Bürgermeisterwahl Achim

Ditzfeld und Fischer gehen ins Stechen

Die Entscheidung um das Bürgermeisteramt ist noch nicht gefallen. Die meisten Stimmen bekam der Amtsinhaber Rainer Ditzfeld, auf Platz zwei landete Nadine Fischer (parteilos). Die gehen nun in die Stichwahl.
12.09.2021, 20:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Kai Purschke Elina Hoepken
Ditzfeld und Fischer gehen ins Stechen

Die Bürger haben entschieden: Rainer Ditzfeld und Nadine Fischer gehen in die Stichwahl.

Björn Hake

Lange kratzte Achims amtierender Bürgermeister Rainer Ditzfeld (parteilos) an diesem Wahlabend an der 50-Prozent-Marke, deren Erreichen seine direkte Wiederwahl bedeutet hätte. Während die Schnellmeldungen aus den einzelnen Wahllokalen eintrudelten, lag sein persönliches Ergebnis die meiste Zeit bei 48 Prozent herum – ebenso am Ende der Auszählung. Dies reichte nicht ganz zum direkten Sieg, er lag er aber sehr deutlich vor seinen Kontrahenten.

Kommunalwahlen und Bürgermeisterwahl 2021 in Achim

Fast die direkte Wiederwahl geschafft: Achims parteiloser Bürgermeister Rainer Ditzfeld.

Foto: Björn Hake

"Ich bin überwältigt von dem Ergebnis", sagte Ditzfeld kurz bevor das letzte Wahllokal ausgezählt war. "Ich hatte gehofft, dass ich, wie bei der letzten Wahl, ein Ergebnis von über 30 Prozent erreiche. Dass jetzt sogar eine 4 vorne steht, ist einfach toll."

Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei

Nadine Fischer (parteilos für die CDU) und Cornelia Schneider-Pungs lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Fischer die meiste Zeit die Nase vorn hatte und sie mit etwas über 25,1 Prozent auch dort behielt. Sie wird in zwei Wochen zur Stichwahl gegen Ditzfeld antreten, während Schneider-Pungs ihr mit 23,4 Prozent nicht ganz das Wasser reichen konnte. Fischer war mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden: "Dafür, dass mich niemand kannte, ist dies ein Erfolg auf ganzer Linie". Das Ergebnis habe gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Wähler nicht mit Ditzfeld einverstanden sei und von daher sei vor der Stichwahl wieder alles offen.

Kommunalwahlen und Bürgermeisterwahl 2021 in Achim

Sie tritt nun als parteilose Bewerberin der CDU in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber an: Nadine Fischer.

Foto: Björn Hake

Cornelia Schneider-Pungs indes wertete das Ergebnis etwas anders. "Ich bin doch überrascht, dass der Vorsprung des Amtsinhabers so deutlich ist", sagte sie. Von ihrem eigenen Ergebnis und der Tatsache, dass sie knapp hinter Nadine Fischer landete, sei sie nach eigenen Angaben zwar nicht begeistert, "aber ich hätte nicht gedacht, dass es zwischen uns beiden so eng werden würde." Insgesamt halte sie das Gesamtergebnis der Bürgermeisterwahl aber doch für sehr eindeutig. "Und ich denke nicht, dass sich das bei der Stichwahl noch einmal ändern wird", sagte sie

Kommunalwahlen und Bürgermeisterwahl 2021 in Achim

Cornelia Schneider-Pungs und Herfried Meyer haben trotz des dritten Platzes für die SPD-Kandidatin Spaß.

Foto: Björn Hake

Weit abgeschlagen kam am Ende Marcel Dominic Bandowski von den Freien Wählern ins Ziel, denn der 28-Jährige kam auf 3,6 Prozent. "Ich habe nicht wirklich viel mehr erwartet, bin von daher zufrieden", sagte er am frühen Abend. Mehr Stimmen wären zwar schön gewesen, letztlich habe die Bürgermeisterwahl aber seinen Bekanntheitsgrad für die Stadtrats- und Kreistagswahl erhöht.

Kommunahlwahl im Landkreis Verden

Party der Freien Wähler (von links): Dominique Paetz, Dennis Kregel, Kai Rosebrock und Marcel Dominic Bandowski.

Foto: FOCKE STRANGMANN

Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt Achim bei 55,35 Prozent, vor fünf Jahren hatte sie bei der Bürgermeisterwahl bei 56,16 Prozent gelegen.

Vergleich zur Bürgermeisterwahl 2014

Bei der Bürgermeisterwahl vor sieben Jahren hatte der damals 52-jährige Ditzfeld, der aus der CDU ausgetreten war, als Parteiloser im ersten Wahlgang 33,31 Prozent der Stimmen geholt. Bernd Junker (SPD) kam auf 27,8 Prozent der Stimmen. Die von den Grünen nominierte Silke Thomas (parteilos) landete bei 21,27 Prozent, CDU-Bewerber Volker Wrede kam auf 17,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Achim lag bei 56,16 Prozent. Bei der Stichwahl zwischen Ditzfeld und Junker siegte Ditzfeld dann klar mit 62,32 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung in der Weserstadt lag bei der Stichwahl lediglich bei 42 Prozent.

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