Veranstaltungen in Achim abgesagt

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Mit einem extra erarbeiteten Hygienekonzept und in kleinerem Rahmen sollten das Wirtschaftsforum und der Achimer Ehrenpreis eigentlich auch dieses Jahr stattfinden. Nun kam aber doch die endgültige Absage.
01.11.2020, 13:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Elina Hoepken
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Zu gerne hätte Bürgermeister Rainer Ditzfeld auch in diesem Jahr einen Unternehmer des Jahres und die Träger des Achimer Ehrenpreises ausgezeichnet. Die Corona-Pandemie macht diesen Plänen nun aber endgültig einen Strich durch die Rechnung.

Björn Hake

An diesem Sonnabend feiert Rainer Ditzfeld ein kleines „Bürgermeister-Jubiläum“. Sechs Jahre lang lenkt er dann schon die Geschicke der Stadt. „Aber als ich damals gewählt wurde, hätte ich nicht gedacht, dass meine letzten eineinhalb Jahre in dieser Wahlperiode hauptsächlich von einer Pandemie begleitet werden“, gibt Ditzfeld zu. Doch genau das ist nun der Fall. Corona hat Deutschland und damit natürlich auch Achim fest im Griff. Und daher war dem Bürgermeister am Freitag auch nicht so recht zu feiern zu Mute. Den Pressetermin, zu dem er eingeladen hatte, musste er nämlich nutzen, um die Absage einiger Veranstaltungen in der Stadt zu verkünden.

Den Anfang macht das ursprünglich auf den 16. November verschobene Wirtschaftsforum. Das wird nun offiziell und für das Jahr 2020 endgültig abgesagt. „Es ist etwa fünf Wochen her, dass wir verkünden konnten, dass das Wirtschaftsforum unter strengen Hygienevorgaben und in abgespeckter Form stattfinden kann“, erinnert sich Henning Struckmann von der Kreissparkasse. „Damals konnten wir aber natürlich noch nicht absehen, mit welcher einer Dynamik sich die Pandemie entwickeln würde.“ Das aktuelle Infektionsgeschehen mache eine Durchführung der Veranstaltung nun unmöglich. Und das auch ganz unabhängig von den von Bund und Ländern beschlossenen strengeren Corona-Beschränkungen.

„Wir haben uns bereits am Montag – also noch vor der dem Treffen der Ministerpräsidenten – mit dem Gesundheitsamt in Verden zusammengesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Umsetzung nicht realistisch ist“, berichtet Ditzfeld. Das Gleiche gelte auch für die für den 5. Dezember geplante Verleihung des Achimer Ehrenpreises. „Auch die müssen wir in diesem Jahr absagen“, bedauert der Bürgermeister. So schwer diese Entscheidung auch gefallen sei, es sei aktuell die einzig richtige.

In welcher Form die Preisträger, die für beide Veranstaltungen mittlerweile ja bereits feststehen, im kommenden Jahr ausgezeichnet werden, steht aktuell noch nicht fest. „Es ist unter den jetzigen Bedingungen gar nicht möglich, seriös einen neuen Termin festzulegen“, sagt Struckmann. Fest steht für das Achimer Wirtschaftsforum allerdings schon jetzt, dass es keine „Alibi-Verleihung“ im ganz kleinen Kreis geben soll – wie Struckmann es nennt. „Das würde die Leistung unseres Preisträgers einfach zu wenig würdigen.“ Für den Achimer Ehrenpreis spielt Rainer Ditzfeld aktuell indes mit dem Gedanken, im Frühjahr die Gewinner für das Jahr 2020 und dann wie gewohnt im Dezember nächsten Jahres die Gewinner für das Jahr 2021 auszuzeichnen – „aber alles natürlich unter der Prämisse, dass Corona es auch zulässt.“

Doch das aktuelle Infektionsgeschehen hat natürlich nicht nur Auswirkungen auf die geplanten Veranstaltungen der Stadt, sondern auch auf die politischen Sitzungen. „In diesem Jahr werden keine Ortsausschusssitzungen mehr stattfinden“, kündigt Ditzfeld an. Das gelte für die für November und Dezember terminierten Sitzungen der Ortsausschüsse Uphusen (18. November), Borstel (19. November), Bierden (7. Dezember) und Baden (8. Dezember). Neue Termine sollen in Absprache mit den jeweiligen Vorsitzenden abgestimmt und dann bekannt gegeben werden. Die übrigen geplanten Sitzungen der Fachausschüsse sollen aber wie geplant stattfinden. „Wir werden allerdings in einer der nächsten Sitzungen bereits mit einer Online-Übertragung beginnen.“ Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion zum Streamen von politischen Sitzungen war ursprünglich im Rat vertagt und ins kommende Jahr verlegt worden. „Jetzt wollen wir noch in diesem Jahr damit anfangen“, sagt Ditzfeld. „Wir könnten uns dafür gut den Ausschuss für Bauunterhaltung am 16. November vorstellen.“

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