Ein Jahr Südafrika

Auf ins Abenteuer

Die Abiturientin Mieke Strobach aus Oyten zieht für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst nach Südafrika. Dort wird sie den Sportunterricht an einer Grundschule mitgestalten.
07.07.2018, 11:06
Lesedauer: 3 Min
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Von Marius Merle
Auf ins Abenteuer

In rund zwei Monaten geht es für die 18-Jährige Mieke Strobach nach Südafrika.

Björn Hake

Oyten. Ob fürs Studium, als Au-Pair, für Work & Travel oder einfach nur zum Urlaubmachen. Viele der frischgebackenen Abiturienten wird es nach erfolgreichen Beendigung der Schullaufbahn in nächster Zeit für eine gewisse Zeit ins Ausland ziehen. Auch Mieke Strobach wird ihre Oytener Heimat bald erst einmal hinter sich lassen. Für die 18-Jährige, die in diesem Jahr ihr Abitur an der Sportschule in Bremen erreicht hat, habe schon früh festgestanden, im Anschluss ins Ausland zu gehen. "Raus aus dem Umfeld", nennt sie es. Und es geht wahrlich weit weg vom gewohnten Umfeld. Denn Strobach wird sich Anfang September auf dem Weg nach Südafrika machen, um dort für ein Jahr einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu absolvieren.

Dieser steht ganz im Zeichen des Sports. Wenig überraschend, hatte die Abiturientin doch schon in jungen Jahre als Triathletin für Furore gesorgt. Dank der Aufnahme in den niedersächsischen Landeskader hatte sie auch auf die Sportschule in Bremen gehen dürfen. In Südafrika wird es allerdings nicht darum gehen, an den eigenen sportlichen Fähigkeiten zu feilen. "Das steht im Hintergrund", erzählt sie. Denn ihre Aufgabe wird es sein, gemeinsam mit einem anderen Freiwilligendienstler den Sportunterricht an einer Grundschule mitzugestalten. "So ganz genau wissen wir noch nicht, was uns erwartet", erzählt Strobach, Unterschiedliches über die Tätigkeit und die Schule dort gelesen zu haben.

Ermöglicht wird diese besondere Erfahrung durch den Freiwilligendienst Weltwärts, der vor zehn Jahren durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen worden ist. Bisher haben nach Angaben von Weltwärts rund 20 000 Freiwillige daran teilgenommen: "Sie engagieren sich in einem Entwicklungsprojekt und nehmen Erfahrungen mit, die sie ihr ganzes Leben lang begleiten." Rund 180 Entsendeorganisationen gibt es, die passende Kandidaten aussuchen. Von Anfang an dabei ist der AFC Göttingen, die einzige Organisation, die nur im Bereich Sport Freiwillige entsendet. Dort hatte sich auch Strobach beworben und wurde nach dem Auswahlverfahren schließlich angenommen.

Für die Oytenerin geht es nach Port Elizabeth. "Ich habe Glück gehabt, in eine Stadt zu kommen. Da wo wir wohnen, da leben wir schon ziemlich gut", ist sich die Oytenerin sicher. Anders als viele der Schüler, die sie dann mitbetreuen wird. Denn die Grundschule liege schon ein gutes Stück von ihrer Wohngegend entfernt. Gehört habe sie schon, dass die Mädchen dort im Sportunterricht am liebsten Netball (so ähnlich wie Korbball) und die Jungs Fußball spielen. Auch Rugby sei sehr beliebt. Für Strobach durchaus Neuland. "Ich muss das dann auch erstmal lernen." Besonders freut sich die 18-Jährige, eigene Projekte anzuschieben, was ebenfalls zum Auftrag gehört. Dafür spielen allerdings Spenden eine große Rolle. Denn je mehr sie im Vorfeld sammeln konnte, umso größer ist der Spielraum bei der Durchführung der Projekte. "Das ist eine große Herausforderung", berichtet Strobach von der bisher eher schwierigen Suche nach Unternehmen oder Privatpersonen, die ihren Freiwilligendienst finanziell unterstützen wollen.

Ein bisschen Zeit bleibt ihr aber ja noch, bis das Abenteuer beginnt. Bis dahin wolle sie auch noch viel Zeit mit Freunden verbringen, bevor sie ein Jahr lang ein fremdes Umfeld erwartet. "Es ist vertraglich so geregelt, dass ich in der Zeit nicht nach Hause kann", erzählt die 18-Jährige. Also unter anderem auch Weihnachten wird sie in Südafrika verbringen. Was die Zeit nach der Wiederkehr in der Heimat angeht, so gebe es prinzipiell den Plan, zu studieren. Festlegen wolle sich Mieke Strobach aber noch nicht. Denn: "Viele mit der Erfahrung sagen, dass man nach so einem Jahr sehr verändert wiederkommt."


Wer Interesse hat, Mieke
Strobach für ihren entwicklungspolitischen Freiwilligendienst mit einer Spende zu unterstützen, kann sich telefonisch unter 0 42 07 / 29 33 mit ihr in Verbindung setzen.

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