Zöhl-Ausstellung

Den Blickfang im Visier

Im Museum „Kunst am Fluss Fischerhude“ (KaFF) wird bereits eifrig die nächste Ausstellung mit Werken des im Jahr 2012 gestorbenen Malers Werner Zöhl vorbereitet. Ein Blick hinter die Kulissen.
20.11.2017, 16:37
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Den Blickfang im Visier
Von Lars Köppler
Den Blickfang im Visier

Margarethe Zöhl, Uwe Diptmar und Manfred Wolffson (von links) bereiten die nächste Ausstellung mit Werken des Malers Werner Zöhl im Fischerhuder KaFF-Museum vor.

FOCKE STRANGMANN und Focke Strangmann, Focke Strangmann

Fischerhude. Nach der Lesung ist vor der nächsten Ausstellung – unter diesem sportlichen Motto stecken Margarethe Zöhl, Uwe Diptmar und Manfred Wolffson in diesen Tagen ihre kreativen Köpfe besonders intensiv zusammen. Denn hinter den Kulissen des in der Bredenau gelegenen Museums „Kunst am Fluss Fischerhude“ (kurz KaFF) wird bereits eifrig am ersten Höhepunkt des Jahres 2018 gefeilt. „Gesichter der Bühne“ soll die mittlerweile vierte Bilderschau mit Werken des 2012 gestorbenen Malers Werner Zöhl heißen, die im Januar eröffnet wird. Dabei sollen die von Zöhl in verschiedenen Schaffensperioden kreierten Gaukler, Clowns, Straßenkünstler, Schauspieler und viele andere Figuren – darunter auch eine Vogelscheuche – eine Plattform in dem vor mehr als einem Jahr eingeweihten Museum erhalten.

Damit löst das neue Thema die derzeit noch laufende Gemälde-Ausstellung „Bäume“ ab, die als Hommage an das unter hohen Eichen und dem Wald in der Surheide eingebettete Fischerhude gedacht ist. Passend dazu fand am vergangenen Freitag die Lesung „Baumgedichte“ mit Cornelius Kopf-Finke in dem schmucken Zöhl-Archiv statt. Doch den Blick richtet das Führungstrio aus dem inzwischen von zehn auf 40 Mitglieder angewachsenen Verein schon nach vorne. „Es werden 50 Bilder ausgestellt“, verrät Margarethe Zöhl, die sich als Witwe des Fischerhuder Malers besonders gut in dem rund 3500 Werke umfassenden Archiv auskennt. Zu sehen seien die einzigartigen Fantasien von Werner Zöhl und seine farbenfrohen Kindheitsträume vom Zirkus und den Artisten, ergänzt Manfred Wolffson.

Der leidenschaftliche Sammler und Chronist ist fest davon überzeugt, auch diesmal wieder eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die zum Publikumsmagnet taugt. „Wir haben bisher immer ein gutes Händchen gehabt“, erwartet Wolffson wie schon bei den drei Vorgänger-Ausstellungen gute Besucherzahlen. Seit dem 12. Juni 2016, dem Eröffnungstag des KaFF-Museums, ist wieder Leben und Betriebsamkeit in die einstige Baracke „Rosbrocks Schün“ eingekehrt. In der liebevoll restaurierten Scheune finden seitdem Kunstliebhaber und vor allem Fans des Fischerhuder Malers Werner Zöhl zusammen. „Wir wollen das umfangreiche Gesamtwerk Werner Zöhls aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und die Besucher immer wieder aufs Neue begeistern“, nennt Wolffson den Anspruch der Vereinsmitglieder. „Liebhaber und Sammler sind glücklich, dass es dieses Zöhl-Museum mittlerweile gibt“, weiß er zu berichten.

Wolffson ist selbst ein Zöhl-Anhänger, wie er freimütig zugibt. Auch aus diesem Grund engagiert er sich für den Museumsverein „KaFF“. Die umgebaute Scheune ist für ihn „ein zauberhaftes Gebäude, das sich sympathisch zurücknimmt und dabei doch seine ganze Schönheit offenbart“. Zeitlos, so wie die Malereien von Werner Zöhl, wie Manfred Wolffson befindet. „Man kann beim Betrachten seiner Bilder immer wieder etwas Neues entdecken“, erklärt er seine große Affinität für die Zöhl-Werke. Mit Bilderschauen allein will sich das KaFF-Museum derweil nicht verwirklichen. Erst kürzlich fanden auf Einladung von Margarethe Zöhl praktische Kunstnachmittage im Atelier von Werner Zöhl statt. Interessierte Vereinsmitglieder konnten sich dort versuchen. Aus der Hinterlassenschaft zahlreicher Holzschnitte von Werner Zöhl wurden Abzüge in der Gemeinschaft und unter fachkundiger Anleitung erstellt.

Auch Aktionen für Kinder und Kooperationen mit benachbarten Schulen können sich die Vereinsmitglieder vorstellen. Herzstück sollen aber die Themen-Ausstellungen bleiben, die in der Regel sechs Monate dauern. Das Museum befindet sich in Fischerhude, In der Bredenau 83, und ist unter Telefon 0 42 93 / 71 05 erreichbar.

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