Achimer Bauhof Für möglichen Wintereinbruch gut gerüstet

Der große Wintereinbruch ist bisher noch ausgeblieben, doch sollte er kommen, ist der Achimer Bauhof nach eigenen Angaben gut vorbereitet. Allein 50 Tonnen Salz lagern auf dem Gelände an der Zeppelinstraße.
17.01.2022, 17:03
Lesedauer: 2 Min
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Für möglichen Wintereinbruch gut gerüstet
Von Elina Hoepken

Der Winter meint es dieses Mal gut mit den Mitarbeitern vom Achimer Bauhof. Gerade einmal dreimal mussten sie bisher wegen überfrierender Nässe ausrücken, um die Straßen im Stadtgebiet zu streuen. "Aber sollte noch einmal ein Wintereinbruch kommen, dann sind wir bereit", versichert Daniel von Salzen, Leiter des Bauhofs und blickt dabei auf die zwei großen Silos. 25 Tonnen Salz fasst jeder einzelne von ihnen. Doch schon bald könnten es noch einmal einige Tonnen mehr werden. Denn der Bauhof bekommt in diesem Jahr neben einem zusätzlichen Anbau an seine Fahrzeughalle auch einen neuen Speicher für sein Salz. "Die alten Silos sind schon über 30 Jahre alt und dementsprechend nun langsam etwas in die Jahre gekommen", sagt von Salzen. Ein neuer Silo, der dann die beiden alten ersetzen wird, soll ganze 90 Tonnen Salz packen.

Doch das ist noch nicht alles. In Bremen lagern in einer großen Halle noch einmal etwa 50 Tonnen Salz, auf die die Stadt Achim bei Bedarf zurückgreifen kann. "Das Salz ist dort für uns reserviert, weil keiner – weder die Stadt Achim noch andere Kommunen – die Kapazität haben, Salz für einen starken Wintereinbruch von mehreren Tagen vorzuhalten", erklärt von Salzen. Der Vorrat in Bremen stehe somit auf Abruf bereit. "In den vergangenen zwei Jahren sind wir aber mit unseren 50 Tonnen vor Ort gut hingekommen und mussten das zusätzliche Kontingent nicht in Anspruch nehmen", sagt von Salzen.

Kontrollfahrten in der Nacht

Und auch für dieses Jahr sieht es bisher zumindest noch gut aus. Aber nichtsdestotrotz haben von Salzen und sein Team den Wetterbericht natürlich immer im Blick. Wenn es auf die null Grad zugehe, sei nämlich insbesondere nachts mit Glätte zu rechnen. Wenn die Meteorologen ein solches Wetter vorhersagen, steigt beim Bauhof die Aufmerksamkeit. "Zwischen 3.30 und 4 Uhr nachts gibt es dann eine Kontrollfahrt durch die Straßen, und je nach Lage werden die Mitarbeiter alarmiert, die Rufbereitschaft haben", erklärt von Salzen. Gegen sechs Uhr starten die dann vom Bauhof mit ihren Touren. Dafür stehen ihnen ein großes Räumfahrzeug, vier Schlepper für die Fußwege und fünf Handkolonnen zur Verfügung.

"Unsere Aufgabe ist es, die stadteigenen Straßen und dort insbesondere die großen Stadtadern wie die Borsteler Landstraße und die Schulwegstrecken zu streuen", sagt der Bauhofleiter. Für Kreis- und Landstraßen sei die Stadt Achim nicht verantwortlich. Generell gebe es einen vom Achimer Rat verabschiedeten Räum- und Streuplan, der festlege, welche Bereiche zuerst gestreut oder bei Schneefall eben auch geräumt werden müssen. Die Seitenstraßen sind demnach ohnehin erst an der Reihe, wenn mindestens zehn Zentimeter Schnee gefallen sind. Etwa zehnmal im Jahr kommt es zu solchen Wetterlagen, dass der Bauhof ausrücken muss. "Wir hatten aber auch schon Jahre, in denen wir 30 oder sogar 35 Einsätze hatten", erinnert sich von Salzen.

Bauhof braucht mehr Platz

Und auch wenn das Wetter in den kommenden Jahren voraussichtlich eher milder werden wird, so wird die Arbeit für die 46 Mitarbeiter des Bauhofs in Zukunft nicht weniger – weder im Sommer noch im Winter. "Achim ist eine wachsende Stadt, und durch neue Baugebiete, Schulen und Kitas entstehen eben auch neue Straßen und die müssen gepflegt werden", sagt Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld mit Blick auf die stetig wachsende Zahl an Mitarbeitern beim Bauhof.

Und auch der Platz für das Arbeitsmaterial wird auf dem Bauhof-Gelände an der Zeppelinstraße mittlerweile knapp. Aus diesem Grund starten im April dieses Jahres die Bauarbeiten für eine neue Fahrzeughalle. Rund 500 Quadratmeter soll diese haben. "Aktuell sind alle unsere Stellplätze doppelt belegt, und das entspricht natürlich nicht den Vorgaben", sagt von Salzen. Im Zuge dieser Arbeiten wird es dann auch den neuen Silo geben.

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