Fußball Oberliga

Alles läuft gegen Uphusen

Das war ein Spieltag, an dem so gut wie alles gegen den TB Uphusen gelaufen ist. Der TBU verliert mit 0:1 beim HSC Hannover und die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet.
12.05.2019, 19:24
Lesedauer: 3 Min
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Alles läuft gegen Uphusen
Von Patrick Hilmes
Alles läuft gegen Uphusen

Kaum ein Durchkommen für Sebastian Kurkiewicz (am Ball) und den TB Uphusen gegen den HSC Hannover.

Patrick Hilmes

Hannover. Es gibt so Tage, an denen läuft alles gegen einen. Genau so einen Tag erwischte nun der TB Uphusen in der Fußball-Oberliga Niedersachsen. Nicht nur, dass die Arenkampkicker beim Tabellenführer HSC Hannover mit 0:1 (0:0) verloren, die Konkurrenz im Abstiegskampf punktete zudem fleißig. Gifhorn drehte in der Schlussphase noch ein 0:1 gegen Oythe zu einem 2:1 und Heeslingen entledigte sich seiner Abstiegssorgen mit einem 2:0-Erfolg über Hagen/Uthlede.

Das hätte dem TBU auch gelingen können, denn auf einen übermächtigen Gegner traf er nicht. „Das war ein 50:50-Spiel gegen eine Mannschaft, die vor der Regionalliga steht. Wir stellen uns nur leider in der einen Szene einfach zu naiv an“, bemängelte Uphusens Coach Fabrizio Muzzicato. Gemeint ist das Zustandekommen des Gegentreffers in der 54. Minute. Uphusen verliert in der gegnerischen Hälfte den Ball und ist dann ungeordnet in der Rückwärtsbewegung. Das Resultat: Es klaffte ein riesiges Loch im Mittelfeld. Hannover sah die Chance und spielte es dann perfekt übers Zentrum nach außen. Keeper Christian Ahlers-Ceglarek wurde durch einen Querpass aus dem Spiel genommen und Eugen Uschpol grätschte vergeblich nach dem Ball, der bei HSC-Stürmer Björn Masur landete – 1:0. „Die haben so viele taktische Fouls gemacht, aber wir schaffen es nicht, das Spiel da langsam zu machen“, kritisierte Muzzicato.

Von einer verdienten und fälligen Führung der Gastgeber konnte nicht gesprochen werden. Zwar reagierte Ceglarek vier Minuten zuvor bereits stark gegen Ferhat Bikmaz, nachdem der TBU den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommen hat, doch ansonsten spielte sich die Partie zumeist im Mittelfeld ab. Keine der beiden Mannschaften wusste sich ein Übergewicht zu erarbeiten. Die Defensiven arbeiteten zumeist konsequent und die Offensiven waren ideenlos. Zusätzlich bestach keines der beiden Teams durch eine hohe Passquote, immer wieder wurden einfachste Bälle nicht an den eigenen Mann gebracht. „Von großer Fußballkunst war hier nichts zu sehen“, bestätigte such Muzzicato.

Obwohl selbst die einfachsten Dinge teils nicht funktionierten, probierten es Kevin Artmann und Philipp-Bruno Rockahr in Hälfte eins mit der Hacke, dabei hätten einfache Pässe den TBU in gute Positionen bringen können. Auf der Gegenseite war das ähnlich. Anfangs hatte der HSC durch Masur bereits zwei Chancen (6./9.), doch mit zunehmender Spieldauer wussten es die Gäste, den Meisterschaftsanwärter immer besser vom eigenen Tor fernzuhalten. Das Problem war jedoch die eigene Offensive, sie verfügte über keinerlei Durchschlagskraft. Insbesondere der erkrankte Nils Laabs fehlte merklich. „Es ist schwierig, da wir nun drei Spiele mit den Abläufen über Nils hatten. Nun hatten wir mit 'Rocky' einen agilen Stürmer, der sich halt ganz anders bewegt. Zudem war es eine andere Intensität, gegen eine Mannschaft wie den HSC kann man sich nicht so durchspielen wie gegen Hagen und Wolfenbüttel“, betonte Muzzicato.

Dennoch muss sich der TBU vorwerfen lassen, dass der Eindruck von außen entstand, nicht alles in die Waagschale geworfen zu haben. „Mir fehlen die Worte. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, denn es war von beiden kein gutes Spiel. Es war auch relativ leblos“, hatte auch Rockahr erkannt. Kurzzeitiges Leben eingehaucht bekamen die Gäste durch ihre beste Chance des Spiels: Rockahr setzte Rilind Neziri in Szene, der fand aus 14 Metern jedoch seinen Meister in HSC-Keeper Sascha Algermissen (58.). Das war’s jedoch, in der Folge fuhr der TB Uphusen zwar ein paar vielversprechende Angriffe, doch die zündende Idee in und vor der Box fehlte. Gegen Ende verpufften dann diverse lang geschlagene Bälle. „Das ist auch nicht unser Spiel“, betonte Muzzicato.

Das Spiel der Uphuser muss aber nun die Nachholpartie am Mittwoch daheim gegen Heeslingen werden. Denn Gifhorn und Wunstorf haben in Sachen Punkte ausgeglichen (alle drei 34 Zähler). Ein Absteiger wird noch gesucht.

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