Amazon-Ansiedlung in Achim Baumfällarbeiten für neues Amazon-Logistikzentrum abgeschlossen

Alle Bäume und Sträucher, die für die Amazon-Ansiedlung in Achim entfernt werden mussten, sind nun weg. Unterdessen haben die vorbereitenden Baumaßnahmen des Generalunternehmers Max Bögl begonnen.
13.02.2020, 21:29
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Baumfällarbeiten für neues Amazon-Logistikzentrum abgeschlossen
Von Kai Purschke

Je weiter es von der Autobahnanschlussstelle Achim-Ost nach Achim geht, desto mehr Bäume durften bleiben. „Und alles, was jetzt noch steht, kommt auch nicht mehr weg“, sagte Jasmin Albertus, die Umweltbeauftragte der Stadt Achim, während der eiskalte Regen unaufhörlich aufs Gewerbegebiet Uesener Feld niedergeht. Rund 240 Bäume und Sträucher hat eine Fachfirma in den vergangenen knapp zwei Wochen im Bereich Achim-Ost entnommen, um Platz zu machen für das Amazon-Logistikzentrum und den dafür notwendigen Straßenausbau.

Kahlschlag gab es daher auch an der A27-Anschlussstelle Achim-Ost, an den sogenannten Autobahnohren. Anfang kommender Woche werde das Holz dann gehäckselt, wie Britta Draeger vom Achimer Bauhof ausführte. Achims Erster Stadtrat Bernd Kettenburg sagte in seiner Funktion als einer von zwei Geschäftsführern der halbstädtischen Vermarktungsgesellschaft EVG, die das Gewerbegebiet an den Projektentwickler Industrial Garbe Real Estate verkauft hatte, dass die Ausschreibungen für die Straßenbauarbeiten draußen seien und man nun auf Angebote warte.

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Währenddessen haben die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gewerbeareal schon begonnen, die Baustelleneinrichtung läuft auf Hochtouren. Wie dort zu sehen ist, ist nun die Firmengruppe Max Bögl als Generalunternehmer für Projektentwickler Garbe in Achim tätig. Mit rund 6500 Mitarbeitern, 35 Standorten und einem Jahresumsatz von 1,7 Milliarden Euro zählt Max Bögl zu den größten Bauunternehmen Deutschlands. Bereits das Amazon-Logistikzentrum in Winsen an der Luhe, das in weiten Teilen die Blaupause fürs Achimer Werk darstellen soll, hatte das Bauunternehmen errichtet.

Rechts von der Max-Naumann-Straße, wo das Logistikzentrum entstehen wird, dominiert brauner Mutterboden die Szenerie, Baufahrzeuge sind auf dem Baugrund unterwegs. Links von der Max-Naumann-Straße, dort werden sich später die zahlreichen Parkplätze befinden, ist die Fläche noch weitgehend unangetastet. Kettenburg hofft darauf, dass bald auch die ersten Straßenausbauaktivitäten beginnen können, vielleicht bereits im Frühjahr. Sie sollen – wie berichtetet – abschnittsweise erfolgen. Die EVG hat die Federführung für sämtliche Straßenausbaumaßnahmen zur Umsetzung des Bebauungsplans übernommen.

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Wenn, wie Britta Dräger ausführte, planmäßig am Dienstagnachmittag das gesamte Holz verschwunden ist, könne dann am Mittwoch, 19. Februar, auch der Pendler-/Mitfahrerparkplatz wieder zur Nutzung freigegeben geben. Zumindest so lange, bis er irgendwann während der Bauarbeiten endgültig an den Kreisverkehr der K 23 verlegt wird. Die Fällarbeiten liefen aus ihrer Sicht reibungslos, die ausführende Firma hatte unter anderem einen Fällbagger eingesetzt.

Nach Angaben der Stadt Achim waren die Fällungen nach der Baumschutzsatzung und durch das Baurecht genehmigt, die entfernten Bäume und Sträucher müssen jedoch ersetzt werden – allerdings wird dies aus Platzgründen nicht immer am ursprünglichen Standort gelingen. Als Straßenbegleitgrün werden an der Uesener Feldstraße 143 Stileichen gepflanzt, Neupflanzungen wird es ebenfalls an den Autobahnohren, entlang der A 27 und der Radwegeverbindung zur Potsdamer Straße geben sowie an der Industriestraße und in Bierden zwischen Steinweg und Bremer Straße sowie am Wittkoppenberg und an der Verlängerung der Straße, an der sich Coca Cola befindet.

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