80 Schüler der Wümmeschule arbeiteten für den guten Zweck

Den eigenen Lohn gespendet

Ottersberg. Anstatt zur Schule gingen die Pennäler der Ottersberger Wümmeschule am Donnerstag zur Arbeit. Ob in großen Betrieben, beim Bäcker um die Ecke oder bei Oma im Garten wurde gewerkelt – den verdienten Lohn spendeten die Schülerinnen und Schüler für Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa.
16.06.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Ud

Ottersberg. Anstatt zur Schule gingen die Pennäler der Ottersberger Wümmeschule am Donnerstag zur Arbeit. Ob in großen Betrieben, beim Bäcker um die Ecke oder bei Oma im Garten wurde gewerkelt – den verdienten Lohn spendeten die Schülerinnen und Schüler für Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa.

Bereits zum 12. Mal fand der soziale Tag von der Jugendhilfsorganisation "Schüler helfen leben" in Zusammenarbeit mit Schulen aus ganz Deutschland statt. Die Wümmeschule nahm zum 6. Mal am Aktionstag teil. Auch in diesem Jahr steht der Soziale Tag, eine der größten Schüleraktionen Europas, wieder unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und vielen Ministerpräsidenten (www.sozialertag.de).

Die Ottersberger taten es rund 80000 Schülern in ganz Deutschland gleich und arbeiteten für den guten Zweck. "Der Soziale Tag bietet die ideale Möglichkeit für Schüler, sich sozial zu engagieren. Die Jugendlichen können ihren Beitrag für Jugendprojekte auf dem Balkan leisten und sogar schon einen kleinen Einblick in die Berufswelt bekommen", sagte Aileen Stuke, Schülersprecherin der Wümmeschule. Die Abschlussklassen absolvieren in dieser Woche ihre mündlichen Prüfungen und konnten sich deshalb nicht am sozialen Tag beteiligen. "Schade," so Tugce Parlak, die zweite Schülersprecherin, "aber immerhin haben sich über 80 Schüler unserer Schule einen Job gesucht und so einen tollen Beitrag geleistet." Die arbeitenden Schüler sollen auch selbst entscheiden dürfen, wohin das gespendete Geld fließt. Aus diesem Grunde veranstaltet "Schüler helfen leben" einmal im Jahr das Projektauswahltreffen in Berlin, bei dem die Jugendlichen sich ein Wochenende lang mit dem Thema Balkan beschäftigen und am Ende das neue Thema wählen. In diesem Jahr kann mit den Einnahmen des sozialen Tages das Projekt "Aus der Kriminalität in die Gesellschaft" in Serbien gefördert werden.

In den letzten Jahren ist Gewalt unter Jugendlichen in Serbien enorm gestiegen, und nur wenige staatliche Institutionen nehmen sich dieses Themas an. Das Projekt arbeitet in den kommenden zwei Jahren mit rund 200 straffällig gewordenen Jugendlichen zwischen 14 und 22 Jahren. Diese erhalten eine umfangreiche Betreuung, um den Weg in eine gewaltfreie und aussichtsreiche Zukunft zu schaffen.

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