Achimer Markthöfe vorgestellt

Vorhang auf für die „Markthöfe“

Das noch ungeborene Kind hat einen Namen. Frühestens 2021 kann der Abriss eines Teils des sogenannten Herbergstraßenquartiers beginnen, dann sollen dort in der Achimer Innenstadt die „Markthöfe“ entstehen.
28.05.2020, 16:06
Lesedauer: 2 Min
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Vorhang auf für die „Markthöfe“
Von Kai Purschke
Vorhang auf für die „Markthöfe“

Bürgermeister Rainer Ditzfeld (links) und Investor Marco Bremermann haben den ersten Teil der Folierung nun offenbart. Darauf zu sehen sind die spitzen Giebel der Gebäude, die der Investor an dieser Stelle errichten wird. Das Bauprojekt hat den Namen "Markthöfe" bekommen und soll sich unter diesem Begriff in der Achimer Innenstadt direkt am Marktplatz etablieren.

Björn Hake

Wenn Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld über den Bremer Investor Marco Bremermann (Müller & Bremermann) redet und Bremermann über die Stadt Achim, dann fällt auf: Da haben sich zwei gefunden. Denn als oberster Stadtvertreter freut sich der Rathauschef darüber, einen Investor gefunden zu haben, der den prominentesten Part der Fußgängerzone neu gestalten und die Immobilien im eigenen Bestand behalten will. Und Bremermann? Der hält Achim inzwischen für eine Marke, die in der Wirtschaft einen guten Ruf genieße. Das nicht nur deutschlandweit, wie es nach der Ansiedlung von Coca-Cola der Fall gewesen sei, sondern inzwischen auch weltweit, betonte der Bremer Geschäftsmann und meinte damit den Amazon-Zuzug.

Was habe Achim, was andere nicht zu bieten haben? Das ist laut Bremermann die Frage, die sich auch andere große Unternehmen inzwischen stellen, wie er aufgrund seiner Kontakte erfahren hat. „Das wird noch Folgen haben, die heute noch keiner kennt“, prophezeite Bremermann im positiven Sinne. Und er glaubt weiter fest daran, dass sein eigenes Bauvorhaben im Herzen der Achimer Innenstadt ebenfalls direkte positive Folgen für die Innenstadt haben wird. Denn: „Niemand will das unansehnlichste Haus an einer Hauptgeschäftszeile haben!“ Will heißen: Wenn Bremermann erstmal das Nientkewitzhaus (Obernstraße 36), das als Hustedt-Haus bekannte Gebäude, in dem sich NKD befindet (Obernstraße 34), sowie das als Gretzschel-Haus bekannte Haus (Achimer Brückenstraße 2) weggerissen und die Fläche neu bebaut hat, werden auch andere Eigentümer aktiv. „Spätestens dann“, sagte Bremermann jetzt bei einem Pressetermin.

Auch wenn das Bremermann-Projekt im sogenannten Herbergstraßenquartier zwischen Obernstraße, Herbergstraße und Achimer Brückenstraße realisiert werden soll, hat es einen eigenen Namen bekommen: „Markthöfe“. Und dieser prangt nun an den Schaufenstern des größten Achimer Leerstands, um diesen zu kaschieren und zugleich einen Blick in die Zukunft zu ermöglichen. Auch wenn die Visualisierungen noch aus dem Vorentwurf stammen oder wie der Teil der Folie, der spätestens am kommenden Dienstag angebracht wird, ein Wunschszenario mit Gastronomiebetrieb zeigen wird.

Für Bürgermeister Rainer Ditzfeld ist das Vorhaben, dessen Realisierung frühestens im Jahr 2021 mit dem Rückbau des Altbestands beginnen kann, nicht weniger als der so dringend benötigte Impuls für die Achimer Innenstadt. „Unsere Einzelhändler warten doch förmlich darauf, dass es losgeht, dass einer den Anfang macht“, sagte er. Und eine Einzelhandelsfläche von rund 2500 Quadratmetern, wie sie im Erdgeschoss der „Markthöfe“ entstehen soll, hätte Achim sonst nicht zu bieten. Es sei aber die Größe, die nachgefragt sei, was sowohl Bremermann als auch Wirtschaftsförderer Martin Balkausky anhand von Anfragen aus der Wirtschaft wissen. Und speziell das Bremermann-Vorhaben, das betonten beide Männer, hätte bereits ordentlich für Aufmerksamkeit gesorgt. Wie berichtet, ist noch immer auch ein Bio-Supermarkt im Gespräch. Im ersten Obergeschoss fänden dann auf rund 2000 Quadratmetern Büros Platz, darüber sollen Wohnungen entstehen.

Mit dem Begriff „Markthöfe“ soll an den zwei Mal in der Woche in direkter Nähe stattfindenden Achimer Wochenmarkt erinnert werden sowie an die Innenhöfe, die die Architekten für den rückwärtigen Bereich der Neubebauung vorgesehen haben und die als Treffpunkte für die Mieter dienen sollen. Die Initialen A, M und H für Achimer Markthöfe finden sich daher auch im Logo des Markenauftritts wieder, das zugleich die geplanten spitzen Giebel symbolisiert. Auf der Internetseite, die sowohl unter www.markthöfe.de als auch unter www.markthoefe.de zu erreichen ist, finden sich ab sofort Visualisierungen, über Neuigkeiten will der Investor dort stets informieren.

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