Achimer Kunstverein

„Das kulturelle Herzstück Achims“

Der Kunstverein in Achim feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Daher soll es im Laufe des Jahres fünf besondere Ausstellungen zu sehen geben.
21.02.2020, 16:01
Lesedauer: 3 Min
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„Das kulturelle Herzstück Achims“
Von Elina Hoepken

Mit sieben Gründungsmitgliedern fing damals alles an. 30 Jahre ist das nun her. Mittlerweile hat der Achimer Kunstverein rund 150 Mitglieder und durchaus bewegte Jahre hinter sich. „Es gab schwere Zeiten, mittelschwere und leichte“, fasst Vereinsvorsitzende Marita Lingel die vergangenen Jahre zusammen. Aber irgendwie habe man es eben immer geschafft weiterzumachen. Und auch das soll in diesem Jahr, dem Geburtstagsjahr, gefeiert werden. „Der Kunstverein hat sich in Achim gut etabliert“, ist sich Lingel sicher. „Nach ganz kleinen Anfängen sind wir das kulturelle Herzstück Achims geworden.“

Mit seinem Jubiläumsprogramm will der Verein daher auch alles vorführen, was er zu bieten hat. Fünf Ausstellungen soll es dazu insgesamt geben. Den Anfang macht vom 22. März bis zum 24. Mai eine Ausstellung mit dem Titel „Kunst vereint – Werke der Dozentinnen und Dozenten der Kunstschule“ im Haus Hünenburg. Darin soll ein Querschnitt von Arbeiten von Lehrenden der Kunstschule gezeigt werden – aktuelle ebenso wie ehemalige. Vom 26. April bis zum 20. Mai soll dann im Achimer Rathaus ein Raum für junge Künstler geschaffen werden. Dort zeigen Künstler ihre Werke, die in der Vergangenheit vom Kunstverein gefördert wurden und beispielsweise den Förderpreis für junge Kunst gewonnen haben. „Wir haben sie wieder aufgespürt und einige von ihnen haben richtig Karriere gemacht“, berichtet Ingrid Klöpper vom Kunstverein. In der Ausstellung sollen ihre alten Werke und aktuelle Arbeiten gegenübergestellt werden.

Achimer Schätze gesucht

Die dritte Ausstellung widmet sich dann vom 19. Juli bis zum 19. August den aktuellen Mitgliedern der Kunstvereins. Unter dem Titel „Kunst vor Ort“ stellen dort einige der rund 40 kreativ Tätigen im Kunstverein eine Auswahl ihrer Werke vor. „Es sind Mitglieder, die besonders lange dabei sind und deren Arbeiten besonders aufgefallen sind“, erklärt Lingel. Was indes in der vierten Ausstellung des Jubiläumsprogramms, die vom 30. August bis zum 1. November im Haus Hünenburg stattfinden soll, gezeigt wird, das wissen die Organisatoren zum jetzigen Zeitpunkt selbst noch nicht genau. Die Präsentation mit dem Titel „Achimer Schätze“ wird nämlich aus Werken bestehen, die die Achimer derzeit bereits in ihren vier Wänden hängen haben. Genauer gesagt aus Werken, die sie in den vergangenen 30 Jahren bei Ausstellungen des Kunstvereins erworben haben. „Die Exponate sollen dann von kleinen Texten begleitet werden, in denen die Besitzer erklären, warum sie das Werk damals gekauft haben und welche Bedeutung es für sie hat“, beschreibt Klöpper die Idee. Achimer, die ein solches Werk besitzen und es als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung stellen würden, können sich an den Kunstverein wenden.

Die letzte Ausstellung des Jahres trägt den Titel „Zeitgenössischer Kunst auf der Spur“ und ist vom 18. Oktober bis zum 11. November im Rathaus zu sehen. „Wir versuchen als Kunstverein schon seit 30 Jahren, aktuelle Kunst und innovative Dinge zu präsentieren“, sagt Klöpper. Mit dieser langjährigen Erfahrung habe man nun eine kleine Künstlerauswahl aus vielen unterschiedlichen Sparten getroffen. „Es wird hier eine ganz bunte Mischung von Malerei über Skulpturen bis hin zu Installationen zu sehen sein.“

Tag der offenen Tür

Etwa ein halbes Jahr intensive Arbeit hat das Organisationsteam des Kunstvereins in die Vorbereitung des Jubiläumsprogramms gesteckt. Neben den Ausstellungen umfasst das auch noch einige Kunstfahrten und Vorträge. Darüber hinaus soll es am 14. Juni einen Tag der offenen Tür in den Räumen am Mittelweg 19 geben. „Hier können sich die Besucher bei Mitmachangeboten selbst künstlerisch ausprobieren“, sagt die zweite Vorsitzende Heike Schulz. Außerdem werde es ein Quiz zur Geschichte des Vereins und eine kleine Ausstellung geben. „Für uns wird 2020 in jedem Fall ein sehr spannendes Jahr“, ist sich Schulz sicher.

Neben dem Blick zurück gehört zu einem runden Geburtstag aber meist ebenso der Blick nach vorne. Und auch wenn die Mitglieder des Vereins alles in allem positiv auf die vergangenen 30 Jahre blicken, so wurde ein großes Ziel bisher nach wie vor nicht erreicht. „Ein Gründungsvorsatz des Kunstvereins war damals die Schaffung eines eigenen Museums für Achim“, berichtet Schulz. „Daran haben wir uns bisher aber alle noch die Zähne ausgebissen.“ Auch in den kommenden 30 Jahren bleibt also noch einiges zu tun.

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