-„Blickpunkt“ verliehen.
16.11.2020, 16:20
Lesedauer: 3 Min
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Sonderpreis für den „Blickpunkt“
Von Kai Purschke
Sonderpreis für den „Blickpunkt“

In Corona-Zeiten ist der nun dotierte Gemeindebrief "Blickpunkt" für die Laurentiuskirche noch wichtiger als sonst.

FOCKE STRANGMANN

Die Achimer St. Laurentius-Gemeinde hat mit ihrem Gemeindebrief „Blickpunkt“ einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis gewonnen. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb der Landeskirche sieben dieser Sonderpreise in verschiedenen Kategorien ausgelobt und drei Hauptpreise. Als bester Gemeindebrief wurde der „Laurentiusbote“ aus Nienhagen bei Celle gewürdigt. Der Preis wurde in dieser Form in der Landeskirche das zweite Mal vergeben. Die Auflage aller 130 eingereichten Gemeindebriefe liegt bei einer Stückzahl von rund 900 000 pro Ausgabe. Nahezu 900 Gemeindebriefe gibt es im Bereich der größten Landeskirche Deutschlands – jeweils mit eigenen Redaktionen, die für Texte, Bilder, Layout und Verteilung zuständig sind.

„Umfragen haben ergeben, dass sie gerade während des Lockdowns weithin intensiv gelesen wurden. Sie sind damit das in Reichweiten stärkste Printprodukt der Evangelischen-Lutherischen Kirche Hannovers“, heißt es in der Mitteilung zur Preisverleihung. Etwa 4500 Ehrenamtliche engagieren sich für diese Vor-Ort-Publikationen – bei der Achimer St. Laurentius-Gemeinde sind es vier Menschen, die das ehrenamtliche Redaktionsteam bilden: Ulrich Wilke, Christiane von Rosenberg, Rainer Krause und Christoph Maaß.

„Unserem ,Blickpunkt‘ kommt schon eine hohe Bedeutung als Medium zu, um mit unseren 8500 Gemeindemitgliedern in Kontakt zu bleiben“, weiß Pastor Christoph Maaß. Denn im Monat sehe man lediglich 1000 bis 1500 Mitglieder persönlich, von daher sei der Gemeindebrief eine gute Möglichkeit, um zu informieren. Den Preis haben seine Redaktionskollegen und er, die die Texte für die Ausgaben schreiben und sie layouten, für ihre Sonderausgabe „Corona“ bekommen, die auf dem Titelblatt einen Desinfektionsspender, einen Mund-Nasen-Schutz und einen Einmalhandschuh zeigt.

„Der ,Blickpunkt‘ kommt spät und in ungewohntem Format. Die Corona-Pandemie hat nicht nur dafür gesorgt, dass es acht Wochen keine Gottesdienste gab, dass Veranstaltungen und Konzerte bis heute nicht stattfinden können“, heißt es eingangs im Vorwort, das Maaß an die Leser der Ausgabe gerichtet hat, die für die Monate Juli, August und September konzipiert wurde. Regulär erscheint der Blickpunkt sechs Mal im Jahr. Verteilt wird der Blickpunkt an über 8000 Haushalte, nicht nur an Gemeindemitglieder. „Außer dort, wo er nicht gewünscht ist“, sagt Christoph Maaß. Unverzichtbar ist der Gemeindebrief gerade für die älteren Achimer wohl auch, weil darin personenbezogene Angaben wie Geburtstage oder Sterbefälle aufgeführt sind.

Neues Format kommt gut an

Aber nicht nur der aktuelle Corona-Bezug ist an der Ausgabe besonders, auch ihr Format. „Wir haben da von DIN-A4 auf DIN-A5 umgestellt und die Änderung kam gut bei den Leuten an“, erzählt Christoph Maaß über die Sommerausgabe des „Blickpunkts“. „Wir haben das ganz gut hingekriegt“, urteilt er über die Ausgabe, mit der sich seine Gemeinde beim Wettbewerb beworben hat. Darin werden die Themen „Die Kirche und das Virus“, „Der Sündenbock“ und die „Begleitung von Sterbenden“ thematisiert. Auch die aktuellen Veranstaltungen, soweit die Pandemie sie zu diesem Zeitpunkt zuließ und wertvolle Informationen für die Gemeindemitglieder hält die Ausgabe bereit. Obendrein gibt es noch ein Porträt über Jürgen Sonnenberg, der bis 2001 Pastor der St. Laurentius-Gemeinde war.

Genau in dem Jahr fing Christoph Maaß bei der Kirchengemeinde an und genau so lange ist er schon mitverantwortlich für den Gemeindebrief. „Da kommt einiges zusammen“, sagt er mit Blick auf seine nun beinahe 20-jährige Tätigkeit in Achim. Und doch sei er ein wenig verwundert gewesen, dass die Gemeindebriefausgabe die Jury dermaßen überzeugt hat, denn: „Wir sind keine ausgebildeten Layouter.“ Mit den Texten sei das Redaktionsteam „schon relativ weit“, aber das Layout könnten andere besser. Gleichwohl habe sich das Team natürlich über die Wertschätzung seiner Arbeit gefreut. Auch wenn die 500 Euro nicht ausreichen, um beispielsweise die teuren Lizenzen für ein aktuelles Layoutprogramm erwerben zu können.

Weitere Informationen

Die Ausgaben des Gemeindebriefs „Blickpunkt“ gibt es online unter www.st-laurentius-achim.de.

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