Badener Sportwoche

Der TSV Achim siegt erneut

Der favorisierte Bezirksligist aus Achim setzt sich auch gegen den TB Uphusen II durch. Derweil unterliegt der SV Baden dem TSV Uesen.
31.07.2020, 15:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt
Der TSV Achim siegt erneut

Ogün Murat glich für den SV Baden gegen den TSV Uesen aus. Am Ende verlor er mit seinem Team aber gegen den Nachbarn.

Björn Hake

Nur eine Halbzeit lang hielt der SV Baden während seiner Sportwoche gegen den Fußball-Kreisligisten TSV Uesen mit. Als Gästetrainer Benjamin Nelle zur Pause drei neue Angreifer brachte, hatte der SVB keine Chance mehr und verlor deutlich. Bezirksligist TSV Achim ließ auch gegen den TB Uphusen II nichts anbrennen und feierte seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel.

SV Baden – TSV Uesen 1:3 (0:0): Eine Halbzeit lang hielten die Badener das Spielgeschehen offen. Dies lag insbesondere an Kapitän Tobias Pröttel, der im Mittelfeld die Fäden zog und für Ruhe im Spiel seiner Elf sorgte. Aber auch der vom TSV Bierden gekommene Robert Stos fügte sich bei seinem ersten Einsatz der Platzherren prima ins Team ein und hatte neben Neuzugang Azad Görmez (Rot-Weiß Achim) eine gute Gelegenheit zu einem Torerfolg. Ein Treffer wollte dem SVB aber zunächst nicht gelingen. Die Uesener hatten in ihrem Auftaktspiel gegen Achim nicht nur eine 0:2-Niederlage bezogen, sondern zudem großes Verletzungspech. Tom-Luca Scholz verdrehte sich das Knie. Bei der Untersuchung im Krankenhaus stellte sich heraus, dass er einen Kreuzbandriss erlitten hat. Auch Louis Bischoff wird wohl in diesem Jahr nicht mehr spielen können. Der Mittelfeldmann zog sich bei einem Zweikampf einen Knorpelschaden im Knie zu. Die Uesener begannen daher sehr vorsichtig in Baden.

Zur Pause brachte Coach Benjamin Nelle mit Marcel Siegler, Lennart Kohlscheen und Bastian Wöltjen gleich drei Stürmer, die die ihrer Rolle gerecht wurden und die Partie schlussendlich entschieden. Fünf Minuten nach der Pause in der auf zweimal 30 Minuten verkürzten Spielzeit gelang Kohlscheen das 1:0 für Uesen. Nur fünf Minuten später glich Ogün Murat auf Vorarbeit von Dennis Rogosin zum 1:1 aus. Auf die Siegerstraße führte Siegler die Gäste mit seinem Treffer zum 2:1 nach Pass von Kohlscheen (47.). Beim 3:1 durch Siegler hieß Wöltjen der Vorbereiter (51.). „Ich denke, dass wir aufgrund unserer starken zweiten Halbzeit den Platz als verdienter Sieger verlassen haben“, hofft Nelle nach dem verpatzten Auftakt noch auf das Endspiel, während die Badener nach ihrer zweiten Pleite nun keine Chance mehr haben, ihr eigenes Turnier zu gewinnen.

TSV Achim – TB Uphusen II 2:0 (0:0): Die Achimer traten mit einem komplett veränderten Kader gegen den TBU II an. Bis auf Patrick Bormann und Lewin Peno hatte Coach Sven Zavelberg keinen aus der Mannschaft vom Vortag, die 2:0 gegen Uesen gewann, im Aufgebot. „Wir müssen testen und allen die Möglichkeit des Wettkampfes anbieten“, sagte Zavelberg, der vor der Halbzeit viel Leerlauf sah. Dies lag aber auch daran, dass der TBU II geschickt störte und gut verteidigte. Coach Aykut Kaldirici und sein Assistent Mirko Kappmeyer hatten auf eine dicht gestaffelte Abwehr gesetzt, in der Benjamin Titz und Kemal Emic im Zentrum ihre Vorderleute gut einsetzten und selbst sehr präsent waren. „Als Außenseiter wollten wir Nadelstiche setzen. Dies ist uns leider nicht wie erhofft gelungen, aber Achim hatte auch nichts Zwingendes, sodass unser Konzept zunächst aufging“, sagte Kappmeyer.

Nach der Halbzeitpause bestimmte der favorisierte Bezirksligist weiterhin das Geschehen auf dem Platz. So richtig zwingend waren die Aktionen der Achimer allerdings nicht. Erst nach einer Standardsituation gelang der Zavelberg-Elf der Führungstreffer. Im Anschluss eines Eckstoßes markierte Mark Lubisch das ersehnte 1:0 (45.) für den TSV Achim. „Nach unserer Meinung war es kein regulärer Treffer, denn dem Tor ging ein klares Foul an Kemal Emic voraus“, sah Kappmeyer eine Regelwidrigkeit. Nun wagten die Männer um Aykut Kaldirici mehr auf dem Platz. Sie mussten sich aber zehn Minuten später geschlagen geben, als Adrian Wülbers den Ball volley nach einer „Titz-Kerze“ im Strafraum gegen den Pfosten donnerte, von dort fand das Leder den Weg ins Tor. „Das war dann die Entscheidung“, schilderte Kappmeier, dessen Team kurz vor Abpfiff noch die Chance auf das Ehrentor hatte. Der von Aykut Kaldirici abgefeuerte Ball traf aber lediglich die Latte des Achimer Tors.

Der SV Baden weißt daraufhin, dass jeder Besucher sich eine Sitzgelegenheit zu den Finalspielen am Sonntag (Platz drei: 14 Uhr und Endspiel: 15.30 Uhr) mitbringen muss. Dies ist zwingend wegen der Corona-Vorschriften erforderlich. Auch am Sonnabend, wenn das Topspiel zwischen der Oberliga-Mannschaft des TB Uphusen gegen den BSV Rehden um 16 Uhr angestoßen wird, muss jeder Besucher eine Sitzgelegenheit mit dabei haben.

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