Nach Sieg beim Stapler-Cup in Bremen

Chris Herling fährt nun zur Deutschen Meisterschaft

Nach seinem Sieg beim diesjährigen Willenbrock Stapler-Cup in Bremen tritt Gabelstablerfahrer Chris Herling von der Nagel-Group in Achim-Uphusen im Herbst bei der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg an.
23.08.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Gisela Enders

Nach seinem Sieg beim diesjährigen Willenbrock Stapler-Cup in Bremen tritt Gabelstablerfahrer Chris Herling von der Nagel-Group in Achim-Uphusen im Herbst bei der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg an.

„Wenn ich daran denke, dass ich vor ein paar Jahren noch auf Platz 130 stand, ist dieses Ergebnis auch jetzt für mich kaum fassbar“. Belohnt wurde die Glanzleistung mit einem großzügigen Warengutschein und dem Ticket für die Deutsche Meisterschaft, die im Herbst in Aschaffenburg stattfindet. Ein Geschicklichkeits- und Schnelligkeitswettkampf, bei dem die Fahrer ihre Gabelstapler sehr präzise bedienen müssen.

155 Teilnehmer waren in diesem Jahr auf dem Gelände der Willenbrock Fördertechnik in Bremen an den Start gegangen. Vier Parcours galt es innerhalb einer bestimmten Zeit zu durchfahren, verschiedene, meist knifflige Aufgaben waren dabei zu lösen. „Nachdem ich vor meiner Ausbildung zur Fachkraft Lagerlogistik meinen Gabelstapler-Schein gemacht habe, habe ich für diesen Bereich eine gewisse Leidenschaft entwickelt“, sagt Herling und freut sich darüber, nun seinen Neigungen entsprechend im Unternehmen eingesetzt zu werden.

Sein Start in das Berufsleben sei vor Jahren ein wenig holprig verlaufen, bedauert der 24-Jährige, der nach dem erweiterten Hauptschulabschluss in Bremen über Zeitarbeitsfirmen befristet in verschiedenen Unternehmen tätig war. „Irgendwann bin ich über das Internet auf meinen jetzigen Arbeitgeber gestoßen und habe mich dort um eine Lehrstelle beworben.“

Freude über Ehrgeiz

Helmut Rippe, Ausbildungsleiter der Nagel-Group, betreut zurzeit 37 Auszubildende, die in allen Sparten des Unternehmens tätig sind. Über den Ehrgeiz, den Chris Herling während seiner Lehrzeit entwickelt hat, freut er sich ganz besonders. „Natürlich sehen wir uns die Schulzeugnisse der jungen Leute an“, informiert Rippe, „natürlich gehört auch ein Test zum Bewerbungsverfahren“. Von großer Bedeutung sei für ihn jedoch das persönliche Gespräch, der Eindruck, den die jungen Menschen bei ihm hinterließen.

Sein beruflicher Ehrgeiz sei die eine, der Spaß an seiner Tätigkeit die andere Seite, sagt Chris Herling. Der Umgang mit technischem Gerät habe ihm schon immer gelegen, und eigentlich habe er Kranführer werden wollen. Der schlechten Verdienstmöglichkeiten halber sei er nun mit dem Gabelstapler unterwegs und freue sich jetzt erst einmal auf die Meisterschaft in Aschaffenburg. Extrazeiten fürs Training muss sich Herling nicht frei schaufeln, die Übung kommt mit dem beruflichen Alltag. „Er ist einfach geschickt“, hat Helmut Rippe festgestellt.

Beim Wettbewerb wird penibel auf die Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften geachtet – Verstöße führen zu Zeitstrafen. So werde bei den einzelnen Stationen nicht nur Geschick von den Fahrern verlangt, sie müssten auch „die Basics“ beachten, wie es in den Regeln heißt: das Anschnallen, ein Blick über die Schulter vor dem Zurücksetzen oder das Absenken der Gabel vor der Fahrt. Wer ein Hütchen umfährt, einen Torbogen anstößt oder eine Begrenzungslinie überfährt, werde bestraft.

Schon in Bremen sei das Begleitprogramm mit verschiedenen Showacts, Bierständen und Würstchen vom Grill immer klasse, fast volksfestartig mit dem so vielseitigen Angebot. „In Aschaffenburg wird es wohl ähnlich sein, und alle Kosten für die Teilnahme an der Veranstaltung werden übernommen.“

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