Achimer Wochenmarkt

Sprachrohr für die Beschicker

Der Achimer Wochenmarkt hat ein neues Sprecher-Duo: Julian Tewes und Konstantinos Seitanidis vertreten die Belange der Marktleute nun nach außen. Und haben sogleich ihre erste Aktion präsentiert.
23.09.2020, 15:26
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Sprachrohr für die Beschicker
Von Kai Purschke

Erstmal in der neuen Rolle zurechtfinden. So lautet Ziel Nummer eins für Julian Tewes und Konstantinos Seitanidis, die zu den Beschickern des Achimer Wochenmarktes gehören. Seit Kurzem sind sie aber auch die neuen Sprecher der Marktleute und als solche dafür zuständig, deren Interessen nach außen zu vertreten, für sie zu netzwerken und ihre Belange zu unterstützen. „Daher haben wir erstmal Zettel verteilt, auf denen die Kollegen ihre Ideen und Wünsche aufschreiben können“, erzählte das Duo am Mittwoch beim Pressegespräch mitten auf dem Wochenmarkt.

Denn auch wenn Julian Tewes seit etwa 30 Jahren auf dem Achimer Wochenmarkt Blumen verkauft und Kosta Seitanidis seit immerhin zwei Jahren dort seine Olivenöle und mehr anbietet, interessiert es sie, was die Marktbeschicker aktuell umtreibt. „Wir möchten die Gemeinschaft hier fördern und neue Stände dazuholen“, sagte Julian Tewes, der wie sein Sprecherkollege von den Marktleuten gewählt worden ist. Die Beiden haben somit Alfons Neuhaus und Marcus Leineweber abgelöst und präsentieren schon ihre erste Aktion.

So hat sich das Duo das Okay der Marktleute geholt, das Budget für dieses Jahr für einen ganz besonderen Jutebeutel ausgeben zu dürfen. So konnte der erste offizielle Achimer-Wochenmarkt-Beutel in einer Auflage von 500 Stück angeschafft werden, der in seinem Querformat genügend Platz für frische Waren bietet, innen beschichtet ist und weiche Träger hat. „Jeden Tag zahlt jeder Stand einen Euro – das ist unser Werbegeld“, klärte Tewes auf. Und Seitanidis schloss nicht aus, dass es später zusätzliche Exemplare geben wird, aber zunächst mal ist die Stückzahl limitiert.

Die 500 Beutel mit dem Wochenmarkt-Logo darauf sollen an den beiden Enden des Wochenmarktes kostenlos an die Besucher verteilt werden. Das geschieht am Freitag, 2. Oktober, und am Freitag, 30. Oktober. Dann findet der Achimer Wochenmarkt nämlich jeweils einen Tag eher statt, da die beiden Sonnabende danach mit Feiertagen belegt sind. Je Freitag werden 250 Beutel ausgegeben, wenn sie alle sind, sind sie zunächst mal alle. „Wir haben erst überlegt, jedem Stand Beutel zu geben, aber dann stehen die vor der Entscheidung, wem sie einen geben und wem nicht“, erzählte Tewes. Die beiden Freitags-Wochenmärkte finden untypisch in der Zeit von 14 bis 18 Uhr statt. Das hat den Grund, dass einige Marktleute freitagsvormittags auf anderen Märkten vertreten sind und diesen so nicht absagen müssen, sondern einfach im Anschluss daran in die Achimer Innenstadt kommen können.

Seitanidis und Tewes haben sich vorgenommen, den Kontakt mit den ansässigen Geschäftsleuten und der Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) zu intensivieren, um sich besser abstimmen zu können. Kein Geheimnis, dass es in der Vergangenheit immer mal wieder zu Reibungsverlusten zwischen Stadtfest oder Weihnachtsmarkt und den Wochenmarktbeschickern gekommen war. „Wir möchten mehr kommunizieren und hoffen auch darauf, dann in die Planungen eingebunden zu werden“, sagte Tewes. Seitanidis ist sich sicher, „dass wir Lösungen finden werden, wenn wir aufeinander zugehen“.

Und dann gibt es da ja auch noch die Marktmeisterei der Stadt Achim, die auch für die Ausrichtung des Wochenmarktes verantwortlich ist und für die die beiden Sprecher das Bindeglied zu den Marktleuten sind. Falk Rossol-Vöge und Janina Bochnig sind die beiden Marktmeister und wie Rossol-Vöge erklärte, sei es wichtig, engagierte Ansprechpartner unter den Beschickern zu haben. Damit meinte er das Gespann Tewes/Seitanidis, für das der Wochenmarkt ein Kulturgut darstellt sowie ein Ort der Begegnung. Mehr noch: „Die Leute kommen zum Schnacken her. Insbesondere für die Älteren ist der Wochenmarkt ein fester Bezugspunkt in ihrem Leben, der absolut erhaltenswert ist“, betonten sie. Ein weiterer Punkt also auf ihrer noch frischen To-do-Liste.

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