Olaf Nientkewitz und Manfred Köster finden alte Torschwelle Ausgrabungen im Schlosspark

Langwedel-Etelsen. Sie hatten insgeheim auf einen Schatz des Grafen von Reventlow gehofft, doch was sie nach zweistündiger schwerer Arbeit zutage förderten, war kein Schatz, kann sich aber trotzdem sehen lassen: Olaf Nientkewitz, Platzwart des TSV Etelsen, und Manfred Köster vom Schlossparkverein gruben auf dem Gelände des Etelser Schlossparks historische Sandsteinfragmente aus.
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Von Inka Sommerfeld

Langwedel-Etelsen. Sie hatten insgeheim auf einen Schatz des Grafen von Reventlow gehofft, doch was sie nach zweistündiger schwerer Arbeit zutage förderten, war kein Schatz, kann sich aber trotzdem sehen lassen: Olaf Nientkewitz, Platzwart des TSV Etelsen, und Manfred Köster vom Schlossparkverein gruben auf dem Gelände des Etelser Schlossparks historische Sandsteinfragmente aus.

Dabei handelt es sich vermutlich um eine Torschwelle und um zwei Abdeckungen der großen Pfeiler der Toreinfahrt zum Schloss oder von Pfeilern der großen Mauer, die einst das gesamte ungefähr elf Hektar große Gelände von Schloss und Schlosspark umgaben, informierte Köster in einer Pressemitteilung.

Wo Köster und Nientkewitz jetzt buddelten, wurde vor rund zwei Jahren die lang verschollene und in vier Teile zerschlagene Grabplatte wiedergefunden, die anschließend restauriert und im Hof des Mausoleums aufgestellt wurde.

Die teilweise darunter noch sichtbaren Sandsteine ließen den beiden "Schatzgräbern" jedoch keine Ruhe, war doch bei genauem Hinsehen gut zu erkennen, dass es sich um bearbeitete Steine handelte.

Zur Geschichte ist zu sagen, dass der heutige Sportplatz von den damaligen Inhabern des Etelser Schlosses, der SA-Gruppe Nordsee, angelegt wurde.

In einer Hanglage, wie sie auf der Südwiese unterhalb des Schlosses noch vorhanden ist, wurde eine sportplatzgroße Fläche geschaffen. An der niedrigsten Stelle, der jetzigen Grabungsstelle, wurde eine kleine Treppe gebaut. Für die obersten Stufen zerschlug man eine große historische Grabplatte in vier Teile, und für die weiteren Stufen benutzte man die jetzt gefundenen Sandsteinkörper.

Einen Standort für die jetzt ausgegrabenen Pfeilerfragmente wird der Schlossparkverein sicher noch finden, hofft Köster.

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