Karneval Bierden begeistert Publikum nach zweistündiger Prunksitzung mit turbulentem Finale Besenballett im Stewardessen-Outfit

Achim-Bierden. Beim Karneval im Gasthaus Zur Linde brodelte am Sonnabend wieder einmal der große Festsaal. Über 200 Gäste, fast alle im schrägen Outfit, jubelten den Akteuren auf der Bühne zu. Nach fast zwei Stunden kam es dann zum großen Finale der Prunksitzung des TSV Bierden. Das Besenballett, diesmal im Stewardess-Outfit, präsentierte eine wagemutige Choreografie. Die Männertruppe bildet mit ihrem Tanz traditionell den Abschluss des offiziellen Teils. Davor boten die Narren ein witziges Programm.
07.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Butt

Achim-Bierden. Beim Karneval im Gasthaus Zur Linde brodelte am Sonnabend wieder einmal der große Festsaal. Über 200 Gäste, fast alle im schrägen Outfit, jubelten den Akteuren auf der Bühne zu. Nach fast zwei Stunden kam es dann zum großen Finale der Prunksitzung des TSV Bierden. Das Besenballett, diesmal im Stewardess-Outfit, präsentierte eine wagemutige Choreografie. Die Männertruppe bildet mit ihrem Tanz traditionell den Abschluss des offiziellen Teils. Davor boten die Narren ein witziges Programm.

Den Anfang machte natürlich Sitzungspräsident André Weiß. Er befahl den Kanonieren, die Konfetti-Kanone abzufeuern und stellte das Prinzenpaar Heike III. und Uwe II. vor. Dann überließ er die Bühne der sechsköpfigen Prinzengarde. Diese legte, nach so vielen Jahren Karneval in Bierden, in ihren blau-weißen Kostümen einen äußerst routinierten Tanz hin. Auch die zweite Tanzgruppe "Déjà vu" bekam für ihren Auftritt reichlich Applaus vom Bierdener Publikum.

Erstmals setzten die Organisatoren mit "Dem Mann mit der Maske" wieder auf einen hiesigen Büttenredner. "Hinter der Maske steckt ein Achimer, der immer ein witziges Wort übrig hat, aber nicht erkannt werden möchte", erzählt Olaf Blöthe vom TSV Bierden. Früher ist er beim Karneval in Westfalen aufgetreten und hat dort die Jecken zum Lachen gebracht. Nach einer langen Pause hat er sich nun den Bierdener Karnevalisten angeschlossen und sorgte am Sonnabend für so manchen Brüller im Saal. Auch Achimer Politik-Themen brachte er zur Sprache. "Der Rathausplatz, wie jeder weiß, ist zum Parken der letzte Scheiß", mokierte sich "der Mann mit der Maske" über den gebührenpflichtigen Parkplatz. Er riet den Narren: "Das muss doch nicht sein, kauft doch lieber im Weserpark ein." Dann wunderte er sich über die Benzinknappheit im Öllager.

Mit dem Hit "Ein Stern, der über Bierden steht", den alle im Saal gemeinsam schmetterten, war noch lange nicht Schluss. Nach einer kleinen Verschnaufpause wurde mit dem DJ-Ötzi-Double "Kay" kräftig weitergefeiert. Da hielt es dann keinen der Karnevalisten auf den Stühlen. Alle standen rund um die Bühne und sangen, während der Imitator die größten Hits des Schlagersängers zelebrierte, sich dabei fast die Kehle aus dem Leib sang.

Unterschrift auf dem Bierdeckel

Auch abseits der Bühne bewiesen die Bierdener Karnevalisten ein ordentliches Maß an Heiterkeit. Besonders auffällig waren die einfallsreichen und aufwändigen Kostümierungen. Beispielsweise wurden neben Marilyn Monroe, Drakula und dem Kapitän Popeye auch ein Dschungel-Camp-Bewohner gesichtet. Dieser machte mit dem Spruch "Ich bin ein Narr, hol mich hier raus" auf sich aufmerksam. Als Blumenmädchen beteiligte sich Janina Focke an der Prunksitzung. Für ihr Kostüm hatte sie eine ganz simple Erklärung: "Ich habe das Kleid gesehen und habe einen Grund gesucht, es mir zu kaufen." Erst im Publikum und später beim Besenballett auf der Bühne feierte Kai Wanicek. "Vor sieben Jahren habe ich in einer Feierlaune auf einem Bierdeckel unterschrieben, dass ich im Besenballett mitmache. Seitdem bin ich jedes Jahr dabei", erzählt Wanicek. Bereits sein Vater war lange Zeit, bis zu seinem 62. Lebensjahr, bei den tanzenden Männern in Frauenkleidern engagiert. Nun ist er in seine

Fußstapfen getreten.

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