Besucherzahlen in Verdener Freizeitanlage nach schwachem Saisonstart wieder zufriedenstellend / Geschäftsführer kündigt neue Karussells an Auf und Ab im Magic Park

Das Geschäft in diesem Sommer läuft nach Angaben des Magic Park-Geschäftsführers gut. Die Freizeitanlage in Verden scheint sich nach schwierigen Jahren etabliert zu haben. Doch Verbesserungspotenzial besteht weiterhin, sagen die Betreiber.
15.07.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Auf und Ab im Magic Park
Von Marius Merle

Das Geschäft in diesem Sommer läuft nach Angaben des Magic Park-Geschäftsführers gut. Die Freizeitanlage in Verden scheint sich nach schwierigen Jahren etabliert zu haben. Doch Verbesserungspotenzial besteht weiterhin, sagen die Betreiber.

Verden. "Wir sind momentan sehr zufrieden", sagt Geschäftsführer Giovanni Sepe über die Besucherzahlen im Magic Park in Verden. Dabei sei der Start in diesem Jahr wetterbedingt schlecht gewesen und das Geschäft zunächst nur sehr schleppend angelaufen. Der lang anhaltende Winter habe dazu geführt, dass in den Osterferien der sonst übliche große Ansturm auf den Park ausgeblieben sei. "Erstmals mussten wir sogar einen Winterdienst engagieren, und einige Attraktionen blieben geschlossen, etwa die Wildwasserbahn wegen gefrorenen Wassers", berichtet Bettina Blank aus der Marketingabteilung. "Aber jetzt, in den Sommerferien, holen wir die Verluste wieder rein", zeigt sich Sepe zuversichtlich. Hoffnungsvoll stimmt die Betreiber dabei das Wetter. Temperaturen um die 20 Grad wie momentan seien optimal, sagt Blank. Der Großteil der Besucher von außerhalb käme aus den Regionen Bremen und Oldenburg, aber auch Familien aus Berlin seien zuletzt immer häufiger für einen Tagesbesuch angereist.

Dass das Geschäft nach Angaben der Betreiber momentan so gut läuft, ist in dem Verdener Freizeitpark keine Selbstverständlichkeit. Unter dem Namen Märchenwald Verden 1971 eröffnet, hat er viele Höhen, und trotz der günstigen Verkehrslage direkt an der A27, noch mehr Tiefen erlebt. Nach der Gründung folgten mehrere Eigentümerwechsel und Namensänderungen bis 2002 die Insolvenz und das Aus drohten. Daraufhin übernahm Sepe den Park, veränderte das Konzept und startete unter dem Namen Magic Park einen Neuanfang.

Nach der Wiedereröffnung wurde aber auch der Magic Park von einigen Aufs und Abs gebeutelt. "Nach einem sehr guten Start hatten wir einige Jahre zunehmend mit Krisen zu kämpfen", berichtet Sepe. Blank spricht in diesem Zusammenhang davon, dass die Schließung des Parks in dieser Phase durchaus zur Debatte gestanden habe. Doch die Betreiber investierten, machten die Anlage attraktiver und schafften es dadurch, das Interesse am Besuch des Freizeitparkes zu steigern. "Die Tendenz in den vergangenen Jahren zeigt stetig nach oben", freut sich Sepe. Die Beschwerden, die auch häufig auf Internetplattformen geäußert wurden, seien deutlich weniger geworden, und die Besucher sind insgesamt viel zufriedener, wie Analysen nach Angaben von Sepe zeigen würden.

Im Magic Park ist alles auf Kinder bis zwölf Jahre ausgerichtet. "Unsere Fahrgeschäfte sind extra so ausgelegt, dass auch schon die ganz Kleinen einsteigen können", sagt Blank. Egal, ob Achterbahn, Freier Fall oder Wildwasserbahn, alles ist vergleichsweise klein gehalten und fährt langsamer als in anderen Parks. Zudem gibt es viele Mitmachaktionen, bei denen die Besucher ihr Gefährt, etwa ein Floß oder eine Eisenbahn, durch eigene Kraft antreiben müssen. Auf dem Märchenpfad spielen elektronisch gesteuerte Puppen insgesamt sechs Märchen vor, und Zaubervorstellungen sollen Magie in den Freizeitpark bringen. Außer den Shows "Mistery of Magic" der Künstler Ben und Vega bietet der Park allerdings nicht sonderlich viel zum Thema Magie. Er hat ansonsten nur die gängigen Fahrgeschäfte zu bieten sowie Trampolinspringen, einen Streichelzoo, eine Saurierinsel und den Märchenwald. Auffallend ist zudem der weitgehende Verzicht auf Personal. Einige Fahrgeschäfte und die Märchen werden per Knopfdruck in Betrieb gesetzt und sind daher die meiste Zeit unbewacht. Das Restaurant und auch einige Imbissbuden haben nicht an allen Tagen geöffnet.

Kaum Festangestellte

Und an einer Stelle im Park bedient eine Aushilfe gleich drei Karussells gleichzeitig. Insgesamt sind es sowieso zumeist Aushilfen, insbesondere Schüler, die im Park tätig sind. "Wir haben nur wenige Festangestellte, und zur Ferienzeit werden ebenfalls nur Aushilfen zusätzlich eingestellt", berichtet Blank. Trotz allem haben die Kinder im Park ihren Spaß, was auch daran liege, dass es vor den Fahrgeschäften nur sehr selten zu "nervenden Warteschlangen" käme, wie eine Familie berichtet. Eine Beobachtung, die aber auch darauf hindeuten könnte, dass die Besucherzahlen des Magic Parks noch ausbaufähig seien. Sepe dementiert dies nicht und berichtet, dass der Freizeitpark bis zu 150000 Besucher im Jahr habe. Eine Zahl, die aber, wie er betont, durch neue Investitionen weiter ausgebaut werden soll. "Wir wollen in naher Zukunft einige Karussells für den Magic Park anschaffen", verspricht der Geschäftsführer neue Attraktionen.

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