Ehrenamtliche gesucht Büz und Stadtbiblitohek Achim bauen Leseclub auf

Das Bürgerzentrum und die Stadtbibliothek machen gemeinsame Sache und haben einen Leseclub gegründet, der Kinder an Bücher heranführen soll. Damit das Projekt starten kann, werden noch Ehrenamtliche gesucht.
20.01.2022, 17:12
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Büz und Stadtbiblitohek Achim bauen Leseclub auf
Von Elina Hoepken

Ganz fertig eingerichtet ist der Raum noch nicht. Schon jetzt lässt sich aber erahnen, wie es in dem neuen Leseclub im Achimer Bürgerzentrum (Büz) einmal aussehen soll. Zwei große Sitzsäcke laden förmlich dazu ein, sich mit einem guten Buch in sie fallen zu lassen und das Regal an der Stirnseite des Raumes ist schon jetzt prall gefüllt mit neuen Büchern für Kinder und Jugendliche. Denn genau für die soll der Leseclub geschaffen werden.

Die Leseclubs, in denen Kinder von sechs bis zwölf Jahren besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen erhalten, sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Im Herbst vergangenen Jahres hatten sich das Büz und die Achimer Stadtbibliothek als Kooperationspartner für das Förderprogramm beworben und Ende des Jahres auch den Zuschlag bekommen. Seitdem entsteht in der ehemaligen Lesestube des Büz nun Schritt für Schritt ein Leseclub.

Auch digitale Ausstattung

"Wir haben in der Zwischenzeit von der Stiftung Lesen weit über 100 Bücher zu verschiedensten Themen zur Verfügung gestellt bekommen", berichtet Eric Stellmacher, Leiter des Büz. Darüber hinaus stünden verschiedene Spiele, Zeitschriften und auch digitale Ausstattung wie ein Lesestift oder ein I-Pad zur Verfügung. Insgesamt betrage die Fördersumme 5000 Euro.

Umgesetzt werden sollen im Leseclub zwei verschiedene Projekte – eines für sechs- bis zehnjährige Kinder und ein zweites für Zehn- bis Zwölfjährige. Wie genau die Projekte ausgestaltet werden, das steht derzeit noch nicht fest. Denn ein Ziel der Förderung durch die Stiftung Lesen ist es, dass die Projekte von Ehrenamtlichen gestemmt werden sollen. "Die können dann gemeinsam mit den Kindern das Programm für den Leseclub planen und schauen, wie sie die Zeit nutzen wollen", erklärt Stellmacher. Doch diese Ehrenamtlichen müssen eben auch erst noch gefunden werden.

Fest steht bereits: Die beiden Gruppen sollen sich jeweils einmal in der Woche, voraussichtlich in den Nachmittagsstunden treffen. "Auch in der Ferienzeit soll es diese Treffen geben, weil es gerade hier bei uns im Magdeburger Viertel wichtig ist, dass die Kinder auch in dieser Zeit Kontinuität und einen Anker haben", weiß Stellmacher. Wichtig ist ihm aber auch zu betonen, dass sich das Projekt keineswegs nur an Kinder und Jugendliche aus dem Magdeburger Viertel richtet. "Wir hoffen im Gegenteil, dass Kinder aus der gesamten Stadt daran teilnehmen."

Besuch der Bibliothek

Als fester Bestandteil des Projekts soll auch ein Besuch der Achimer Stadtbibliothek für die Kinder auf dem Programm stehen. "Wir wollen den Teilnehmern so die Möglichkeit geben, mit der Bibliothek in Kontakt zu treten und ihnen die weite Welt des Lesens zeigen", erklärt Stellmacher. Der Leseclub sei somit so etwas wie der verlängerte Arm der Stadtbibliothek.

Starten kann all das aber natürlich erst, wenn sich genügend Ehrenamtliche finden, die das Projekt unterstützen wollen. Stellmacher und die Leiterin der Stadtbibliothek, Valentine Schirmer, hoffen darauf, dass sie für den Leseclub auch aus dem Pool der Lesepaten schöpfen können, die aktuell wegen Corona nicht in den Kitas unterwegs sein können. "Pro Gruppe brauchen wir etwa zwei bis vier Ehrenamtliche", schätzt Stellmacher. Für ihren Einsatz würden diese dann auch eine Aufwandsentschädigung bekommen. Interessierte können sich bei der Freiwilligenagentur der Stadt Achim telefonisch unter 0 42 02 / 9 16 05 50 oder per E-Mail an freiwilligenagentur@stadt.achim.de melden.

Bis sich genügend Ehrenamtliche gefunden haben, kümmern sich Stellmacher und Schirmer darum, dass der Leseclub noch weiter ausgestattet wird. "Wir warten noch auf drei weitere Sitzsäcke und ein mobiles Regal", berichtet Stellmacher. Für das haben sich die beiden ganz bewusst entschieden. "Man weiß ja nie, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt und so haben wir die Möglichkeit, die Gruppen bei Bedarf auch zu teilen und andere Räumlichkeiten des Büz zu nutzen."

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