Kita Baden

Erstes Etappenziel erreicht

In Baden haben die Bauarbeiten für die neue Kita neben dem Friedhofsgelände begonnen. Hier soll Betreuungsplatz für insgesamt 95 Kinder geschaffen werden. Die Fertigstellung ist für August 2021 geplant.
24.07.2020, 16:21
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Erstes Etappenziel erreicht
Von Elina Hoepken
Erstes Etappenziel erreicht

Beim Spatenstich packten Vertreter der Stadt, die Kitaleiterin Daniela Weiß (li.) und Architekt Christian Buck (2.v.re.) mit an.

Jonas Kako

Ein großer Sandberg türmt sich bereits am Rand des Geländes. Und auch die roten Holzpfähle, die zur Markierung in den Boden gesteckt wurden, zeigen bereits deutlich, dass für die Fläche neben dem Friedhof in Baden schon bald Veränderungen anstehen. Hier entsteht in den kommenden Monaten nämlich eine Kindertagesstätte, die dann Platz für 95 Kinder bieten soll. Am Freitagvormittag startete der Bau offiziell mit dem ersten Spatenstich.

Dabei war die Fläche, auf der die neue Kita entsteht, ursprünglich einmal für ganz andere Zwecke gedacht. „Früher war all das hier Ackerland“, berichtet der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp beim Startschuss der Arbeiten. „Die Stadt hat dann einen Hektar der Ackerfläche erworben, falls die Fläche des angrenzenden Friedhofs irgendwann einmal nicht mehr ausreicht.“ Die Entwicklung der vergangenen Jahre habe allerdings gezeigt, dass diese Erweiterungsfläche für den Friedhof nicht mehr benötigt wird. Nötig sind in der Stadt jedoch zusätzliche Kitaplätze und so entschied sich die Stadt für eine Umnutzung. „Baden zieht in den vergangenen Jahren immer mehr junge Familien an“, sagt Aucamp

Rund 3,8 bis vier Millionen Euro wird der Neubau kosten. Nutzer der Einrichtung wird die Lebenshilfe Verden sein, die bereits die 2017 neu gebaute Kita am Lahof und die Kita-Paletti betreibt, die derzeit noch im Gebäude der Badener Grundschule beheimatet ist. Wenn die neue Kita fertig ist, soll ein Großteil der Gruppen allerdings umziehen. „Die neue Kita bedeutet für uns daher auch eine große räumliche Entlastung für die Kita Paletti“, sagt Eva Berns, pädagogischer Vorstand der Lebenshilfe. In der neuen Kindertagesstätte werden eine Integrationskrippe und eine Regelkrippe mit insgesamt 27 Betreuungsplätzen untergebracht. Außerdem wird es zwei Regelkindergartengruppen mit jeweils 25 Betreuungsplätzen geben und eine Integrationskindergartengruppe mit 18 Betreuungsplätzen.

Eine Win-Win-Situation

In gewisser Weise schlägt die Stadt Achim mit dem Neubau in Baden nun sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Durch den Umzug der Kita Paletti wird dann nämlich auch wieder Platz im Schulgebäude geschaffen, der ebenfalls dringend benötigt wird. „Im neuen Schuljahr bekommen wir dort noch eine zusätzliche Klasse dazu, sodass wir dort dann vierzügig sind“, erklärt Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker. Wer Kitaplätze braucht, brauche schließlich über kurz oder lang auch Grundschulplätze.

Eine weitere Entlastung soll es in diesem Bereich durch einen geplanten Neubau auf dem Außengelände der Schule geben, der über die Bethel-Stiftung realisiert wird und sowohl Platz für die Klassen der Janusz- Korcak-Schule als auch der Likedeeler Schule bieten wird, die aktuell ebenfalls noch im Schulgebäude unterrichtet werden. „Auf diese Weise können wir die tolle Zusammenarbeit zwischen den Schulen beibehalten und trotzdem unserer Pflicht, genügend Grundschulplätze zu schaffen, nachkommen“, sagt Steffen Zorn, Fachbereichsleiter Bauen. Aktuell warte man dort noch auf die Baugenehmigung, aber sobald diese vorliegt, soll es losgehen.

Fertigstellung für August 2021 geplant

Wenn alles nach Plan läuft, können dann sowohl die neue Kita als auch das neue Schulgebäude zum August 2021 fertiggestellt werden. „Mit der Planungsphase haben wir den ersten Meilenstein nun erfolgreich hinter uns gebracht“, freut sich Zorn. Und das obwohl der Zeitplan eng bemessen war. „Nun folgt mit dem Bau die zweite Etappe.“ In der kommenden Woche sollen dazu noch die Ausschreibungen für die restlichen Bauaufträge starten. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir auf jeden Fall noch gut im Haushaltsbudget.“

Die Stadt hat bereits Fördermittel in Höhe von rund 330 000 Euro bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde beantragt. Hinzu kommt außerdem noch eine Förderung von 400 000 Euro vom Land.

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