Ausbau abgeschlossen

Gymnasium am Markt in Achim: Die Enge hat ein Ende

Lange mussten Schüler und Lehrer warten, nun ist der Erweiterungsbau am Gymnasium am Markt aber pünktlich zum Start des neuen Schuljahres fertig geworden und endlich gibt es genügend Platz für alle.
20.08.2020, 15:32
Lesedauer: 2 Min
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Gymnasium am Markt in Achim: Die Enge hat ein Ende
Von Elina Hoepken
Gymnasium am Markt in Achim: Die Enge hat ein Ende

Die Möbel sind da, der Unterricht kann beginnen. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres ist der Erweiterungsbau am Gamma bezugsfertig.

Björn Hake

Sehnsüchtig wurde der Erweiterungsbau am Gymnasium am Markt (Gamma) erwartet. Das wird schon bei einem kurzen Blick auf die Internetseite der Schule klar. Minutiös wurden dort nämlich die Bauarbeiten in einem Bautagebuch samt Fotos begleitet. Vom Beschluss für das Bauprojekt im Dezember 2016 über den verspäteten Start der Arbeiten im Frühjahr 2019 bis zum Endspurt des Erweiterungsbaus in den diesjährigen Sommerferien. Doch mit dem Start des neuen Schuljahres wird wohl das Bautagebuch enden. Denn die Arbeiten für das neue Schulgebäude stecken nun in den allerletzten Zügen, wie Gerd Blome vom Gebäudemanagement des Landkreises Verden auf Nachfrage bestätigt. „Das Schulgebäude und das zugehörige Gelände sind zum neuen Schuljahr betriebsbereit und einsatzfähig“, sagt er.

Was aktuell noch fehle, seien die Parkplätze an der Asmusstraße, aber auch die sollen in den kommenden Wochen folgen. „Unser oberstes Ziel war es, den Schulbetrieb gewährleisten und nach den Sommerferien anschieben zu können“, sagt Blome. Daher habe man die Parkplätze vorerst hinten angestellt. Denn schließlich ist es für die Schule wichtig, endlich neue Unterrichtsräume zu haben, um genügend Platz für rund 100 zusätzliche Schüler zur Verfügung zu haben, die durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren hinzukommen. Für die Umstellung auf das G 9-System mit einem Jahr längerer Gymnasialzeit reichten die Räumlichkeiten bisher nämlich nicht aus. Das Schulgebäude wurde im Jahr 2006 als reines G 8-Gymnasium geplant.

Erleichterter Schulleiter

„Wir hatten im vergangenen Schuljahr nicht genügend große Räume für alle Schüler“, berichtet Schulleiter Dirk Stelling, der erleichtert ist, dass diese Probleme nun der Vergangenheit angehören. „In der letzten Woche haben wir die Möbel bekommen und die Tafeln sind mittlerweile auch angeschlossen. Dem Start des Unterrichts steht also nichts mehr im Wege – auch wenn hier und da vielleicht noch etwas Baustaub liegt oder die eine oder andere Leiste fehlt.“ In dem zweigeschossigen Anbau gibt es für die Schüler und Lehrer nun insgesamt acht neue Unterrichtsräume – sechs allgemeine Unterrichtsräume mit einer Größe von je 60 Quadratmetern und zwei Fachunterrichtsräume mit je 80 Quadratmetern. „Das bringt uns nun endlich etwas Entlastung“, sagt der Schulleiter. Denn kaum etwas könnte Dirk Stelling im neuen Schuljahr vermutlich weniger gebrauchen als Platzprobleme.

Immerhin soll mit dem Start des neuen Schuljahres der Unterricht an den Schulen in Niedersachsen trotz Corona-Pandemie so normal wie möglich laufen. So hat es das Niedersächsische Kultusministerium beschlossen. Darauf müssen sich die Schulen nun natürlich entsprechend vorbereiten. „Neben den normalen organisatorischen Aufgaben vor dem Start eines neuen Schuljahres wie der Erstellung der Stundenpläne und der Unterrichtsverteilung müssen wir nun den vorgegebenen Landeshygieneplan für unsere Schule umarbeiten“, erklärt Stelling.

„Ein kleines Puzzle“

Dabei gelte es, die Vorgaben an das Schulgebäude anzupassen und zu schauen, wie man es schafft, die Jahrgänge zu trennen, welche Laufwege es geben wird und in welchen Bereichen Maskenpflicht gelten muss, weil eine Trennung der Klassen nicht möglich ist. „Es ist wie ein kleines Puzzle, das wir zusammensetzen müssen“, sagt Stelling. „Das ist aktuell natürlich viel Planungsarbeit.“ Fest stehe allerdings schon jetzt, dass es während des Unterrichts keine Maskenpflicht geben wird. Über alle weiteren Regelungen werden die Eltern in einem Schreiben informiert.

Trotz der ganzen zusätzlichen Arbeit ist Stelling aber froh, dass der Schulbetrieb nach den Ferien wieder starten kann. „Ich finde die Entscheidung sinnvoll“, sagt er. „Kinder brauchen in ihrem Alltag andere Kinder und deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt zum Regelbetrieb zurückkehren.“

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