Borsteler Hauptstraße früher fertig

Baustellen weiter in Betrieb

Die Baustelle an der Borsteler Hauptstraße kann zum Wochenende abgebaut werden. Die Arbeiten dort gingen schneller als geplant. Der Stadt spielte dabei auch der wenige Verkehr auf den Straßen in die Karten.
26.03.2020, 16:09
Lesedauer: 2 Min
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Baustellen weiter in Betrieb
Von Elina Hoepken
Baustellen weiter in Betrieb

Aktuell laufen noch die Restarbeiten, zum Wochenende soll die Borsteler Hauptstraße dann wieder frei sein.

Björn Hake

Dass in der aktuell ungewissen und manchmal auch chaotischen Lage Dinge schneller laufen als erwartet, ist sicherlich eher eine Seltenheit. Für die Baustelle an der Borsteler Hauptstraße trifft jedoch genau das zu. Nachdem am Dienstag bereits die Schotterschicht aufgetragen werden konnte, folgten Mittwoch und Donnerstag die Asphaltschicht und die abschließenden Arbeiten. „Wir werden voraussichtlich bereits am Freitag fertig und können die Straße dann zum Wochenende wieder für den Verkehr freigeben“, berichtet Verkehrsplaner Stefan Schuster. Ursprünglich sollten die Bauarbeiter eigentlich erst am 30. März, also Montag, fertig sein.

Wie berichtet, war ab dem 16. März zunächst der Asphalt an der Kreuzung Borsteler Landstraße/Am Freibad/Leipziger Straße erneuert worden, bevor dann die Kreuzung Borsteler Hauptstraße/Borsteler Weg/Alter Heerweg an der Reihe war. „Es hat von uns keiner damit gerechnet, dass das Wetter die ganze Zeit so trocken bleiben würde und die Arbeiten deshalb so zügig vorankommen können“, erklärt Schuster die schnelle Fertigstellung. „Und natürlich hat uns auch ein bisschen in die Karten gespielt, dass aktuell keine Schulbusse fahren und generell weniger Verkehr herrscht.“

Die Baufahrzeuge kämen so leichter durch und die Absperrung sei natürlich auch leichter. Man habe von Seiten der Stadt für die Baustellen an der Borsteler Land- und Hauptstraße vorab einen Plan in der Tasche gehabt, wie die Schulbusse bei der Straßensperrung durch die Baustelle umgeleitet und entsprechende Haltestellen verlegt werden sollten – „aber diese Plane waren nun ja gar nicht nötig und das hat die ganze Sache für uns etwas vereinfacht.“

Da liegt die Frage natürlich nahe, ob bereits für die Zukunft geplante Sanierungs- oder Ausbesserungsarbeiten an den Straßen nicht einfach vorgezogen werden können, um die aktuell eher verkehrsarme Zeit zu nutzen. „Im Prinzip wäre das sicherlich schön“, sagt auch Schuster. „Aber dafür fehlt schlichtweg das Geld und natürlich auch die Baufirmen.“ Die Maßnahmen seien schließlich auf lange Sicht im Haushalt der Stadt eingeplant und müsste daher auch zu der vorgesehenen Zeit erledigt werden.

Aber auch so sei man im Baubereich derzeit noch gut beschäftigt. „Wir sind im Rathaus voll dabei und auch die Baufirmen sind noch fleißig“, sagt Schuster. „Bei uns läuft derzeit alles noch weiter wie bisher.“ Alle Planungen lägen weiterhin im Rahmen. Aber, auch das gibt Schuster zu, selbst im Baubereich gebe es natürlich Einschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen Kontaktverboten. „Das betrifft aber gar nicht mal so sehr die ausführenden Arbeiten, sondern vielmehr die Planung vorab“, erklärt der Verkehrsplaner. „Nicht alle Behörden sind noch so aktiv wie wir.“

So gestalten sich beispielsweise die Absprachen etwa mit dem Straßenbauamt schwieriger, weil auch dort derzeit viele im Homeoffice arbeiten und nicht so leicht zu erreichen seien. „Die Abstimmung untereinander fehlt dadurch schon manchmal und das macht die gemeinsame Planung auch komplizierter“, sagt Schuster. Doch auch er wisse natürlich nicht, wie lange die jetzige Situation überhaupt noch anhalte. „Wenn wir irgendwann bei uns Verhältnisse haben wie in Italien, können natürlich auch die Baustellen nicht mehr betrieben werden. So lange wollen wir aber noch weiter fleißig sein.“

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