Straßenausbau L156

Früher freie Fahrt

Ursprünglich sollten die aktuellen Bauarbeiten an der L156 in Achim erst im Dezember abgeschlossen sein. Doch jetzt geht alles schneller als gedacht.
13.10.2020, 15:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Elina Hoepken und Kai Purschke
Früher freie Fahrt

Aktuell wird an der L 156 die erste Asphaltschicht auf den neuen Unterbau aufgetragen. In der kommenden Woche soll dann die Deckschicht folgen.

Focke Strangmann

Mitte Juli zeigte sich Achims Verkehrsplaner Stefan Schuster noch eher verhalten optimistisch, dass die Arbeiten am aktuellen Bauabschnitt rund um den Ausbau der L 156 im geplanten Zeitrahmen bleiben werden. Bis Mitte oder Ende Dezember sollten die Arbeiten dauern, mit denen eine Vollsperrung der Landesstraße zwischen Max-Naumann-Straße und der Einmündung an der K 23 sowie die Sperrung der Autobahn-27-Abfahrt Achim-Ost einhergehen.

„Das dürfte nicht schneller gehen, es wird sich aber auch nicht verzögern“, prognostizierte Schuster damals. Doch auch ein Verkehrsplaner kann sich mal irren und in diesem Fall tut er es wohl auch gerne. Denn die Arbeiten sollen nach aktuellem Stand nun bereits doch schon Mitte bis Ende November fertig sein – also knapp vier Wochen früher als geplant. „Das Wetter hat in den vergangenen Wochen gut mitgespielt und es ist glücklicherweise auch nichts Unerwartetes dazwischengekommen“, erklärt Schuster die Beschleunigung. „Wir sind natürlich unglaublich froh, dass alles so gut geklappt hat.“

Ein weiterer Grund dafür, dass beim aktuellen Bauabschnitt einiges an Zeit eingespart werden konnte, ist laut Schuster die Zusammenführung der Bauabschnitte. Die Abschnitte drei bis fünf waren nämlich zu einem zusammengefasst worden. Die jetzige einmalige dauerhafte Sperrung im Vergleich zu mehreren kürzeren Sperrungen habe sicherlich auch einen positiven Einfluss gehabt, ist Schuster überzeugt.

Asphaltschicht wird aufgetragen

Seit Anfang der Woche werde nun bereits die erste Asphaltschicht auf den neuen Unterbau der Straße aufgetragen, in der kommenden Woche soll dann die Deckschicht folgen. „Im Anschluss müssen noch die Markierungen aufgetragen und die Leitplanken aufgestellt werden“, kündigt der Verkehrsplaner an. Danach stehe einer Aufhebung der Straßensperrung und der Sperrung der Autobahnabfahrt Achim-Ost nichts mehr im Wege.

Eine Nachricht, die sicherlich auch die Anwohner der Straße Badener Holz freuen wird. Die haben nämlich schon länger registriert, dass die Baustelle Umleitungs- und Schleichverkehre durch ihre Straße mit sich bringt. Insbesondere Lastwagenfahrer nutzen offenbar gerne die Abkürzung über Badener Holz, um auf die Industriestraße zu gelangen sowie anders herum. „Die 40-Tonner gefährden hier insbesondere die Kleinkinder“, heißt es von den Anwohnern, die sich dafür aussprechen, zumindest während der Zeit der Baumaßnahmen die Straße Badener Holz zur Tempo-30-Zone zu erklären und sie sogar übergangsweise zur Einbahnstraße zu machen.

Tempo 30 für Badener Holz

Vom zweiten Vorschlag hält Schuster allerdings nicht viel, da aus seiner Erfahrung die Leute dann nicht langsamer fahren würden, wenn sie keinen Gegenverkehr fürchten und beachten müssen. „Das wäre also kontraproduktiv“, glaubt er. Dass Tempo 30 auf dem betroffenen Teilabschnitt der Straße Badener Holz und im Bereich des Badener Bahnhofs notwendig sei, habe die Stadtverwaltung allerdings auch schon erkannt. „Und wir streben die Umsetzung an“, sagt Schuster. Mehr noch: Geht es nach ihm, „wäre das eine dauerhafte Lösung für diesen Bereich, die ich gerne hätte“, also auch über die Dauer der Bauarbeiten hinaus. Aktuell führe die Polizei nach Gesprächen mit der Stadt nun aber zunächst verstärkt Kontrollen in dem entsprechenden Bereich durch. Und das scheint nach Angaben von Schuster auch schon Wirkung zu zeigen. „Nichtsdestotrotz wollen wir dort aber eine Tempo-30-Zone.“

Der Straßenausbau an der L 156 indes ist mit dem jetzigen Arbeiten bekanntlich noch nicht abgeschlossen. So folgt im Frühjahr kommenden Jahres der nächste Bauabschnitt. Dann stehen das Nordohr der Autobahnabfahrt Achim-Ost und der Bereich südlich der Max-Naumann-Straße auf dem Plan – ebenfalls in Verbindung mit einer Vollsperrung.

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